Netzpolitik

"Alarmierend": Das kommt vor der Bundestagswahl auf uns zu

Die IT-Sicherheit sowie die Demokratie ist während der Bundestagswahl akut gefährdet.
Die IT-Sicherheit sowie die Demokratie ist während der Bundestagswahl akut gefährdet.
Foto: Getty Images / Teera Konakan
Artikel von: Lennart Mühlenmeier
Politiker:innen und Wirtschaftsprüfer:innen beantworten im Cyber Security Report 2021 Fragen zu ihrer Sicht der Digitalisierung – und den Gefahren. Ein Punkt ist demnach zu missachten.

Seit nunmehr vier Jahren befragt das Unternehmen für Risikoberatung Deloitte und das Institut für Demoskopie Allensbach Politiker:innen und Wirtschaftsprüfer:innen nach ihrer Einschätzung zu IT-Sicherheit. Erfragt wird beispielsweise, welche Risiken sie im Zuge der Digitalisierung wahrnehmen. Im Vorfeld der Bundestagswahl veröffentlichen sie nun ihre Studie "Cyber Security Report 2021" bezüglich Sicherheit.

Furcht um die Sicherheit während der Bundestagswahl

Deloitte und Allensbach konfrontierten die Entscheider:innen mit verschiedenen Thesen. Diese folgten allen einem bestimmten Themenschwerpunkt. Die Politiker:innen und Wirtschaftsprüfer:innen sollten diese Thesen gewichten: alles mit Blick auf die Bundestagswahl und Sicherheit im Internet. Die Ergebnisse klingen beispielsweise so (mit Gewichtung in Prozent):

  • "Bereits mindestens einmal Opfer eines Shitstorms geworden sind: 59% der Abgeordneten und 15% der Unternehmen."
  • "68% der Abgeordneten halten sich darüber auf dem Laufenden, was im Zusammenhang mit ihrer Partei in den sozialen Medien geäußert wird."
  • "63% halten Datenmissbrauch über soziale Medien für ein großes Risiko."
  • "Es bestehen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit gegenüber Videokonferenztools aus den USA. 56% der Abgeordneten geben das an. 48% der Wirtschaftsführer geben das an."

Staatliche Überwachung? Unwichtig

Es wurden laut Pressemitteilung "404 Führungskräfte aus Unternehmen sowie 104 Abgeordnete aus Bund, Ländern und Europaparlament zu ihrer Sicht auf die Risiken durch Hacker und in sozialen Medien" befragt. Auch wenn nicht klar ist, welche Abgeordneten wie antworteten, überrascht ein Punkt wenig: Nur neun Prozent sehen staatliche Überwachung als Risiko an.

Dabei stellt ein Mitarbeiter Deloittes in der Studie fest: "Es ist alamierend, dass sowohl Politiker als auch Wirtschaftsvertreter den gemeinsamen Austausch zur Erhöhung der Cyber-Sicherheit als nicht ausreichend wahrnehmen."

Endanwender sind immer wieder Einfallstor für Attacken. Bereits im Jahr 2019 kam eine Umfrage unter IT-Spezialisten zu dem Entschluss: Du bist die Top-Bedrohung für Sicherheit. Am 26. September 2021 ist die Bundestagswahl in Deutschland. Das haben die Parteien für Verbraucherschutz im Internet geplant und diese Parteien wollen dich überwachen.

Quellen: Deloitte

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