Netzpolitik 

Das könnte sich für Nutzer in Zukunft wegen der Corona-App maßgeblich ändern

Die Corna-App könnte einiges ändern. Das steckt dahinter.
Die Corna-App könnte einiges ändern. Das steckt dahinter.
Foto: iStock.com/hsyncoban
Die Corona-App ist endlich da und erfreut sich hoher Downloadzahlen. Aber inwiefern könnte sich für Nutzer zukünftig die App-Landschaft verändern? Wie klären auf.

Seit über einer Woche gibt es bereits die Corona-App. Sie soll dazu dienen, um die Infektionsketten nachverfolgen zu können und so die Pandemie einfacher einzudämmen. Der Download basiert auf freiwilliger Basis. Die Downloadzahlen gingen aber in den letzten Tagen stetig nach oben. Bislang haben 13 Millionen Nutzer das Warnsystem heruntergeladen. Aber stellt sich doch eine Frage: Könnte so eine persönlichkeitsbezogene App zukünftige andere Apps maßgeblich beeinflussen?

Corona-App: Fluch und Segen zugleich?

Das Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechte ist in den letzten Jahren in aller Munde. Viele Apps können auf deinen Standort, deine persönlichen Daten und so weiter zugreifen. Allerdings kannst du das häufig einstellen beziehungsweise deine Genehmigung verwehren. Nun aber kommt mit der Corona-App ein Tool, das auf freiwilliger Basis zu downloaden ist. Und hier kommt dann die Frage auf, ob zukünftige Apps so beeinflusst werden, dass das Tracing zur "Normalität" wird.

Mittlerweile spaltet die Corona-App die Meinungen der Menschen. Viele sehen es als perfekte Lösung, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Andere hingegen verbreiten wirre Verschwörungstheorien und reden von staatlicher Überwachung und Verletzung der persönlichen Rechte. Ist der Coronavirus Tracker tatsächlich gefährlich und könnte die App-Landschaft dahingehend verändert werden?

Eine Sache sollte dennoch beachtet werden: Es gibt einen feinen, aber entscheidenden Unterschied zwischen Tracing und Tracking. Tracing bedeutet Spur und hier ist schon das wichtigste Merkmal, das sich vom Tracking unterscheidet. Es werden keine Standorte oder persönliche Daten gespeichert, sondern nur Kontakte.

Die Grundidee hinter der Corona-App ist objektiv gesehen erstmal sinnvoll., zumal sie per Bluetooth funktioniert und nicht auf GPS-Daten zugreift. Doch wie sieht es denn aus, wenn andere Apps mit Tracing- und Tracking-Methoden arbeiten?

So könnte es in Zukunft aussehen

Nun wurde auch geklärt, dass es sich bei der Corona-App nicht um ein Coronavirus Tracker handelt, sondern lediglich ein Tracing-Tool ist. Doch könnte dieser Ansatz gefährlich werden? Ja und nein. Grundsätzlich ist der Hintergrund die Pandemie mithilfe von Tracing-Daten weitestgehend einzudämmen, nicht verkehrt. Fraglich wird es erst, wenn das Tracking-System miteinbezogen wird.

Denn durch das Tracken werden auf GPS-Daten und persönliche Daten, sofern angegeben, zugegriffen. Sobald auch das Tracing benutzt wird, könnte es kompliziert werden. So gesehen weiß dann die App nicht nur über deinen Standort und dich selbst etwas, sondern auch mit welchen Menschen du in Kontakt bist oder warst.

Das könnten andere App sich zu Nutzen machen und sich eine Kette von persönlichen Informationen zusammenbasteln. Aber das passiert bei der Corona-App nicht. Du kannst lediglich nur sehen, wer die App hat und ob du dich schützen musst.