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Ein ProSieben-Spezial erhitzt die Gemüter: So provoziert "Rechts. Deutsch. Radikal"

Dieser Screenshot aus dem ProSieben-Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal." begeistert gerade die Fans der Sendung. Doch es gibt auch Kritik.
Dieser Screenshot aus dem ProSieben-Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal." begeistert gerade die Fans der Sendung. Doch es gibt auch Kritik.
Foto: ProSieben/Screenshot
Das ProSieben-Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal." wurde am 28. September 2020 um 20:15 Uhr auf dem beliebten Privatsender ausgestrahlt. Gleich in der Nacht hagelt es einen Social-Media-Shitstorm.

Mit über 22.500 Tweets trended am 29. September 2020 in Deutschland (um 8:00 Uhr in der Frühe) der Hashtag #RechtsDeutschRadikal. Bereits in der Nacht begann der Shitstorm gegen den deutschen Privatsender ProSieben, der ursprünglich den Rachewestern "Django Unchained" (2012) von Quentin Tarantino zeigen sollte. Doch statt eines Hollywood-Films über die Rassengeschichte der USA gab es das ProSieben-Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal." zur Frage "Wie rechts ist Deutschland?" Dies führte auf Social Media zu Streit.

Das ProSieben-Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal" stellt unangenehme Fragen

Für das abrupt ins Programm genommene und heftig rezipierte ProSieben-Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal" ging Reporter Thilo Mischke 18 Monate in die rechte und rechtsextreme Szene Deutschland. Er zeigt die Verbindungen zwischen demokratiefeindlichen Gruppen, spürt ihre Unterschiede auf und macht vermeintliche Abgrenzungen untereinander nichtig. Oft ist die Grenze zwischen Rechten und Rechtsextremen gar nicht existent, wie Mischke eindrucksvoll aufzeigen kann.

Die zweistündige Reportage wird im Anschluss gefeiert von vielen Menschen in den sozialen Medien, auch unter anderem von "Fack ju Göthe" Schauspieler Elya M'Barek, der ProSieben dafür lobt, dass die Sendung völlig werbefrei am 28. September um 20:15 Uhr zur besten Senderzeit ausgestrahlt wurde. Doch es gibt auch viele negative Stimmen zu dem sozialkritischen ProSieben-Spezial.

ProSieben verteidigt sich gegen rechte Trolle

Für viele Social Media-Nutzer war die Ankündigung des ProSieben-Spezials über Rechtsextremismus schon zu viel. So griff ein Nutzer die ProSieben-Reportage als "linke Hetze". Das ließ der Sender aber nicht auf sich sitzen und konterte wie bei vielen anderen rechten Twitter-Trollen mit klaren und manchmal bewusst sarkastischen Antworten.

Wer das ProSieben.Spezial "Rechts. Deutsch. Radikal." verpasst hat, der kann sich die Sendung online auf der Webseite von ProSieben oder in der ProSieben Mediathek anschauen. Kurioserweise zeigte der Sender in der gleichen Nacht auch eine der brutalsten rassistischen Szenen aus einem Hollywood-Film ab 23:25 Uhr. Eine kultige ProSieben-Serie siehst du bald leider nur auf Amazon Prime. Das kannst du machen, wenn bei dir eine ProSieben-Störung vorliegt.

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