Netzpolitik 

Schüler, passt auf, wenn ihr Fotos aus dem Netz fürs Referat verwendet

Auch dass Schulen nicht profitorientiert sind, ist für das Gericht irrelevant.
Auch dass Schulen nicht profitorientiert sind, ist für das Gericht irrelevant.
Foto: Pexels
Auch Schüler und Schulen müssen aufpassen, wie sie Bilder aus dem Internet verwenden. Darüber dürfte sich besonders ein Lehrer freuen.

Schüler sollten Acht darauf geben, welche Fotos sie aus dem Internet verwenden und welchen Fotocredit sie dabei angeben. Denn auch für sie gilt ein jüngstes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH).

Abgesehen von klar definierten Ausnahmen stellt demnach jede Nutzung eines Werks durch einen Dritten ohne eine vorherige Zustimmung eine Urheberrechtsverletzung dar, urteilte der EuGH am Dienstag in Luxemburg. Dabei spiele es keine Rolle, ob das Werk von einer anderen Internetseite problemlos herunterzuladen sei oder nicht. Auch der schulische Kontext und die nicht vorhandene Gewinnerzielungsabsicht sind demnach irrelevant.

Hintergrund: Lehrer, Schüler, Córdoba

Hintergrund des EuGH-Urteils war ein Streitfall aus Deutschland. Ein Berufsfotograf hatte das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Waltrop auf Unterlassung und 400 Euro Schadenersatz verklagt, weil auf der Internetseite der Gesamtschule Waltrop ein von ihm aufgenommenes Foto der spanischen Stadt Córdoba erschien. Eine Schülerin hatte das Bild von der Seite eines Online-Reisemagazins kopiert, wo es ohne Angaben zum Urheber stand.

Der Fotograf argumentierte, er habe nur dem Reisemagazin ein einfaches Nutzungsrecht überlassen. Die Nutzung auf der Schul-Website ohne seine Zustimmung verletze seine Rechte. Zur Klärung des Fall hatte der Bundesgerichtshof den EuGH um Auslegung der europäischen Urheberrechtsrichtlinie gebeten. Der BGH dürfte nun im Sinne des Fotografen entscheiden.

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