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Gamer verspotten den Chat-Filter von Battlefield V

Battlefield V ist seit dem 05. September in der freien Beta spielbar.
Battlefield V ist seit dem 05. September in der freien Beta spielbar.
Foto: EA
Seit dem ersten Trailer des neuen Battlefield-Teils erntete EA nicht nur Wohlwollen der Nutzer. Mit dem missglückten Chat-Filter hat man sich auch noch selbst ein Bein gestellt.

Der Chat-Filter des neuen EA-Spiels „Battlefield V“ scheint wirklich alles zu zensieren, was nicht schnell genug ist. Statt sich darüber aufzuregen, nutzen die Gamer diese Möglichkeit jedoch, um ihren kreativen Beleidigungen freien Lauf zu lassen. Eigentlich sollen entsprechende Filter und Zensurmaßnahmen dazu beitragen, Härte und Toxizität der beleidigenden Nachrichten einzudämmen. Wenn sie allerdings zu viele Begriffe sperren, kann sich daraus eine ziemliche Verwirrung entwickeln.

„DLC“, „Lag“ oder „White Man“

Filter sind nicht immer die Lösung – das zeigt „Battlefield V“ besser als je zuvor. So werden im Chat Wörter wie „DLC“ und „Lag“ zensiert, während es Beleidigungen zum Teil gelingt, den Filter zu umgehen. Mit dem Start der Beta-Phase am 05. September offenbarte EA diesen fatalen Fehler. Neben der Wut jener, die sich auf neue Missionen und Modi – wie den „Firestorm“ – gefreut haben, schlägt dem Spielehersteller vor allem eines entgegen: Spott.

Der YouTuber „Angryjoe“ testete beispielsweise ein Gerücht, das zuvor auf diversen Plattformen kursierte: „White man“ (dt.: weißer Mann) wird zensiert. „Brown“ sowie „Asian man“ hingegen erscheinen gewohnt ohne Sternchen. Vor allem auf Reddit löste das Video eine Welle aus Hohn und Spott gegen EA aus.

Gamer verspotten den Chat-Filter von Battlefield V
Gamer verspotten den Chat-Filter von Battlefield V

In über 2.000 Kommentaren machten sich Nutzer über den US-Konzern lustig und sammelten ganz nebenbei noch weitere Wörter, die von der Zensurmaschine des fünften Battlefield-Teils als beleidigend klassifiziert werden:

  • „Titanfall“
  • „DLC“
  • „Eat salad“
  • „Lag“
  • „Nuts“

Reizbarkeit der Community

Entgegen der eigentlichen Intention eines solchen Filters hören die Gamer nicht mit den Beleidigungen auf. Wie man es bereits im Rahmen diverser anderer Videospiel-Chats beobachten konnte, werden sie lediglich kreativer. Für den offensichtlichen Fehler des Filtersystems entschuldigte sich EA dennoch. Im Rahmen eines Blogbeitrags wies man darauf hin, dass sich Battlefield V noch in der Beta-Phase befinde und solche Fehler auftreten könnten.

Die Reaktion der Community fiel dennoch härter als gewohnt aus. Das könnte unter anderem daran liegen, dass sich viele der Gamer durch den „Gender-Wahn“ beeinträchtigt fühlen. Sie störten sich bereits daran, dass Frauen Einzug in den Storymodus erhielten und dass nun sogar eine das Cover des Games ziert. Sexismus im Gaming ist dabei bereits seit längerem ein Thema, jedoch hat es sich bislang noch nicht dermaßen offen präsentiert.

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