Facebook-Nutzer, die den AGB zustimmen, erteilen dem Online-Netzwerk weitreichende Rechte.

Facebook

darf etwa mit

Profilbildern

darf etwa mit

Profilbildern

und persönlichen Informationen Werbung machen, die Daten der Nutzer für die Weiterentwicklung seines Produkts analysieren, sie in die

USA

und persönlichen Informationen Werbung machen, die Daten der Nutzer für die Weiterentwicklung seines Produkts analysieren, sie in die

USA

weiterleiten und auch an Strafverfolgungsbehörden weitergeben. Die Nutzer willigen auch ein, bei der Nutzung des Dienstes ihren Klarnamen anzugeben und verzichten auf die Löschung geteilter Informationen.

Dem Großteil der Nutzer ist dies aber gar nicht bewusst, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Staats und Verwaltungsrecht der

weiterleiten und auch an Strafverfolgungsbehörden weitergeben. Die Nutzer willigen auch ein, bei der Nutzung des Dienstes ihren Klarnamen anzugeben und verzichten auf die Löschung geteilter Informationen.

Dem Großteil der Nutzer ist dies aber gar nicht bewusst, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Staats und Verwaltungsrecht der

Universität Wien

zeigt, für die rund 1.000 Nutzer des Online-Netzwerkes zwischen 14 und 70 Jahren befragt wurden.

Fragwürdige Bestimmungen

„Von einer informierten Einwilligung kann in der Praxis keine Rede sein“, sagt Studienautor

zeigt, für die rund 1.000 Nutzer des Online-Netzwerkes zwischen 14 und 70 Jahren befragt wurden.

Fragwürdige Bestimmungen

„Von einer informierten Einwilligung kann in der Praxis keine Rede sein“, sagt Studienautor

Robert Rothmann

. 99 Prozent der Befragten hätten nicht darüber Bescheid gewusst, dass sie in alle datenschutzrelevanten

Klauseln

. 99 Prozent der Befragten hätten nicht darüber Bescheid gewusst, dass sie in alle datenschutzrelevanten

Klauseln

, die ihnen vorgelegt wurden, eingewilligt hätten. Lediglich drei Prozent würden auch dies tatsächlich tun, wenn sie die Wahl hätten,

Facebook

, die ihnen vorgelegt wurden, eingewilligt hätten. Lediglich drei Prozent würden auch dies tatsächlich tun, wenn sie die Wahl hätten,

Facebook

auch ohne die für sie fragwürdigen Bestimmungen zu nutzen.

Besonders hoch ist die Ablehnung mit jeweils weit über 80 Prozent bei der Verwendung des eigenen

auch ohne die für sie fragwürdigen Bestimmungen zu nutzen.

Besonders hoch ist die Ablehnung mit jeweils weit über 80 Prozent bei der Verwendung des eigenen

Profilbildes

für Werbeanzeigen, sogenannte Social Ads, der Datenweiterleitung in die

USA

für Werbeanzeigen, sogenannte Social Ads, der Datenweiterleitung in die

USA

und beim Verzicht auf die Löschung von geteilten Inhalten. Mit der Klarnamenpflicht haben im Vergleich dazu „nur“ 53 Prozent der Nutzer Probleme.

Optionslose Nutzer

Die Studie bestätige, dass Facebook-Nutzer sich nicht ausreichend über die Nutzung ihrer Daten informiert fühlen und personalisierter Werbung sehr kritisch gegenüberstehen würden, sagt

und beim Verzicht auf die Löschung von geteilten Inhalten. Mit der Klarnamenpflicht haben im Vergleich dazu „nur“ 53 Prozent der Nutzer Probleme.

Optionslose Nutzer

Die Studie bestätige, dass Facebook-Nutzer sich nicht ausreichend über die Nutzung ihrer Daten informiert fühlen und personalisierter Werbung sehr kritisch gegenüberstehen würden, sagt

Christian Fuchs

, Professor für Social Media an der

University of Westminster

, Professor für Social Media an der

University of Westminster

in

London

in

London

, der an der Studie beteiligt war. Bei der Einwilligung der Nutzer zu den

, der an der Studie beteiligt war. Bei der Einwilligung der Nutzer zu den

AGBs

handle es sich um eine reine Schein-Zustimmung. Die Nutzer hätten eigentlich keine Mitsprache, seien nicht adäquat informiert und hätten auch nicht ausreichend Optionen zur Auswahl.

