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Google Wifi – Schluss mit dem schlechten WLAN-Signal

Google Wifi soll zu Hause für besten WLAN-Empfang sorgen.
Google Wifi soll zu Hause für besten WLAN-Empfang sorgen.
Foto: imago/ ZUMA Press
Google Wifi soll besser als herkömmliche WLAN-Repeater für erstklassigen Empfang sorgen. Ob der Router wirklich hält, was er verspricht, wollten wir selbst testen.

Bereits Ende 2016 hat Google seinen Wifi-Router vorgestellt und in einigen ausgewählten Ländern auf den Markt gebracht. Punkten will das Gerät mit einfachem Design, einer einfach zu bedienenden App und einer Mesh-Funktion, die schnell eingerichtet werden kann. Wir haben das zum Anlass genommen, Google Wifi zu testen.

Mit welcher Ausstattung kommt Google Wifi daher?

Das Design des Gerätes ist sehr unauffällig gehalten, Google Wifi erinnert im ersten Moment an einen etwas zu groß geratenen Türstopper. Der Durchmesser beträgt 106 Millimeter, die Höhe 68 Millimeter. Die Verarbeitung macht jedenfalls einen ordentlichen Eindruck und bietet keine Grundlage für Kritik. Der Router ist mit einer Reset-Taste ausgestattet sowie mit zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen. Die Stromversorgung kommt über einen USB-C-Port.

Video: Das ist Google Wifi

Das Gerät unterstützt gleichzeitiges Dualband-WLAN (2,4 GHz/5 GHz) mit Unterstützung für IEEE 802.11a/b/g/n/ac. Als Verschlüsselung kommt WPA2 zum Einsatz. Ob das künftige WPA3 per Software-Update nachgeliefert wird, ist noch offen. Im Inneren kommt eine Quad-Core-ARM-CPU zum Einsatz, der Arbeitsspeicher beträgt 512 Megabyte, der Flash-Speicher 4 Gigabyte.

Wie wird Google Wifi gestartet?

Wollt ihr Google Wifi in Betrieb nehmen, müsst ihr es per Ethernet mit seinem Modem verbinden. Hängt ihr das Gerät per USB an den Strom, kann die Einrichtung bereits beginnen. Dazu benötigt ihr ein Smartphone oder Tablet mit Android oder iOS sowie die entsprechende App. Eine aus dem Browser erreichbare Web-Oberfläche, wie ihr es von anderen Routern und Mesh-Systemen gewohnt seid, gibt es bei Google Wifi nicht.

Die App selbst ist kostenlos in den Stores zu finden und ist sehr intuitiv zu bedienen. Über einen Einrichtungs-Wizard könnt ihr den Namen des eigenen WLANs sowie ein Passwort auswählen. Die Einrichtung im Test war in wenigen Minuten abgeschlossen.

Wie funktioniert die Mesh-Funktion?

Genügt die Reichweite von einem Google-Wifi-Point nicht, könnt ihr das System noch um weitere Geräte ergänzen, die sich dann zu einem Mesh-Netzwerk verbinden. Wie bei vergleichbaren Produkten sind die Geräte technisch identisch. Die Einrichtung des Mesh-Netzwerker funktionierte im Test ebenso problemlos wie die erste Inbetriebnahme. Auch hier müsst ihr lediglich die App öffnen und den Menüpunkt “WLAN-Zugangspunkt einrichten" auswählen.

Bei der Hauptstation könnt ihr nur einen der beiden Ethernet-Ports verwenden, um ein kabelgebundenes Gerät anzuschließen, da der Zweite für die Verbindung mit dem Modem genutzt werden muss. Bei allen weiteren Zugangspunkten könnt ihr beide Ethernet-Anschlüsse zur Verbindung anderer Geräte nutzen.

Mit der Sendeleistung im Rahmen des Google Wifi-Tests war ich zufrieden. Trotz der kompakten Bauweise hatte ich keinerlei Empfangsprobleme. Probleme beim Datendurchsatz, wie sie vereinzelt von anderen Testern berichtet wurden, hatte ich ebenfalls nicht.

Mit der App habt ihr das Netzwerk immer im Blick

Läuft das eigene (Mesh-)Netzwerk, könnt ihr euch in der Google-Wifi-App immer einen Überblick darüber verschaffen, ob alles in Ordnung ist. Das funktioniert nicht nur dann, wenn ihr euch gerade im entsprechenden WLAN befindet, sondern auch von außerhalb. Falls gewünscht, könnt ihr auch anderen Nutzern Administratorrechte übertragen, sodass auch sie die Konfiguration verändern können.

