Rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland befürchten zur Bundestagswahl laut einer aktuellen Umfrage Manipulationen und Cyber-Angriffe. Am meisten Sorgen bereiten demnach die Verbreitung von gefälschten Nachrichten (Fake News) mit 33 Prozent und eine Manipulation der Stimmenauszählung mit 25 Prozent, ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag von Microsoft.

Netzfreiheit versus Cyberkriminalität

Michael Kranawetter, Sicherheitsexperte bei Microsoft Deutschland, betonte, dass sich die Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst seien. Auf globaler Ebene plädierte er für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit von Regierungsorganisationen. „Wir brauchen auf globaler Ebene digitale Normen zur Cybersicherheit.“

In der Umfrage, für die das Meinungsforschungsinstitut YouGov mehr als 2000 Wahlberechtigte aller Altersklassen befragte, stimmten dem allerdings nur 42 Prozent zu. Ebenso viele Befragte hielten eine überstaatliche Konvention für Grundregeln im Netz nicht für geeignet, Cyberangriffe einzudämmen.

Internet-Nutzer müssen mehr Verantwortung zeigen

Die Umfrage zufolge sehen mehr als zwei Drittel (69 Prozent) bei der Sicherheit im Internet Technologie-Unternehmen in der Verantwortung, aber auch die Nutzer selbst (61 Prozent). Die Nutzer müssten sich der Gefahren stärker bewusst werden und ihre Systeme auf dem aktuellen Stand halten, betonte Kranawetter. „Sonst kämpfen sie mit Werkzeugen aus der Vergangenheit gegen die Probleme der Gegenwart.“

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