Netzpolitik 

Verbraucherschützer kritisieren neue IoT-Entscheidung der EU

Der Verbraucherschutz fordert von der EU eine striktere Reulierung in Sachen IoT.
Der Verbraucherschutz fordert von der EU eine striktere Reulierung in Sachen IoT.
Foto: imago / Westend61
Die EU-Staaten haben sich auf ein neues Konzept für die Sicherheit im Bereich des Internets der Dinge geeinigt.

Die EU-Staaten wollen mit neuen Zertifikaten die Sicherheit vernetzter Geräte erhöhen. Von Verbraucherschützern gibt es Kritik. Die Zertifikate sollen auf technische Prozesse, Produkte und Dienstleistungen wie digital vernetzte Autos oder Medizintechnik ausgestellt werden können und in der gesamten Staatengemeinschaft gültig sein. Darauf verständigten sich die zuständigen Minister der EU-Länder am Freitag in Brüssel.

Verbraucherschutz

Verbraucherschützer kritisierten, dass die Zertifizierung auf freiwilliger Basis erfolgen solle. „Das ist eine vertane Chance“, sagte die Chefin des europäischen Verbraucherschutzverbands Beuc, Monique Goyens. Ohne verbindliche Anforderungen könnten Hersteller weiter digital vernetzte Produkte verkaufen, denen grundlegende Sicherheitsstandards fehlen.

Der Digitalverband Business Europe beklagte hingegen, dass die einzelnen Länder noch immer die Möglichkeit hätten, bestimmte Vorgaben verpflichtend zu machen.

Einigung auf eine gemeinsame Position

Die EU-Minister einigten sich auch darauf, dass die EU-Agentur für Netz- und Informationssicherheit, ENISA, ein stärkeres Mandat bekommen und zur Agentur für Cybersicherheit umgewandelt werden soll. Als neue Agentur soll ENISA künftig unter anderem die EU-Staaten in Sachen Cybersicherheit beraten. Als nächstes müssen sich die EU-Ländern nun mit dem Europaparlament auf eine gemeinsame Position einigen.

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