Netzpolitik 

Rekord! Petition gegen Urheberrechtsreform knackt die 4 Millionen

Die Kampagne von SaveTheInternet hat bereits mehr als 4 Millionen Unterzeichner für sich gewonnen.
Die Kampagne von SaveTheInternet hat bereits mehr als 4 Millionen Unterzeichner für sich gewonnen.
Foto: SaveTheInternet
Eine Online-Petition gegen die neue Urheberrechtsreform der EU hat mittlerweile mehr als vier Millionen Unterschriften für sich gewinnen können.

Die Petition "Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet!" der Initiative SaveTheInternet hat mittlerweile mehr als vier Millionen Unterzeichner für sich gewonnen. Damit erreicht sie jedoch nicht nur ein weiteres Zwischenziel auf ihrem Siegeszug gegen die Urheberrechtsreform im digitalen Binnenmarkt der EU auf, sondern bricht zudem einen neun Rekord.

STI stellt größte europäische Kampagne auf die Beine

Mit ihren über vier Millionen Unterstützern hat die Petition mehr Unterschriften sammeln können, als es irgendeiner europäischen auf change.org bislang gelungen ist. Wie die Plattform selbst erklärt, wird der neue Stand am Mittwoch erneut der treibenden Kraft hinter der Reform, Axel Voss, sowie weiteren Abgeordneten übergeben.

"Die Urheberrechtsindustrie hat zusammen mit den großen Medienkonzernen ein Lobbygesetz auf den Weg gebracht. Auf der anderen Seite steht beispielsweise Google, ebenfalls mit großem finanziellen Interesse. Unsere Petition zeigt aber, wie groß auch das Interesse des normalen Nutzers ist, der in diesem Prozess viel zu wenig beachtet wurde. Wir sind die Lobby des normalen Nutzers“, erklärt Dominic Kis, Pressesprecher der Initiative.

Wenn "Recht" zur Zensur wird

Mit der Reform des "Urheberrecht[s] im digitalen Binnenmarkt" der EU gehen zwei Artikel einher, die einen wesentlichen Teil der Kritik auf sich ziehen: die Artikel 11 und 13. Während der erste von ihnen versucht, das Leistungsshutzrecht durchzubringen, ein Gesetz, das schon wiederholt gescheitert ist, befasst sich der andere mit den sogenannten "Upload-Filtern".

Im Entwurf selbst noch als "Inhaltserkennungstechnologien" beschrieben, sollen sie dafür sorgen, dass Inhalte, die dem Urheberrecht widersprechen nicht hochgeladen werden können. Dies Betrifft Bilder, Videos und Audiomaterial, aber auch Zitate, Text-Snippets und weiteres. Was du alles zur neuen Richtlinie, der Abstimmung sowie den resultierenden Konsequenzen wissen musst, erfährst du hier.

Übrigens verraten wir dir auch, was das Inkrafttreten des Artikel 13 für YouTube bedeutet.

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