Netzpolitik 

Bye bye, du ewige Vertragslaufzeit! Die Bundesregierung will lange Handyverträge abschaffen

Lange Handyverträge könnten der Vergangenheit angehören: Die Bundesregierung will lange Vertragslaufzeiten verbieten.
Lange Handyverträge könnten der Vergangenheit angehören: Die Bundesregierung will lange Vertragslaufzeiten verbieten.
Foto: Pixabay
Die Justizministerin Barley plant, gegen versteckte Kosten etwa bei Handy- oder Festnetzverträgen vorzugehen. Vertragslaufzeiten sollen zukünftig eine maximale Dauer erhalten.

Mobilfunkverträge mit einer Laufzeit von beispielsweise zwei Jahren sind derzeit noch eine Normalität auf dem deutschen Markt. Die SPD und die Union wollen nun jedoch gegen solche Langzeitverträge vorgehen: Bundesjustizministerin Katarina Barley will die Laufzeit von solchen Verträgen massiv begrenzen – und zwar auf höchstens ein Jahr.

Lange Vertragslaufzeiten gehören der Vergangenheit an

Das geplante Verbot langer Vertragslaufzeiten, spezieller von Zweijahresverträgen, ist demnach Teil eines Pakets, mit dem Barley die Menschen vor möglichen Kostenfallen schützen will. Das Vorhaben richtet sich übrigens auch gegen unerlaubte Telefonwerbung und hohe Inkassokosten. Betroffen von ebendiesem Vorhaben sind dabei besonders Verträge für das Handy oder den Festnetzanschluss.

In der Zukunft sollen Vertragsverlängerungen höchstens für einen Zeitraum von drei Monaten möglich sein. Das berichtete nun die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

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Union unterstützt das Vorhaben

Unterstützung erhielt die Ministerin von Seiten der Union: "Dort, wo es – wie zum Beispiel bei Fitness- oder Telefonverträgen – notwendig ist, unterstützen wir Verbesserungen für den Verbraucher", sagte der CDU-Abgeordnete Sebastian Steineke dem Blatt. Das bedeutet: Für Leistungen, die nur einmal jährlich ausgeführt werden, will er den Angaben nach prüfen lassen, ob durch den Vorschlag aus dem Ministerium Nachteile für die Verbraucherinnen und Verbraucher entstehen.

Kritik übte jedoch die FDP; diese befürchtet, dass kürzere Vertragslaufzeiten auch zu höheren Preisen führen werden. "Die Unsicherheit über die Einnahmen werden die Anbieter über heftige Preisaufschläge absichern", sagte Katharina Willkomm, ihres Zeichens verbraucherschutzpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion.

Es wird sich zeigen, ob das Vorhaben des Verbots der Langzeitverträge in die Tat umgesetzt werden kann. Apropos Verträge: Wir verraten dir, wie du dein Sky-Abo kündigst – und dabei auch noch Geld sparst.

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