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Wer mit Google Assistant telefoniert, soll auch darum wissen

Google Assistant soll bald in Eigenregie für seinen Nutzer telefonieren.
Google Assistant soll bald in Eigenregie für seinen Nutzer telefonieren.
Foto: imago/ Westend61
Dieses neue Feature sorgte für Aufsehen und teils heftige Kritik: Dank künstlicher Intelligenz soll Google Assistant noch autonomer agieren. Man rede trotzdem noch mit einer Maschine, kontert Google.

Eines der spektakulärsten neuen Features, die Google-Chef Sundar Pichai im Rahmen der Google I/O ankündigte war, dass der Sprachassistent Google Assistant vollautomatisch Telefonanrufe für einen erledigt. So soll man künftig etwa den Assistant bitten, einen Frisörtermin zu vereinbaren. Die Software sucht anschließend die Nummer eines Frisörs heraus und führt selbstständig einen Telefonanruf durch.

Die KI unterhält sich vollautomatisch mit dem menschlichen Gegenüber im Frisörsalon und kann sogar damit umgehen, wenn der gewünschte Termin nicht frei ist und eine Alternative vereinbaren. Auch Restaurant-Reservierungen sollen so künftig vollautomatisch durchgeführt werden können. Wann das Feature, das vorerst mit hoher Wahrscheinlichkeit nur in Englisch verfügbar sein wird, freigeschaltet werden soll, war vorerst noch unbekannt.

### Update: Assistentin gibt sich zu erkennen

So hatten viele Menschen, die die Keynote verfolgten, das Gefühl, dass Googles Sprachassistentin einen Menschen imitiere und man künftig gar nicht mehr genau wissen wird, ob man es auf der anderen Seite der Leitung mit Mensch oder Maschine zu tun hat. Einige bekannte US-Journalisten schrieben daraufhin bissige Kommentare und im Netz entstand eine Diskussion darüber, ob eine Maschine wirklich Menschen imitieren solle und wo hierbei die Transparenz bleibe.

Google Assistant macht selbständig Telefonate

Darauf hat Google unmittelbar reagiert. Man werde selbstverständlich offenlegen, dass eine Maschine kommuniziert, heißt es seitens Pichai. Es soll ein Mechanismus eingebaut werden, aus dem erkennbar sein wird, dass es sich um einen Anruf der Google Assistentin handelt. Bevor Duplex ein fertiges Produkt wird, werde noch viel Zeit vergehen, heißt es weiter. „Wir haben von Beginn an gesagt, dass Transparenz bei der Technologie wichtig ist“, so ein Google-Sprecher gegenüber The Verge.

Google Assistant bald auch mit Promi-Stimme

Außerdem gab es noch einige andere Neuerungen für den Assistant zu berichten. So wurde zuletzt die Sprachausgabe verbessert. Der Assistant hat nun sechs verschiedene neue Stimmen und soll wesentlich natürlicher sprechen könne. Noch in diesem Jahr soll das Angebot außerdem um eine Promi-Stimme ergänzt werden. Dafür hat der Konzern den Sänger und Schauspieler John Legend engagiert.

Google-Manager Scott Huffman kündigte außerdem die lange erwarten Features Continued Conversation und Multiple Actions an. Dabei kann man mit dem Google Assistant Gespräche führen, ohne, dass man jedes Mal "OK Google" sagen muss. Fragt man etwa, "OK Google, wie ist das Spiel der Golden State Warriors ausgegangen" kann man nach der Antwort direkt weiterfragen: "Wann ist das nächste Spiel".

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Assistant wird Multitasking-fähig

Mithilfe von Multiple Actions kann man dem Assistant nun auch mehrere Dinge gleichzeitig erledigen lassen. "OK Google, drehe das Licht in der Küche an und spiele Musik auf Spotify" führt nun beide Aktionen gleichzeitig aus. Laut Huffman seien so viel natürlichere Unterhaltungen mit dem Sprachassistenten möglich.

Der nächste Schritt für den Assistant sollen verstärkt visuelle Inhalte sein. Bereits im Rahmen der CES in Las Vegas wurden smarte Displays von verschiedenen Herstellern gezeigt, die nun in den Verkauf kommen werden. Auch auf dem Smartphone soll der Assistant verstärkt mit visuellen Elementen arbeiten. Im Sommer soll der Assistant außerdem erstmals fix in Google Maps integriert werden.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf futurezone.at.

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