Der Vizepräsident der EU-Kommission, Andrus Ansip, sprach von einer „ausgezeichneten Neuigkeit für die Konsumenten“. Ansip sagte, „heute beenden wir die ungerechtfertigte Diskriminierung beim Online-Shopping“. Mit den neuen Regeln könnten die Europäer wählen, von welcher Website sie etwas kaufen wollen, ohne blockiert oder umgeleitet zu werden.

Konkret bedeutet die Einigung, dass für Konsumenten neue elektronische Güter, das Mieten eines Autos oder der Kauf von Konzertkarten grenzüberschreitend möglich ist, so als ob man es im eigenen Land macht. Es werde damit keine Hürden geben, wie die Aufforderung mit einer in einem anderen Land ausgestellten Kreditkarte zu bezahlen.

— EU Council (@EUCouncil) November 28, 2016

Konkret bedeutet die Einigung, dass für Konsumenten neue elektronische Güter, das Mieten eines Autos oder der Kauf von Konzertkarten grenzüberschreitend möglich ist, so als ob man es im eigenen Land macht. Es werde damit keine Hürden geben, wie die Aufforderung mit einer in einem anderen Land ausgestellten Kreditkarte zu bezahlen.

Als ein Beispiel nannte die Brüsseler Behörde den Fall eines belgischen Kunden, der über eine deutsche Website einen günstigen Kühlschrank erwerben will. Ihm darf der Kauf künftig nicht mehr verweigert werden. Stattdessen muss der Händler dem ausländischen Kunden die Möglichkeit anbieten, das Produkt abzuholen oder den Transport zu organisieren – wenn er es nicht selbst ins Ausland schicken will.

Zudem wird es zum Beispiel Freizeitparks wie Disneyland Paris nicht mehr erlaubt sein, deutsche Kunden dazu zu zwingen, ihre Eintrittskarten auf der deutschen Website des Unternehmens zu kaufen. So könnten diese künftig zum Beispiel auf der französischen Website ihre Tickets erwerben, wenn diese dort günstiger sind.

Für Geschäftsleute bringe die neue Regelung auch ein Mehr an Sicherheit über die Grenzen hinweg.

Verbot gilt auch für Streaming

Eine Ausnahme bilden allerdings nach wie vor urheberrechtlich geschützte Werke wie E-Books und Streaming-Inhalte von Spotify, Netflix und Co. Kunden haben demnach im Ausland weiterhin keinen Zugriff auf ihr eigenes Abo und müssen die Konditionen und Inhalte des jeweiligen Landes akzeptieren. Die tschechische EU-Abgeordnete Dita Charanzova bemängelte dies in einem Tweet:

EU-Abgeordnete hatten eigentlich für eine Aufhebung der Sperren beim Streaming plädiert, offenbar gab es aber Widerstand der EU-Kommission.

— Dita Charanzová (@charanzova) November 20, 2017

EU-Abgeordnete hatten eigentlich für eine Aufhebung der Sperren beim Streaming plädiert, offenbar gab es aber Widerstand der EU-Kommission.

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