Netzpolitik 

Angst vor Killer-Robotern? Grenzen für Künstliche Intelligenz gefordert

Künstliche Intelligenz eine Bedrohung für uns? Dieses Risiko wollen die Grünen nicht eingehen.
Künstliche Intelligenz eine Bedrohung für uns? Dieses Risiko wollen die Grünen nicht eingehen.
Foto: iStock/Just_Super
Selbst Forscher können das Verhalten von Künstlichen Intelligenzen nicht immer vorhersagen. Jetzt fordern die Grünen klare Grenzen für die Roboter.

Beim Autofahren, im Haushalt oder der Sprachassistent in unserem Handy: Künstliche Intelligenzen (KI) sind mittlerweile in vielen Bereichen unserer Alltags zu vorzufinden. Genau das ist es, was die Grünen für Grund genug erachten, um den Maschinen klare Grenzen aufzusetzen. Denn so hilfreich die Roboter sind, sie können uns dennoch gefährlich werden.

Klare Grenzen für Künstliche Intelligenz

Diese Forderung der Grünen geht aus einer Beschlussvorlage des Hamburger Justizsenators und aus der derzeit in Lübeck-Travemünde stattfindende Justizministerkonferenz hervor, so berichtet die FAZ. Eine "rote Linie" für Künstliche Intelligenzen wird von den Justizministern der Bundesregierung gefordert. Und diese soll auf EU-Ebene festgelegt werden.

Dabei beziehen sich die Politiker auf Situationen, in denen KIs über den Einsatz von autonomen Waffensystem entscheiden oder Bürgerbewertungen durch den Staat durchführen. Der Grünen-Politiker Till Steffen erklärt, dass Künstliche Intelligenzen, "das Verhalten eines Menschen anhand seines Wohnorts, Nahrung, Besitztümern und Bewegungsprofil deuten und mit bestimmten Anreizen auch lenken" könne. Dadurch sei die freie Entfaltung der Persönlichkeit eingeschränkt. So ein großer Einfluss dürfe KIs gar nicht erst gewährt werden.

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Killer-Roboter: Den Auftrag Menschen zu töten

Zudem sind autonome Waffensysteme ebenfalls schon in der Entwicklung. Sie werden auch "Killer-Roboter" genannt und haben die Aufgabe definierte Personen aufzuspüren. Sie identifizieren diese durch Gesichtserkennung und sollen sie schließlich töten. Eine Konferenz zum Thema autonome Waffensysteme endete im August 2018 in Genf ohne gemeinsame Erklärung. Insbesondere die USA sprach sich gegen eine Regelung aus.

Ob Grenzen durch Künstliche Intelligenzen überschritten werden, ist oft ein Diskussionspunkt: So wird auch darüber diskutiert, ob Transhumanismus, die Tatsache, das Mensch und Maschine verschmelzen, immer noch so abwegig ist. Auch die Frage, ob künstliche Synopsen eher Fortschritt oder Gefahr sind, steht noch im Raum.

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