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Amokgefahr: Schüler spielt Walking Dead nach und wird verhaftet

So geht man bei Walking-Dead auf Zombiejagd.
So geht man bei Walking-Dead auf Zombiejagd.
Foto: Next Games
Ein amerikanischer Schüler veröffentlichte einen Videoclip, wie er auf virtuelle Zombiejagd an seiner Schule geht. Daraufhin wird er verhaftet.

Ein 18-jähriger Schüler aus dem US-Bundesstaat Indiana wurde verhaftet, weil er einen Videoclip online veröffentlichte, in dem er auf virtuelle Zombiejagd in seiner High School ging. Die Szenen stammen aus dem „Pokémon Go“-ähnlichen Augmented-Reality-Spiel „The Walking Dead: Our World“, das im Juli für Android und iOS veröffentlicht wurde. Darin wandert der Spieler durch die reale Welt und kann mit Waffen Zombies bekämpfen. Die Zombies werden über die Smartphone-Kamera als Teil der Wirklichkeit gezeigt, der Spieler visiert diese durch Neigen des Geräts mit einer virtuellen Waffe an.

Video: Das ist das Spiel zu Walking Dead


Aufnahmen, die derartige Szenen in einer Schule zeigen, dürften dem 18-Jährigen nun zum Verhängnis geworden sein. Er veröffentlichte das Video mit dem Kommentar „Endlich etwas Besseres als Pokémon Go“ auf einer Social-Media-Plattform, ein Mitschüler meldete den Clip der Schulleitung. „In der heutigen Gesellschaft, in der Schulen das Ziel von Gewalt geworden sind, müssen wir ernste und bedachte Ansätze für unsere Ermittlungen wählen“, so Mark Slaton, der verantwortliche Inspektor für den betroffenen Schulbezirk.

Dem Schüler wird Einschüchterung zur Last gelegt, er bekannte sich nicht schuldig. Er wurde gegen eine Kaution von 1000 US-Dollar wieder freigelassen. Ihm droht neben einer Verurteilung vor Gericht auch der Schulausschluss. Eine Strafe, die für den Vater des Schülers nicht nachvollziehbar ist. „Er zielt auf Zombies. Sofern Zombies in Scott County nicht geschützt sind, denke ich nicht, dass irgendjemand damit bedroht werden soll.“

Immer wieder Amokläufe an US-Schulen

Mashable kritisierte bereits bei der Veröffentlichung des Spiels, dass die AR-Szenen „das Spiel wie eine Schießerei aussehen lassen“. Das wissen offenbar auch die Entwickler, die deutlich davor warnen, Videoclips, in denen Menschen zu sehen sind, nicht auf Social-Media-Plattformen zu teilen. Schießereien an US-Schulen häuften sich zuletzt, allein in der ersten Jahreshälfte 2018 ereignete sich durchschnittlich pro Woche eine Schießerei.

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