Meinung 

Europas Rolle in der Technologiewelt von morgen

Es gilt, Abhängigkeiten zu reduzieren.
Es gilt, Abhängigkeiten zu reduzieren.
Foto: imago/Ralph Peters
Die Möglichkeiten der Cyberspionage entwickeln sich mit der Digitalisierung und neuen Technologien rasant. Doch wo steht Europa in diesem Rennen? Ein Kommentar.

Auch wenn es von allen Seiten dementiert wird: Überrascht von den chinesischen Spionage-Chips bei US-Unternehmen zeigte sich kein Experte. Dass China seine Stellung als einer der weltweit wichtigsten Hardware-Produzenten auch für militärische Zwecke nutzt, liegt für viele einfach auf der Hand. In den USA passiert Ähnliches: 2015 kam ans Licht, dass der Geheimdienst NSA die Firmware von Festplatten, die von US-Unternehmen produziert werden, zu Spionagezwecken manipuliert hat.

Global Player in der Technologiewelt von morgen

In Europa wird man zwar auch künftig nicht völlig auf chinesische Chips und amerikanische Software und Festplatten verzichten können. Es gilt aber, Abhängigkeiten zu reduzieren. Gleichzeitig muss verhindert werden, dass die besten Köpfe des Feldes samt Know-how auswandern. Trotz aller Bemühungen von Politik und Unternehmen wandern immer noch viele junge Talente in Richtung Silicon Valley ab.

Wie schon der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel im Rahmen der diesjährigen Innovationskonferenz DLD in München forderte, führt kein Weg daran vorbei, dass Europa ein global Player in der Technologiewelt von morgen werden müsse. Das wird nicht billig, auch deswegen, weil in den letzten Jahren viel verschlafen wurde. Die aktuellen Entwicklungen zeigen aber einmal mehr, wie dringend dieser Schritt dennoch notwendig ist – besonders im Hinblick auf Security. Europäische IT-Sicherheit kann nur hausgemacht sein.

Dieser Artikel erschien zuerst bei futurezone.at.

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