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Microsofts Surface Go-Tablet im Vergleich: Besser als iPad oder Chromebook?

Microsofts Surface Go richtet sich vor allem an Schüler und Nutzer mit Bedarf für ein Zweitgerät.
Microsofts Surface Go richtet sich vor allem an Schüler und Nutzer mit Bedarf für ein Zweitgerät.
Foto: Microsoft
Was hat Microsoft da eigentlich mit dem neuen Surface Go-Tablet vorgestellt? Wir machen den Tablet-Vergleich mit iPad, Yogabook und Chromebook.

Spät, aber doch: Mit dem Start einer günstigen Surface-Version wurde schon im Vorjahr gerechnet, als Microsoft Windows 10 S angekündigt hat. Jetzt ist es da, in Form des Surface Go. Aber die Frage ist: Wer braucht es eigentlich?

Microsoft suggeriert es schon mit den Promobildern für das Surface Go: Das Wunschpublikum sind Schüler und User, die ein möglichst kompaktes Gerät für das Arbeiten unterwegs suchen. Was für den Schüler-Einsatz spricht, ist der von Haus aus aktivierte Windows-10-S-Modus. In diesem lassen sich die Geräte einfacher von Bildungseinrichtungen administrieren. Außerdem ist das Surface Go kleiner und leichter als viele Chromebooks und Laptops, wodurch die Schüler das Gerät einfacher transportieren können. Das offensichtliche Kontra: Mit 450 Euro für das Tablet plus 100 Euro für die Tastatur ist es teurer als viele Konkurrenzprodukte.

Die zweite Zielgruppe sind Studenten und Arbeitende, die das Surface Go als Zweitgerät zum großen Notebook nutzen. Das geringere Gewicht und die kompakten Maße machen es bequemer zum Mitnehmen zu Terminen und Vorlesungen als ein Notebook. Außerdem ist es günstiger als ein Ultrabook und bietet gegenüber Chromebooks den Vorteil der Software-Kompatibilität, sobald man den Windows 10 S-Modus deaktiviert.

Gemessen am Einsatzzweck, Funktionalität und dem Preis sind das die Gerätekategorien, mit denen sich das Surface Go messen muss.

Was können Apple iPads?

Bildungseinrichtungen sind durchaus nicht abgeneigt, Apple-Produkte für sogenannte Laptop-Klassen zu nutzen. Die Lernangebote dafür werden immer mehr und für den klassischen Computerunterricht gibt es meist ohnehin Räumlichkeiten mit Stand-PCs oder Notebooks. Zudem ist das iPad mit 349 Euro (32 GB Speicher) günstiger als das Surface Go. Der Apple Pencil ist mit 100 Euro ebenfalls etwas preiswerter als das Microsoft-Gegenstück. Gute Tastatur-Cover von Drittanbietern gibt um etwa 100 Euro.

Für mobile Arbeiter ist das iPad ebenfalls eine brauchbare Alternative, sofern sie keine bestimmten Windows-Programme für die Arbeit benötigen.

Surface Go 450 Euro + Tastatur-Cover 100 Euro + Surface Stift 110 Euro = 660 Euro
iPad 349 Euro + Pencil 99 Euro + Tastatur-Cover 100 Euro = 548 Euro

Was können die Chromebooks?

Geräte mit Googles Betriebssystem Chrome OS sind vor allem aufgrund des günstigen Preises und der langen Akkulaufzeit eine Alternative zum klassischen Notebook und damit eine potenzielle Konkurrenz für das Surface Go. Der Nachteil ist die Software-Kompatibilität und dass Chromebooks meist recht schwer sind.

Das Acer Chromebook Spin 11 CP311-1HN kostet 399 Euro. Es hat einen 11,6-Zoll-Touchscreen, im Lieferumfang ist ein Stift enthalten. Der Bildschirm kann ganz nach hinten geklappt werden, um es wie ein Tablet nutzen zu können. Mit 1,35 kg ist es kein Leichtgewicht.

Was können die Android-Tablets?

Ja, es gibt immer noch Android-Tablets – auch solche, die mehr als 150 Euro kosten und keine Craplets sind. Als mobile Arbeitsgeräte haben sie sich dennoch nicht durchgesetzt. Ein Grund dafür ist, dass die Android-Oberfläche nur bedingt für Tablets geeignet ist. Viele App-Entwickler verzichten zudem darauf, ihre Apps vernünftig für Android-Tablets anzupassen.

Wer es dennoch versuchen will, kann es zum Beispiel mit dem Huawei MediaPad M5 wagen. Mit 10,8-Zoll-Display gibt es das M5 ab 360 Euro. Die Original-Tastaturhülle dazu kostet etwa 90 Euro.

Convertibles: Was können die 2-in-1-Geräte?

Windows-Convertibles werden auch 2-in-1-Geräte genannt, weil sie sowohl Tablet als auch Notebook sein wollen. Hierzu zählen Notebooks, deren Touchscreens um 180 Grad nach hinten geklappt werden können und Windows-Tablets, die mit einer Ansteck-Tastatur ausgeliefert werden. Die Vorteile gegenüber einem gewöhnlichen Notebook sind eher gering. Oft wiegen die Geräte über 1,2 Kilogramm und sind in der günstigeren Preisklasse eher leistungsschwach.

Das Lenovo Yoga 330 gibt es ab 299 Euro. Es hat ein 11,6-Zoll-Display, 2 GB RAM und einen Celeron-Prozessor. Eine etwas leistungsstärkere Variante mit Pentium-Silver-CPU und 4 GB RAM ist ab 449 Euro erhältlich. Es wiegt 1,25 Kilogramm.

Von Acer gibt es mit dem Switch 3 SW312-31 ein Modell mit abnehmbarer Tastatur. Es hat einen Pentium Prozessor, 4 GB RAM und 64 GB Speicher. Das Display ist 12,2 Zoll groß, das Gerät wiegt 1,25 Kilogramm.

Von HP gibt es mit dem x2 210 (Intel Atom CPU, 4GB RAM, 10-Zoll-Display, 1,2kg) ab 340 Euro ein ähnliches Gerät. Das Asus Transformer Mini schlägt in die gleiche Kerbe und ist ab 370 Euro erhältlich.

Das Samsung Galaxy Book 10.6 kommt dem Surface Go schon relativ nahe. Es hat eine Intel-m3-CPU, 4 GB RAM, 64 GB Speicher und ein 10,6-Zoll-Display. Tastatur-Cover und Stift sind im Lieferumfang enthalten. Das Gerät ist zwar schon im Vorjahr erschienen, dafür ist es bei Händlern aber bereits ab 600 Euro erhältlich. Nachteil: Mit Tastatur wiegt es ein Kilogramm und ist damit etwas schwerer als das Surface Go mit Tastatur-Cover.

Und die klassischen Notebooks?

Klassische Notebooks sind nur preislich eine Alternative. Denn die sind schwerer, größer und haben in dieser Preisklasse keinen Touchscreen, der meistens auch nur niedrigauflösend ist. So gibt es etwa das ASUS VivoBook E12 mit Celeron-CPU, 4 GB RAM, 32 GB Speicher und 11,6-Zoll-Display ab 250 Euro.

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.at.

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