Die Netzwerk-Nerds unter euch finden in der App zusätzlich zahlreiche Statistiken. Diese reichen vom aktuellen Status der verbundenen Geräte bis hin zur generellen Auslastung. Ihr könnt eure Internetverbindungen auch einem Speedtest unterziehen und habt gleichzeitig einen Überblick über alle vorangegangenen Geschwindigkeitstests. Google Wifi führt jene auch selbstständig durch und liefert Durchschnittswerte für Download und Upload. So könnt ihr sehr einfach herausfinden, ob ihr auch tatsächlich die Datenraten bekommt, die eurer Internet-Provider verspricht.

Die App erlaubt es außerdem, die Geschwindigkeit einzelner verbundener Geräte zu überprüfen beziehungsweise anzuzeigen. Habt ihr auf einem bestimmten Computer oder mit einem bestimmten Gerät Internet-Probleme, lässt sich so sehr einfach herausfinden, ob der WLAN-Empfang schuld ist, oder ob das Problem vielleicht woanders liegt.

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Google Wifi lässt sich für Gäste und Streaming optimieren

Google Wifi bietet eine Reihe an Funktionen, um das Netzwerk noch weiter zu optimieren. So könnt ihr etwa ein Gast-WLAN erstellen, mit dem Gäste das Internet nutzen können, ohne gleich auf das gesamte restliche Heimnetz Zugriff haben. Praktisch: Ihr könnt auch einzelne Geräte, wie etwa Chromecasts, für das Gast-WLAN freischalten. So können eure Gäste mit den Geräten ebenfalls interagieren beziehungsweise selbst Videos oder Musik über ihr Smartphone oder Tablet abspielen.

Hilfreich ist auch die Möglichkeit, ein “Prioritätsgerät” festzulegen. Diese wird beim Internetverkehr priorisiert, sofern es zu Engpässen kommt. Gedacht ist die Funktion etwa für Streaming-Sticks oder Smart-TVs. So könnt ihr sicherstellen, dass der Video-Stream nicht durch anderweitige Netzwerkaktivitäten unterbrochen wird.

Die Netzwerkeinstellungen bei Google Wifi bieten Gewohntes. So findet ihr dort etwa verschiedene Optionen zur automatischen IP-Vergabe, zur Portweiterleitung oder zu den DNS-Servern. Bei letzteren sind übrigens die Google Public DNS Server standardmäßig voreingestellt. Natürlich könnt ihr auch den Funkkanal auswählen.

Ein Google-Netzwerk für die ganze Familie

Google Wifi bietet euch auch weitreichende Möglichkeiten, um die Nutzung des Netzwerkes für eure Familie zu regulieren. Gerade für Kinder kann diese Funktion nützlich sein. So könnt ihr etwa das Label “Kinder” erstellen und es mit bestimmten Geräten im Netzwerk verknüpfen. Anschließend könnt ihr regulieren, was diese Geräte im Netzwerk dürfen. Das zeitliche Beschränken des Internetzuganges (“Pausen”) ist dabei genauso möglich, wie etwa das Sperren von nicht-jugendfreien-Inhalten. Die Geräte greifen dabei auf Googles Safe-Search-Datenbank zu, die in der Regel aktuell und sehr umfangreich sein dürfte.

So empfängst du dein WLAN zu Hause besser
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Fazit

Google Wifi ist ein sehr einfach einzurichtender Mesh-fähiger Router, der für den Einsatz im Heim alle notwendigen Funktionen mitbringt. Das Konfigurieren per App und nicht per Web-Oberfläche funktionierte im Test zuverlässig und einfach. Die App selbst in Googles Material-Design ist hübsch und intuitiv. Die erweiterten Statistiken und Netzwerk-Tests sind nicht nur interessant anzusehen, sondern könnten auch bei Problemen ein wertvoller Indikator dafür sein, wo genau der Fehler liegt.

Google Wifi funktioniert gut, dafür ist es im Vergleich zu Konkurrenz nicht günstig. Ein Router kommt auf 139 Euro, ein Dreierpack für große Wohnflächen kostet 359 Euro.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf futurezone.at.

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