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China-Konflikt lässt iPhone abstürzen

Anstatt China zu verprellen, entfernt Apple kurzerhand alle Hinweise auf Taiwan aus iOS.
Anstatt China zu verprellen, entfernt Apple kurzerhand alle Hinweise auf Taiwan aus iOS.
Foto: AP / Chiang Ying-ying
Damit Apple das iPhone auch in China verkaufen darf, musste das Unternehmen jegliche Hinweise auf das Land Taiwan entfernen. Doch anscheinend wurde die Maßnahme mehr schlecht als recht umgesetzt.

Das Wort „Taiwan“ sowie das Emoji der taiwanischen Flagge brachten bis vor kurzem iPhones zum Absturz. Der Fehler wurde von Patrick Wardle, dem Gründer des US-Softwareentwicklers Digita Security, entdeckt. Apple hat kürzlich mit dem Update auf iOS 11.4.1 darauf reagiert und den ungewöhnlichen Bug behoben.

Die Ursache des Software-Fehlers ist nicht nur technischer, sondern auch politischer Natur. Um seine Geräte in China verkaufen zu können, unterwirft sich Apple der „Ein-China-Politik“ des Landes. Diese sieht vor, dass der unabhängige Inselstaat weiterhin Teil der Volksrepublik China sei. Deswegen zeigt Apples iOS bei Geräten, deren voreingestellte Region China ist, das Taiwan-Emoji nicht an.

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China ist Apples wichtigster Markt

Offenbar wurde es bei der Software einiger Geräte in vorauseilendem Gehorsam aber auch gelöscht, weswegen die Tastatur Probleme hatte, wenn der Nutzer „Taiwan“ eintippte. Obwohl die Tastatur das entsprechende Emoji darstellen wollte, konnte sie die Datei nicht finden und verursachte einen Absturz.

China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für Apple. Im zweiten Quartal 2018 nahm man allein in China rund 13 Milliarden US-Dollar ein - fast so viel, wie in ganz Europa (13,85 Milliarden US-Dollar).

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