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Nach Fortnite-Erfolg: Epic greift mit Android-Plattform den Play Store an

Mit einer eigenen Plattform für Android-Spiele könnte Epic dem Play Store Konkurrenz machen.
Mit einer eigenen Plattform für Android-Spiele könnte Epic dem Play Store Konkurrenz machen.
Foto: Epic Games
Mit einer eigenen Plattform für Android-Spiele will das Softwareunternehmen Epic Games Googles Play Store Konkurrenz machen.

Der US-amerikanische Spieleentwickler Epic Games wurde vor nun beinahe 28 Jahren gegründet. 1999 kam mit "Unreal Tournament" ein wesentlicher Erfolg für das Unternehmen, seitdem ließ es jedoch nur wenig von sich hören. Seit es mit dem Hit-Game "Fortnite" 2017 erneut auf den Plan trat, scheinen sich seine Erfolge nur so aneinanderzureihen. Der neueste Coup: eine eigene Plattform für Android-Spiele.

Erst Steam, nun der Play Store

Bereits auf dem Desktop konnte Epic einige Erfolge feiern: Mit "Fortnite" und dem "Battle Royal"-Modus schloss sich der Entwickler zunächst dem Konzept von "Playerunknown's Battlegrounds" (PUBG) an, ließ seinen Vorgänger jedoch bereits nach kurzer Zeit hinter sich. Mit der eigenen Epic-Plattform, auf der sich neben anderen Games auch "Unreal Tournament" wiederfindet, trat das Unternehmen außerdem in direkte Konkurrenz mit Steam, der Plattform des Entwicklers Valve.

Mit der eigenen Version fürs Smartphone könnte Epic Games nun auch mit dem Google Play Store rivalisieren. Zwar hatte die Fortnite-App zunächst mit massiven Sicherheitslücken zu kämpfen, mittlerweile scheint sie sich jedoch so weit entwickelt zu haben, dass man mit ihr eine ernstzunehmende Konkurrenz aufbauen kann.

Video: "Fortnite Battle Royale" (Gameplay Trailer)

Epic Games schafft sich Grundlagen

Die Ursache für die Sicherheitslücke war mitunter die Umgehung des Play Stores. So hat Epic Games seine Version auf der eigenen Seite zum Download bereitgestellt. Wie The Wall Street Journal berichtet, begründete Epic dies mit den Abgaben, die Google ebenso wie Apple von seinen Entwicklern verlangt. Satte 30 Prozent müssen diese nämlich beim Vertrieb ihrer Apps über die herkömmlichen Stores abdrücken.

Im Gegensatz zu den Ansprüchen der großen Plattformen verlangt die neue Android-Konkurrenz von ihren App-Anbietern lediglich zwölf Prozent. Auch eine Basis hat sich das Unternehmen bereits schaffen können: Mit mehr als 125 Millionen Fortnite-Gamern könnte der Store sich schnell zu einer neuen Größe aufschwingen. Zuletzt konnte Fortnite-Gamer Ninja einen neuen Rekord aufstellen und erneut für Publicity um das Spiel sorgen. Auch der finanzielle Start dürfte bei den enormen Geldsummen, die Epic einstreicht, kein Problem darstellen.

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