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Gefährlicher Verlust von F-35-Jet: Wettlauf gegen die Zeit beginnt

Der US-Kampfjet F-35 ist seit Tagen spurlos verschwunden. Der Wettlauf um die Bergung hat begonnen.
Der US-Kampfjet F-35 ist seit Tagen spurlos verschwunden. Der Wettlauf um die Bergung hat begonnen.
Foto: imago/Kyodo News
Der rätselhafte Fall besorgt das US-Militär. Denn manche Länder würde für Besitz der verlorenen Maschine über Leichen gehen – und hätten damit einen gefährlichen Vorteil.

Vor knapp 9 Tagen verschwand der amerikanische F-35-Kampfjet vor der japanischen Küste vom Radar. Die Suche nach der verschwundenen Maschine blieb bislang erfolglos. Auch von dem Piloten gibt es seither kein Lebenszeichen.

F-35-Kampfjet spurlos verschwunden

Geflogen wurde die Maschine von dem japanischen Pilot Akinori Hosomi. Ein Notsignal hatte er nicht abgesetzt. Nicht zuletzt deshalb bleibt es ein Rätsel, was es mit dem Verschwinden des Kampfjets auf sich hat. Im Rahmen der Rettungsmission stellte die USA den Zerstörer USS Stethem und ein U-2-Aufklärungsflugzeug bereit. Geborgen wurden bisher einzelne Wrackteile, die darauf schließen lassen, dass sich das Flugzeug auf dem Meeresboden befindet.

Laut der Sprecherin des Pazifikkommandos der USA hat die Bergung des verunglückten Piloten oberste Priorität. Für die USA dürfte darüber hinaus aber noch mehr auf dem Spiel stehen.

Wer's findet, ist klar im Vorteil

„Die F-35A ist ein Flugzeug, das viele Geheimnisse enthält, die geschützt werden müssen", sagte Japans Verteidigungsminister Takeshi Iwaya zu einer nationalen Tageszeitung. Die größte Konkurrenz der USA auf geopolitischer Ebene sind derzeit Russland und China: Sollten sie den Kampfjet zuerst bergen, erhalten sie wichtige Insider-Informationen über die technische Ausstattug des Flugzeugs. Das würde ihnen einige Vorteile bei der Entwicklung eigener Kampfjets erbringen.

Da die F-35 mit hoher Wahrscheinlichkeit in japanischen Gewässern abgestürzt ist, ist die Bergung für Russland und China deutlich komplizierter. Die vermutete Absturzstelle wird vom japanischen Verteidigungsministerium überwacht. Bisher soll es noch keine Auffälligkeiten gegeben haben. Der MilitärexperteTom Moore ist sich jedoch sicher: China und Russland würden über Leichen gehen, um an die abgestürzte Maschine zu gelangen.

Google Earth könnte bei der Bergung helfen: Mithilfe des Dienstes konnte schon eine geheime Militärbasis entdeckt werden

Auch über den Einsatz von KI wird in Militärkreisen diskutiert: Bisher erfüllt sie allerdings noch nicht die notwendigen Vorraussetzungen.

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