Netzpolitik 

iPhone-Nutzer in Panik: Diese krassen Brexit-Folgen kanntest du sicher noch nicht

Manche Brexit-Folgen waren nicht absehbar, so wie diese.
Manche Brexit-Folgen waren nicht absehbar, so wie diese.
Foto: iStock/Stadtratte
Der Brexit hat Folgen, auch für Handy-Nutzer. Hättest du gedacht, wie schwer es iPhone-Nutzer derzeit haben? Neidisch schauen sie auf Android.

Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist ein einziges Chaos. Jetzt stellt sich heraus, dass sogar Smartphone-Nutzer extrem darunter leiden. Für einige iPhone-Nutzer sind die Brexit-Folgen so gravierend, dass sie gar ihre Existenz bedrohen. Das Problem: Die Brexit-App gibt es nur für Android.

Brexit-Folgen: Jetzt beneiden iPhone-Nutzer Android

Die Entwicklungen seit dem Brexit-Referendum reichen schon an eine Tragödie heran. Allerdings waren die Brexit-Folgen für den Einzelnen wohl seither noch nie so sichtbar wie jetzt. Denn ganze 3,6 Millionen nicht-britische EU-Bürger müssen sich in einem bizarren Verfahren darum "bewerben", im Vereinten Königreich bleiben zu dürfen. Das soll eigentlich ganz leicht per App gehen. Die gibt es allerdings nur für Android.

iPhone-Nutzer gucken deshalb seit geraumer Zeit in die Röhre. Die App "EU Exit: ID Document Check" stammt vom britischen Innenministerium, läuft aber nur auf Android-Handys. Das könnte üble Folgen für die iOS-User haben, deren Aufenthaltsrecht in Großbritannien an den Online-Antrag gebunden ist. Können sie ihn nicht ausfüllen, ist ihre Existenz in dem Land durch den geplanten EU-Austritt bedroht.

Brexit-Problem NFC: Android vor iPhone

In dem Bewerbungsprozess müssen die betroffenen Bürger ihre Identität über in der App gescannte Dokumente wie ihren Reisepass nachweisen. Dabei wird der elektronische Chip in den Pässen per NFC gescannt. Apples NFC-Funktionalität unterstützt aber nur ein bestimmtes Format, das den Passdaten nicht entspricht.

So bleibt nur Android als Betriebssystem. iPhone-Nutzern rät das Innenministerium: "Benutzen Sie das Android-Handy einer anderen Person, um Ihre Identität zu beweisen, oder besuchen Sie persönlich ein Regierungszentrum."

Bisher haben laut Regierungsangaben erst eine Million der 3,6 Millionen Betroffenen den Antrag stellen können. Was den Rest noch aufhält, wissen nur die Menschen selbst. Die App-Problematik dürfte aber auch ein Grund sein. Ein weiteres Brexit-Chaos sondergleichen.

Später könnte für Brexit zu spät sein

Angeblich arbeite man daran, die App "später in diesem Jahr" auch auf das iPhone zu bringen, sie sei bereits in Arbeit, aber noch nicht fertig. Später kommt aber möglicherweise zu spät. Denn das Brexit-Datum wurde auf den 31. Oktober 2019 festgelegt. Der neue Premierminister Boris Johnson würde den EU-Austritt am liebsten noch früher durchziehen.

Auch diese Brexit-Folgen sind drastisch: Im Brexit-Chaos haben Handelsalgorithmen jetzt die Nase voll. Immerhin haben übrigens iPhones einen klaren Vorteil gegenüber Android verloren.

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