Einwilligungs- und Willenserklärung

Dass nur wenige Nutzer wissen, welche Rechte sie

handle es sich um eine reine Schein-Zustimmung. Die Nutzer hätten eigentlich keine Mitsprache, seien nicht adäquat informiert und hätten auch nicht ausreichend Optionen zur Auswahl.

Einwilligungs- und Willenserklärung

Dass nur wenige Nutzer wissen, welche Rechte sie

Facebook

überantwortet haben, liegt vor allem daran, dass kaum jemand die Nutzungsbedingungen tatsächlich gelesen hat. 78 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei ihrer Registrierung die

überantwortet haben, liegt vor allem daran, dass kaum jemand die Nutzungsbedingungen tatsächlich gelesen hat. 78 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bei ihrer Registrierung die

AGBs

nicht gelesen oder lediglich überflogen hätten. Als Gründe dafür wurden unter anderem die Textlänge, der nötige Zeitaufwand und die Unverständlichkeit des Geschriebenen angegeben.

An der Gültigkeit der

nicht gelesen oder lediglich überflogen hätten. Als Gründe dafür wurden unter anderem die Textlänge, der nötige Zeitaufwand und die Unverständlichkeit des Geschriebenen angegeben.

An der Gültigkeit der

AGBs

ändert das nichts. Bei der Registrierung bei dem Netzwerk finde nach herkömmlicher Rechtsauffassung sowohl die datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung als auch die klassische zivilrechtliche Willenserklärung statt. „Es ist egal, ob die

ändert das nichts. Bei der Registrierung bei dem Netzwerk finde nach herkömmlicher Rechtsauffassung sowohl die datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung als auch die klassische zivilrechtliche Willenserklärung statt. „Es ist egal, ob die

AGBs

gelesen werden, es reicht, dass man sich anmeldet“, sagt

Rothmann

gelesen werden, es reicht, dass man sich anmeldet“, sagt

Rothmann

: „Wie der Verbraucher die Nutzungsbedingungen wahrnimmt, ist irrelevant.“

Mit der Studie habe man überprüfen wollen, wie die Einwilligung der Nutzer zu den

: „Wie der Verbraucher die Nutzungsbedingungen wahrnimmt, ist irrelevant.“

Mit der Studie habe man überprüfen wollen, wie die Einwilligung der Nutzer zu den

AGBs

in der Praxis funktioniere, erläutert der Wissenschaftler. Die tatsächliche Qualität der Einwilligung sei „beachtlich gering“.

Dehnbare Definitionen

Dass die neuen EU-Datenschutzregeln, die ab Ende Mai durchgesetzt werden, etwas daran ändern werden, bezweifelt

in der Praxis funktioniere, erläutert der Wissenschaftler. Die tatsächliche Qualität der Einwilligung sei „beachtlich gering“.

Dehnbare Definitionen

Dass die neuen EU-Datenschutzregeln, die ab Ende Mai durchgesetzt werden, etwas daran ändern werden, bezweifelt

Rothmann

. Es habe sich nicht so viel getan. Wirklich neu seien lediglich die Höhe der Strafen bei Datenschutzverstößen und das

. Es habe sich nicht so viel getan. Wirklich neu seien lediglich die Höhe der Strafen bei Datenschutzverstößen und das

Koppelungsverbot

. Das heißt, dass etwa

Facebook

. Das heißt, dass etwa

Facebook

die Nutzung seines Dienstes nicht an die Einwilligung zu weiteren Datenverarbeitungsprozessen abhängig machen dürfe.

Eine vertragliche Hauptleistung lasse sich allerdings sehr weit definieren, gibt der Rechtssoziologe zu bedenken. So könne

die Nutzung seines Dienstes nicht an die Einwilligung zu weiteren Datenverarbeitungsprozessen abhängig machen dürfe.

Eine vertragliche Hauptleistung lasse sich allerdings sehr weit definieren, gibt der Rechtssoziologe zu bedenken. So könne

Facebook

etwa durchaus argumentieren, dass die Nutzung von

Profilbildern

etwa durchaus argumentieren, dass die Nutzung von

Profilbildern

und Nutzerinhalten für Werbung durchaus Teil des Dienstes sei:
„Je weiter die Definition, desto eher kann das

und Nutzerinhalten für Werbung durchaus Teil des Dienstes sei:
„Je weiter die Definition, desto eher kann das

Koppelungsverbot

umgangen werden.“ Das Recht sei sehr dehnbar, meint

Rothmann

umgangen werden.“ Das Recht sei sehr dehnbar, meint

Rothmann

: „Wenn die ersten Fälle von den Höchstgerichten entschieden werden, wird man sehen, was die Datenschutzgrundverordnung kann.“

Kommerz mit Persönlichkeitsrechten

Strengere Regulierung der Unternehmen oder verbesserte Aufklärung der Verbraucher, könnte die Situation verbessern, meint

: „Wenn die ersten Fälle von den Höchstgerichten entschieden werden, wird man sehen, was die Datenschutzgrundverordnung kann.“

Kommerz mit Persönlichkeitsrechten

Strengere Regulierung der Unternehmen oder verbesserte Aufklärung der Verbraucher, könnte die Situation verbessern, meint

Rothmann

. Verbraucher seien aber schon heute überfordert und im Falle von Klagen in einer „extrem unterlegenen Position“, gibt der Rechtssoziologe zu bedenken. Bei der Regulierung sei neben einer strengen Durchsetzung von Datenschutzregeln etwa die Einführung von Datenschutz-Labels ähnlich der Kennzeichnung von Nahrungsmitteln denkbar.

Das eigentliche Problem liege viel tiefer, meint

. Verbraucher seien aber schon heute überfordert und im Falle von Klagen in einer „extrem unterlegenen Position“, gibt der Rechtssoziologe zu bedenken. Bei der Regulierung sei neben einer strengen Durchsetzung von Datenschutzregeln etwa die Einführung von Datenschutz-Labels ähnlich der Kennzeichnung von Nahrungsmitteln denkbar.

Das eigentliche Problem liege viel tiefer, meint

Rothmann

. Es bestehe darin, dass Persönlichkeitsrechte mit dem Aufkommen von Massengeschäften zunehmend Einzug in

. Es bestehe darin, dass Persönlichkeitsrechte mit dem Aufkommen von Massengeschäften zunehmend Einzug in

AGBs

gehalten hätten. „Sie wurden kommerzialisiert.“ Dadurch, dass personenbezogene Daten Teil von Geschäftsmodellen geworden seien, habe sich das Problem verschärft: „Wenn ich mir ein Smartphone kaufe, muss ich schon beim Aufsetzen zehn

gehalten hätten. „Sie wurden kommerzialisiert.“ Dadurch, dass personenbezogene Daten Teil von Geschäftsmodellen geworden seien, habe sich das Problem verschärft: „Wenn ich mir ein Smartphone kaufe, muss ich schon beim Aufsetzen zehn

AGBs

akzeptieren. Und das ist erst der Anfang.

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akzeptieren. Und das ist erst der Anfang.

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Mehr Informationen zum Thema Facebook:

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„Wenn man zu allem Nein sage, bestehe die Gefahr, dass man nicht mehr vollwertig am gesellschaftlichen Leben partizipieren könne. Das Problem könne auch nicht auf

Facebook

reduziert werden: „Es bringt nichts, das isoliert zu diskutieren. Es ist ein strukturelles Problem.“ Es brauche jedenfalls Alternativen zu

Facebook

reduziert werden: „Es bringt nichts, das isoliert zu diskutieren. Es ist ein strukturelles Problem.“ Es brauche jedenfalls Alternativen zu

Facebook

, meint Social-Media-Professor

Fuchs

, meint Social-Media-Professor

Fuchs

: „Nämlich öffentlich-rechtliche und gemeingutbasierte soziale Medien.“

Dieser Artikel erschien zuerst bei futurezone.at.

: „Nämlich öffentlich-rechtliche und gemeingutbasierte soziale Medien.“

Dieser Artikel erschien zuerst bei futurezone.at.

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