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Heimspion Alexa: Sie reagiert nicht nur auf das Signalwort

Amazons Echo-Lautsprecher, dem Alexa innewohnt, hat bei Vielen ein Zuhause gefunden. Sie könnte dort ungewollt Gespräche mitschneiden.
Amazons Echo-Lautsprecher, dem Alexa innewohnt, hat bei Vielen ein Zuhause gefunden. Sie könnte dort ungewollt Gespräche mitschneiden.
Foto: imago
Die digitale Assistentin, die gerade zu Weihnachten ein beliebtes Geschenk sein dürfte, könnte laut Verbraucherschützern auch ungewollt Unterhaltungen aufzeichnen.

In einem Selbsttest der Marktwächter der Verbraucherzentrale NRW mit Amazon Echo fanden die Verbraucherschützer heraus, dass die digitale Assistentin Alexa nicht zwingend nur auf das Signalwort (entweder Alexa, Amazon, Echo oder Computer) reagiert, sondern auch auf abgewandelte beziehungsweise erweiterte Formen einer dieser Ausdrücke.

Probleme mit "Alexander" und "Amazonas"

Um den Reaktionstest auszuführen, wurde vorbereitetes Textmaterial, das das voreingestellte Original sowie den abgewandelten Befehl beinhaltete, von zwei Sprechern separat und jeweils zehn Mal eingesprochen. Während der Durchführung zeigte sich, dass Alexa unter anderem reagierte, wenn die Testpersonen "Alexander" statt "Alexa" als Einstieg verwendeten. Leicht ähnlich klingende Worte mitten im Satz, wie Amazonas, aber auch stark abgewandelte Begriffe wie "komm Peter" anstelle von "Computer" führten ebenfalls zu Reaktionen.

Alexa könnte Amazon ungewollte Einblick in Privatsphäre ermöglichen

Dr. Ayten Öksüz vom Marktwächter-Team betrachtet es kritisch, "dass sich Verbraucher nicht darauf verlassen können, dass digitale Sprachassistenten nur dann aufzeichnen und Gesprächsinhalte an die Anbieterserver weitergeben, wenn der Nutzer es auch wirklich beabsichtigt." Damit sei die Privatsphäre von Nutzern ohne deren Einwilligung von Amazon einsehbar. Im Zweifel würden sie es nicht einmal bemerken.

Amazons Aussage zur Verwendung der Daten nicht eindeutig

Zwar gibt Amazon an, dass die gespeicherten Daten zur Verbesserung der eigenen Dienste eingesetzt würden, dies konkretisiere jedoch nicht die genaue Verwendung der Nutzerdaten, so Öksüz. Eine Erstellung von Nutzerprofilen sei zum Beispiel durchaus denkbar.

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Mehr Informationen zu Alexa:

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Der Selbsttest der Marktwächter wurde aufgrund von Verbraucherbeschwerden initiiert. Man mache sich Sorgen, durch die smarten Lautsprecher in den eigenen vier Wänden abgehört zu werden.

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