Gut eine Woche ist es her, dass die Proteste in Kasachstan begannen. Anlass dazu gab mitunter die drastische Erhöhung der Preise für Autogas durch die Regierung. Schnell schlug der Unmut in teils gewaltsame Ausschreitungen um. Nach aktuellem Stand kamen dabei 164 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 wurden verletzt. Wenngleich die Lage nach und nach an Schärfe zu verlieren scheint, ist sie von außen noch immer relativ undurchsichtig. Auch der Bitcoin beziehungsweise der enorme Energieverbrauch beim Schürfen der Kryptowährung spielt eine Rolle bei den Protesten.

Kasachstan, Kosovo und der Bitcoin

Aufgrund der anhaltenden Energiekrise in Kosovo hat das südosteuropäische Land vergangene Woche das Krypto-Mining verboten. Ähnliche Zustände herrschen seit geraumer Zeit aber auch in Kasachstan. Der Energiebehörde in Almaty zufolge waren die Miner zeitweise für rund acht Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich.

Die Überlastung des Netzes sorgte zum Wintereinbruch für mehrfache Ausfälle von Kraftwerken, berichtet etwa die Frankfurter Rundschau. Aus diesem und weiteren Gründen war die Lage im Land schon vor Beginn der Proteste stark angespannt. Die Erhöhung der Gaspreise war letztlich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Folgen für die Kryptowährung

Mittlerweile haben die Mining-Farmen, mittels derer in Kasachstan Kryptos geschürft werden, 80 bis 90 Prozent ihrer Leistung wiedererlangt. Überall im Netz kursieren Warnungen vor der „Blackout-Gefahr“ und den Risiken für den Bitcoin. Klar: Folgen hatte auch der Ausstieg Kosovos aus dem Mining. Fakt ist allerdings, dass das Wegfallen dieser Farmen dem Netzwerk keinen Abriss tut.

Ein Verbot wie in Kosovo könnte die Stromversorgung des zentralasiatischen Landes und somit auch die politische Stabilität absichern.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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