Re:Scam ist ein Chatbot von Netsafe, der neuseeländischen Organisation für Netzsicherheit. Er hat am Mittwoch der vergangenen Woche seine Arbeit aufgenommen: Spammer täuschen. Wer Spam-Mails bekommt kann diese an me@rescam.org weiterleiten. Der Chatbot Re:scam übernimmt dann die Kommunikation mit den Spam-Versendern – wenn es sein muss, auf ewig.

Ein paar Tage nach dem Start werden in einem Video die ersten Erfolge von Re:Scam vorgestellt. Das Ergebnis: Die künstliche Intelligenz des Bots ist erstaunlich effizient – und dazu noch humorvoll.

Ein Beispiel: Auf die Frage eines Spam-Betrügers, ob der Empfänger der Mail für fünf Millionen Dollar den Illuminaten beitreten wolle, antwortete der Chatbot: „Gibt’s bei euch auch einen Bingo-Abend?“ Die Antwort: Nein, dennoch seien die Bankdaten des Empfängers gefordert. Damit hat Re:Scam kein Problem, „aber aus Sicherheitsgründen werde ich die Ziffern meiner Bankverbindung einzeln nacheinander schicken.“

Wie der Guardian berichtet, hatte der Chatbot nach seinem Livegang bereits 6.000 Mails von Spam-Opfern erhalten und 1.000 Gespräche mit Betrügern geführt. Eine der Konversationen war sogar 20 E-Mails lang. Und natürlich lernt Re:Scam immer noch dazu. Ein eigens eingerichteter Twitter-Account präsentiert nun die besten Ausschnitte aus seiner Mail-Kommunikation.

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