Auf das britische Parlament ist eine Cyber-Attacke verübt worden. Das bestätigte ein Pressesprecher des Parlaments am Samstagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur in London. Er wollte allerdings keine Angaben machen, zu welchen Informationen die bisher unbekannten Täter Zugang bekommen haben könnten.

Laut der BBC soll es Versuche gegeben haben, Zugang zu Benutzerkonten des Parlaments zu bekommen. Im Fokus standen demnach Abgeordnete mit schwachen Passwörtern. Laut Quellen im Parlament sei der Angriff erfolgreich abgewehrt worden, man bleibe aber wachsam. Zwischenzeitlich wurde der komplette Netzwerkzugang der Parlamentscomputer deaktiviert. Parlamentarier hätten laut dem Guardian temporär keinen Zugang zu ihren E-Mails gehabt.

Hacker verkaufen Passwörter von Abgeordneten

In den vergangenen Tagen hatte es vage Berichte in britischen Medien gegeben, dass Hacker online Passwörter von Abgeordneten zum Verkauf anbieten. Das bestätigte auch International Trade Secretary Liam Fox. Gegenüber ITV News erklärte er, der Angriff sei eine Warnung an alle, dass wir bessere Sicherheitsvorkehrungen und bessere Passwörter brauchen. “Man würde seine Haustür nachts auch nicht offen lassen”, so Fox.

Mit Humor genommen

Der Politiker Henry Smith von den Konservativen nahm die Störungen mit Humor: „Wir haben eine Cyber-Attacke von (Nordkoreas Machthaber) Kim Jong Un, (des russischen Präsidenten Wladimir) Putin oder einem Kind im Keller seiner Mutter“, twitterte er.

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