Netzpolitik 

Schluss mit Geoblocking: So macht Online-Shopping ab sofort mehr Spaß

Do, 04.07.2019, 18.02 Uhr

Schütz dich mit diesen Tricks vor Abzocke im Internet

Beschreibung anzeigen
Seit Dezember solltest du ohne Probleme EU-weit Online-Shopping nutzen können. Doch trotzdem setzen manche Händler immer noch Geoblocking ein.

Wieso soll man sich durch volle Läden wühlen, wenn man beim Online-Shopping ganz gemütlich durch das Sortiment an Produkten stöbern kann? Schade nur, dass viele Online-Händler Geoblocking einsetzen, um ihre Artikel nur regional anzubieten. Dabei legt das EU-Gesetz fest, dass Händler jedem Kunden innerhalb Europas die gleichen Konditionen zu Waren und Dienstleistungen bieten sollen. Daher hast du die Möglichkeit, ungerechtfertiges Geoblocking zu melden.

Geoblocking von Online-Händlern: Das sagt das Gesetz

Im Dezember ist die Verordnung in Kraft getreten. Sie besagt, dass ungerechtfertigtes Geoblock bei grenzüberschreitenden Online-Händlern verboten ist. Daher sollte es dir möglich sein, ohne Bedenken innerhalb Europas online zu shoppen. Stößt du aber trotzdem auf eine solche Sperrung, dann kannst du dies der Bundesnetzagentur melden.

"Wer von einem Händler durch Geoblocking diskriminiert wird, kann sich an uns wenden", betont Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur. Da dem Online-Handel immer mehr Bedeutung zukommt, isst es wichtig allen Kunden in der EU dieselben Optionen zu bieten. Auch das Bezahlen mit einer ausländischen Kreditkarte sollte nicht verwehrt werden.

Beschwerden zu Geoblocking konnten schnell gelöst werden

Bisher gingen auch ohne das Beschwerde-Portal schon einige Kritiken zum Thema Geoblocking bei der Bundesnetzagentur ein. Es bezog sich vor allem auf Bestellungen von elektronischen Geräten, Kleidung und E-Books. Doch auch Branchen wie Automobile, Sport, Freizeitparks oder die Miete von Servern waren bisher nicht von Geoblocking ausgeschlossen.

"All diese Fälle konnten gelöst werden, ohne Maßnahmen ergreifen zu müssen", heißt es bei der Behörde. Es konnte für die User schnell eine Lösung gefunden werden. Anbieter müssen die Bestellung innerhalb der EU ermöglichen, sie sind aber nicht verpflichtet die Artikel außerhalb des Liefergebiets zuzustellen. Der Transport müsste daher vielleicht selbst organisiert weden.

Ausgeschlossen von der Verordnung sind bisher

  • digitale Medien wie E-Books, Musik-Downloads, Filme und PC-Games
  • sowie Streamingdienste
  • und Finanzdienstleister für Privatkunden.
  • Hinzu kommt auch der Verkehrsbereich.

Auch im Bereich von Fernseh- und Radioprogrammen hat die EU die Richtlinien zum Geoblocking gelockert. Geoblocking sollte bei Streamingdiensten ebenfalls verboten sein: Daher solltest du deinen deutschen Netflix-Account auch im Ausland nutzen können.

Zu den Kommentaren

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen