Ein Chatbot soll das Problem lösen – und ein Team an Factcheckern der Nachrichtenagentur AFP. Fake News verbreiten sich immer wieder auf dem Messenger WhatsApp. Als Gegenmaßnahme zu dem Phänomen, das Menschen verunsichern und die Demokratie gerade vor einer Bundestagswahl in Gefahr bringen kann, entschied sich nun der Konzern Facebook einen Chatbot für Whatsapp einzurichten. Was dieser nicht zweifelsfrei korrigieren kann, soll von ein:er Redakteur:in überprüft werden.

Fake News auf WhatsApp zur Bundestagswahl

Und so geht’s: Einfach einen Chat mit der Nummer 0172/2524054 starten. Diese Handynummer gehört zu der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP). Der Chatbot versucht dann herauszufinden, ob die Überschrift bzw. der Link schon bereits als Falschnachricht einsortiert ist. Eine Datenbank mit Einschätzungen, ob es sich bei der Meldung um Fake News handelt, ist öffentlich einsehbar.

Das Feature gibt es, wie Golem berichtet, schon zuvor bei Facebook. Das Programm wird demnach ausgeweitet. Manchmal kann eine Antwort des Bots dauern. Wir testeten den Chatbot und erhielten eine Antwort erst 20 Minuten später – vermutlich, weil ein:e menschlich:er Redakteur:in die Meldung erst prüfen musste.

Bundstagswahl in 4 Wochen

In vier Wochen ist schon die Bundestagswahl. Somit kommt das Feature passend zu diesem Ereignis. Jedoch ergaben Tests von netzpolitik.org und t-online, dass der Chatbot nicht so gut funktioniert, wie erhofft. Antworten würden mittlerweile lange dauern. Entweder weil die Künstliche Intelligenz nicht so gut trainiert ist oder die Redakteur:innen mit den Aufgaben nicht hinterherkommen.

Immer wieder fällt WhatsApp durch Kettenbriefe mit falschen Informationen auf. So auch zum Beginn der Covid-10-Pandemie: Nimm dich davor in Acht.

Quellen: Golem, eigene Recherche

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