Neuland war gestern: Im deutschen „Zentrum Cyber-Operation“ warten die Hacker der Bundeswehr nur darauf, zu zeigen, dass sie ihr Land im Falle eines Cyberangriffs verteidigen und zurückschlagen können. Jeder kennt Bilder von bis an die Zähne – mit mehr oder weniger effektiven Waffen – bestückten Soldaten. Doch im Informationszeitalter sind es Hacker und IT-Spezialisten, die im Falle des Falles die Verantwortung tragen.

Uneinigkeit der Politik

Bislang wurde lediglich im Planspiel getestet, wozu die 100-Mann-starke Truppe des Zentrums Cyber-Operationen in der Lage wäre. Hierbei werden die Hacker im Dienste der Bundeswehr auf Ernstfälle vorbereitet und können sich mittlerweile mit Fähigkeiten schmücken, die einen „essentiellen Beitrag zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge“ darstellen, wie das Verteidigungsministerium beschreibt.

Wie der Spiegel berichtet, ist das auch der Grund dafür, dass man plant, die Einheit um satte 200 Spezialisten auszubauen. Wenngleich in der Politik noch Uneinigkeit bezüglich der Gegenschläge besteht, zu deren Ausführung die Einheit durchaus im Stande wäre, betont das Ministerium die Gefahr, die von Quantencomputern und ihrem Potential herrührt. Vor allem für den Banksektor oder im öffentlichen Verkehr zu Boden und in der Luft stelle dieses Potential eine „fundamentale Bedrohung“ dar.

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„Hackback“ des Cyberkommandos

Wie Heise online berichtet, verfolgt die Bundeswehr verschiedene Projekte im „Cyber- und Informationsraum“, die bereits innerhalb der folgenden zwei Jahre ihren vollen Wirkbetrieb aufnehmen sollen. Hierbei spielen auch Blockchain-Technologien eine Rolle, die in den vergangenen Jahren immer weiter in den Blick der Öffentlichkeit gerückt sind.

Gegenschläge, sogenannte „Hackbacks“, sollen durch die Fähigkeiten des Cyberkommandos der Bundeswehr sowie neue Technologien sollen laut einer Erläuterung des Verteidigungsministeriums abschrecken. So müsse ein Aggressor diese Abschreckung direkt nach der gelungenen Identifizierung seiner Identität zu spüren bekommen. Diese Hackbacks seien zudem nicht zwingend auf den digitalen Bereich beschränkt.

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