Netzpolitik

Datenschutz bei WhatsApp: Regierung droht mit Konsequenzen

Der Streit um die neuen AGBs steht stellvertretend für ein größeres Problem: Es geht darum, wie WhatsApp Datenschutz umsetzt.
Der Streit um die neuen AGBs steht stellvertretend für ein größeres Problem: Es geht darum, wie WhatsApp Datenschutz umsetzt.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Der Datenschutz bei WhatsApp hat in den letzten Wochen für viel Aufregung gesorgt. Jetzt schaltet sich sogar die Politik ein.

Der hitzige Streit um den Whatsapp-Datenschutz ist noch lange nicht ausgestanden. Jetzt ist sogar die Politik auf die Problematik aufmerksam geworden.

WhatsApp-Änderungen: Mehr Daten gehen an Facebook
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Whatsapp und Datenschutz passen nicht zusammen

Wer sich auch nur oberflächlich mit der Thematik des Datenschutzes auseinandergesetzt hat, der weiß, dass der Messengerdienst WhatsApp weiß Gott kein Unschuldslamm ist. Die Anwendung sammelt eine ganze Menge Informationen über dich als Nutzer, mehr als eigentlich nötig wären. Alternative Dienste wie Signal und Threema haben diese Marktlücke für sich ausnutzen können und bieten Nutzern alternative Plattformen, bei denen mehr Wert auf den Schutz deiner Informationen gelegt wird.

Im letzten Jahr wurde bekannt, dass WhatsApp plant, seine allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) anzupassen. Darin plante der Konzern, künftig mehr Daten an Facebook zu senden. Wer den neuen Änderungen nicht zustimmt, hätte seinen Account nicht mehr verwenden können. Das löste eine große Protestwelle aus und zahlreiche Nutzer wechselten empört zu anderen Messengerdiensten. Der Widerstand aus der Community war so überwältigend, dass der Konzern sich schließlich zum Einlenken gezwungen sah und das Update vorerst verschob. Trotzdem sorgt die Affäre weiterhin für Fallout.

Regierung übt scharfe Kritik und droht WhatsApp

Wie Giga berichtet, hat sich jetzt sogar die indische Regierung in die hitzige Debatte um den Whatsapp-Datenschutz eingeschaltet. Der Minister für Telekommunikation hat scharfe Kritik an WhatsApps Entscheidung geübt und in Erinnerung gerufen, dass Indien die meisten WhatsApp-Nutzer weltweit hat. Diese Äußerung kann nur als verschleierte Drohung gegen den US-Konzern interpretiert werden, die Konsequenzen für den Fall androht, dass die kontroversen AGBs nicht angepasst werden.

Es lässt sich nicht bestreiten, dass sich der Messenger mit der Affäre um den Whatsapp-Datenschutz nicht viele Freunde gemacht hat. Mittlerweile betreibt der Konzern wegen den WhatsApp-AGBs Schadensbegrenzung und versucht, die Nutzer zu beruhigen. Wenn du auf der Suche nach Ersatz bist, präsentieren wir dir hier 7 WhatsApp-Alternativen.

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