Donald Trump hat scheinbar hilfreich eingegriffen, nachdem der Visa-Antrag eines Roboter-Teams aus Afghanistan von Homeland Security abgewiesen wurde. Die Mädchengruppe wollte in den USA an der First Global Challenge teilnehmen, einem Robotik-Wettbewerb, der jährlich veranstaltet wird, um Jugendlichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik näher zu bringen.

Trump insistierte angeblich auf einer Lösung

Der US-Präsident soll Beamte der nationalen Sicherheit persönlich darauf gedrängt haben, die Einreise der sechs Teenager zu ermöglichen. Diese verständigten sich später auf einen Aufenthalt „auf Bewährung“. Eine Erlaubnis dieser Art ist kein Visum und wird nur unter außergewöhnlichen Umständen, die der „Gemeinnützigkeit“ dienen, erteilt.

Aufgrund der ursprünglichen Ablehnung hatte sich das afghanische Team bereits darauf eingestellt, via Skype an dem Wettbewerb teilzunehmen. Jetzt sind dagegen alle 163 Teams aus insgesamt 157 Ländern in der Lage, persönlich dabei zu sein.

Einreiseverbot betrifft Afghanistan eigentlich nicht

Auch wenn Afghanistan nicht unter Trumps Einreiseverbot fällt, ist es für Staatsbürger nahezu unmöglich, ein Visum zu bekommen. Im April 2017 wurden nur 32 Stück ausgegeben, ein äußerst geringer Bruchteil im Vergleich zu knapp 1.500 Visa für das Nachbarland Pakistan. Auf der anderen Seite erhielten Teams aus Syrien, dem Sudan und Iran, also aus Ländern, die zu den vom Verbot betroffenen Staaten gehören, eine Teilnahmeerlaubnis.

Blockade zum Teil vom obersten Gerichtshof aufgehoben

Das Einreiseverbot des Weißen Hauses war wieder in Kraft getreten, nachdem der oberste Gerichtshof dessen Blockierung Ende Juni 2017 teilweise aufgehoben hatte.

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