Netzpolitik

"Nach Recht und Gesetz": Tesla bekommt Unterstützung von den Grünen

Teslas neue Gigafactory soll im brandenburgischen Grünheide  entstehen. Die Grünen unterstützen das Vorhaben.
Teslas neue Gigafactory soll im brandenburgischen Grünheide entstehen. Die Grünen unterstützen das Vorhaben.
Foto: Getty Images/Costfoto/Barcroft Media
Artikel von: Lennart Mühlenmeier
Während Umweltverbände gegen die Gigafactory Berlin-Brandenburg klagen, verkünden die Grünen, dass man sich um den Wasserverbrauch vor Ort nicht sorgen müsse.

Die Grünen reagieren mit ihrer Aussage, dass bei der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg alles "nach Recht und Gesetz" vonstatten ginge, auf Anschuldigungen von Umweltverbänden. Noch zum Ende der vergangenen Woche ließen diese verkünden, dass sie die Einhaltung von Gesetzen einfordern. Elon Musk bekommt somit Rückendeckung einer Partei, die in Berlin sowie Brandenburg regiert.

Die Grünen wollen die Tesla Gigafactory

Das umstrittene Projekt Tesla Gigafactory soll Ende dieses Jahres nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt werden. Zuerst soll das Model Y in Grünheide, das im Umland von Berlin liegt, gefertigt werden. Weitere Modelle sollen folgen. Für manche Produktionsschritte sind hohe Wassermengen vor Ort vonnöten. So steht die Gigafactory eigentlich in einem Trinkwasserschutzgebiet und Untersuchungen seien unzureichend gewesen, beklagt der Naturschutzbund.

Nun springen die Grünen Elon Musk bei und sagen, dass alles "nach Recht und Gesetz" vonstatten gegangen sei. Der Chef der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag sagt der Deutschen Presse-Agentur (via heise online) nach einer Besichtigung der Baustelle in Grünheide: "Ich habe mich da erkundigt. Die Wassermenge, die benötigt wird – das wird optimiert und das ist darstellbar".

Nicht überraschend: Die Grünen regieren in Brandenburg

Auch der Geschäftsführer der Grünen im Bund, Michael Kellner, pflichtet Hofreiter bei und spricht den Behörden in Brandenburg ein volles Vertrauen aus. Während Tesla im Frühjahr geschützte Tiere getötet haben soll, wirkt die aktuelle Aussage der Grünen verständlicher: Sie regieren in Brandenburg sowie Berlin. Misstrauen in die eigenen Behörden wäre umso überraschender.

Quellen: heise online, Naturschutzbund Brandenburg, eigene Recherche

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