Der Name, die Anschrift, das Geburtsdatum und die Kontonummer sollen bei Krypto-Transaktionen erfasst werden. Das gefährdet die Anonymität von Krypto-Nutzer:innen, beispielsweise bei Bitcoin. So plant es die Europäische Kommission. Jedoch muss das Vorhaben erst noch den Gang durch das Europäische Parlament bestreiten.

EU: Krypto-Währungen wie Bitcoin dürfen nicht anonym sein

In der Finanzbranche sowie weiteren Wirtschaftsbereichen ist das KYC-Prinzip („Know Your Customer“) bereits verbreitet. Das bedeutet, dass Personendaten erhoben werden müssen, um ein Geschäft abzuschließen. Wie es innerhalb der Europäischen Union auch keine anonymen Bankkonten gibt, soll dieses Prinzip nun auch für Krypto-Währungen gelten.

Euronews berichtet über die Absichtserklärung und die Aussage der Finanzkommissarin Mairead McGuinness: „Wir werden anonyme Krypto-Wallets verbieten und dafür sorgen, dass Krypto-Transfers nachvollziehbar sind.“ Demnach sei mit Krypto-Währungen verbundene Kriminalität ausschlaggebend für das Vorhaben: Ransomware-Angriffe fordern immer wieder Zahlungen in bspw. Bitcoin.

Der Hintergrund

Gelegenheits-Trader würden in der Tat nicht so sehr getroffen werden: Viele Online-Trading-Plattformen handeln schon jetzt nach dem KYC-Prinzip. Auch auf anderen Kontinenten werden Krypto-Währungen kritisch gesehen: So erklärt China Kryptowährungen den Krieg. In Malaysia geht die Polizei mit der Dampfwalze gegen illegales Bitcoin-Mining vor. Wenn du nicht weißt, was Kryptowährungen sind: Das verbirgt sich hinter Bitcoin und Co.

Quellen: Euronews, eigene Recherche

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