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Gesichtserkennung soll chinesische Kids vom Zocken abhalten – die werden kreativ, um die Sperre zu umgehen

Wenn es um Computerspiele geht, verstehen Kinder keinen Spaß. So auch in China, wo die Kids nun mit allerlei Tricks versuchen, eine Gesichtserkennung zu umgehen.
Wenn es um Computerspiele geht, verstehen Kinder keinen Spaß. So auch in China, wo die Kids nun mit allerlei Tricks versuchen, eine Gesichtserkennung zu umgehen.
Foto: imago stock&people
Dass die Regierung in China die volle Kontrolle über ihre Bürger will, ist bekannt. Wenn es um Computerspiele gehen, verstehen die Kinder aber keinen Spaß.

Das Internetunternehmen Tencent aus China gehört zu den größten Playern auf dem dortigen Online-Markt. Ob Nachrichtendienste, soziale Netzwerke, Onlinewerbung oder Onlinespiele – das Unternehmen mischt in vielen Bereichen mit. Nun soll Gesichtserkennung jüngere Spieler vom Zocken abhalten – doch die lassen sich das nicht gefallen.

Gesichtserkennung

Gerade im Bereich der Mehrspieler-Onlinespiele veröffentlicht der Konzern regelmäßig extrem erfolgreiche Titel. Spieler, die unter 18 Jahre alt sind, müssen nun mit Einschränkungen ihrer Spielzeit leben. Tencent setzt seit kurzem auf eine neue Gesichtserkennungssoftware. Diese hat Zugriff auf die riesige Datenbank der chinesischen Regierung, in der hunderte Millionen Gesichter abgespeichert sind.

Junge Spieler werden geblockt

Somit können nicht nur die Identitäten der Spieler festgestellt werden, sondern eben auch deren Alter. Und das hat Konsequenzen, wie Business Insider schreibt. Spielern, die noch keine 18 Jahre alt sind, werden pro Tag nämlich lediglich zwei Stunden Zeit zum Zocken gegönnt. Solche Gamer, die jünger als zwölf Jahre alt sind, haben gar nur eine Stunde pro Tag Zugriff auf die beliebten Games.

Das Unternehmen setzt KI ein, um das Spielverhalten der Gamer zu überwachen und will so bald in der Lage sein auch solche Spieler zu entdecken, die mit falschen Informationen versuchen, das System zu umgehen.

Kinder werden kreativ

Um nicht den Zugang zu ihren Lieblingsspielen zu verlieren, werden junge Spieler nun kreativ. So sollen sie beispielsweise versuchen, schlafende Verwandte, die über 18 Jahre alt sind, zu fotografieren, um den Restriktionen entgehen zu können. Auch sollen Kinder sich an der Hotline des Spieleherstellers bereits als ihre eigene Großeltern ausgegeben haben, um die Sperre eines geliebten Spiels aufzuheben.

Überwachung überall

Die Überwachung der chinesischen Regierung dringt in immer mehr Bereiche der Bürger vor. Das Land perfektioniert seinen Überwachungsstaat auch bei seinem Militär und schreckt auch nicht davor zurück, die Überwachung im Klassenzimmer stattfinden zu lassen.

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