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VWs neue Elektroautos sind eine Kampfansage an Tesla

Volkswagen plant offenbar eine Elektro-Offensive.
Volkswagen plant offenbar eine Elektro-Offensive.
Foto: Volkswagen AG
Volkswagen setzt weiter auf Elektroautos. Eins davon ist besonders günstig. Werden sie es mit Tesla aufnehmen können?

Der Diesel-Skandal ist juristisch immer noch nicht vollständig aufgearbeitet, da geht Volkswagen schon zum nächsten Thema über und lässt die Gerüchteküche um seine neuen Elektroautos brodeln. Über den rein elektrischen VW Neo ist bereits einiges bekannt. Ein anderes Modell lässt noch viele Fragen offen.

Elektroauto Nummer 1: Der VW MEB Entry

Günstig soll es jedenfalls sein, dieses E-Auto MEB Entry, benannt nach dem Elektro-Baukastensystem von VW. Weniger als 20.000 Euro sollen Kunden für eines der zunächst 200.000 Modelle zahlen, wie Reuters unter Berufung auf mit den Plänen vertrauten Personen berichtet. Demnach sollen die Pläne, zu denen sich Volkswagen selbst noch nicht geäußert hat, beim Aufsichtsratstreffen des Konzerns diskutiert werden. Ob wir es mit einem Massenhersteller von Elektroautos zu tun bekommen?

Weitere Pläne von VW sprechen dafür: Reuters berichtet weiter über eine mögliche Kooperation zwischen Volkswagen und dem südkoreanischen Akku-Hersteller SK Innovation. Außerdem eine Allianz an mit Ford, für den bekanntlich der Verbrennungsmotor ganz vor dem Aus steht. Und damit nicht genug, entwickelt Apple mit VW selbstfahrende, elektrische Shuttle-Busse. Ein Massenmarkt ist damit zwar nicht zu erreichen, aber die Weiterentwicklung von Kompetenzen im elektrifizierten Fahren.

Zukunftsträchtige Arbeitsplätze erhalten soll zudem die Verlagerung von Fabriken. Beim Aufsichtsratstreffen werde dem Bericht zufolge auch besprochen, wie die Fabriken in Emden, Zwickau und Hannover vollständig auf die Produktion von E-Autos umgerüstet werden können.

Mehr Elektromobilität bei VW:

Elektroauto Nummer 2: Der VW Neo

Erst kürzlich hatte Volkswagen seinen E-Antriebs-Baukasten MEB für die kommenden Elektrofahrzeuge präsentiert. Die modulare Plattform wird bei Kompaktwagen ebenso die Basis bilden wie bei SUVs oder Vans.

Auf Grundlage dieser Plattform will VW nicht nur ab Ende 2019 den MEB Entry in Zwickau produzieren, sondern im selben Jahr auch sein erstes, von Grund auf auf E-Mobilität basierendes Fahrzeug auf den Markt bringen. Der VW Neo soll ein leistbares E-Auto sein, dessen Einstiegspreis bei ungefähr 25.000 Euro liegt.

3 VW Neos gegen Tesla

In Sachen Reichweite lässt nun Christian Senger, Leiter der E-Mobility-Baureihe, gegenüber dem britischen Autoexpress mit neuen Details aufhorchen. Demnach wird der VW Neo in drei verschiedenen Varianten angeboten. Das Einstiegsmodell soll mit einer 48 kWh Batterie eine Reichweite von 330 Kilometer (nach WLTP) haben. Zum Vergleich: Ein Tesla Model 3 schafft mit einer Akkuladung 350 Kilometer.

Das nächst größere Modell kommt laut Senger mit einer Akkuladung an die 450 Kilometer weit. Die Reichweite des Top-Modells stehe noch nicht final fest, soll aber nochmal einmal eines draufsetzen. Geladen werden soll das kommende VW-E-Auto mit bis zu 125 kW.

Vom Formfaktor her soll der VW Neo in etwa 20 Zentimeter länger sein als der fünftürige VW Golf. Der Vorverkauf für den VW Neo soll Ende 2019 starten.

Und darüber hinaus?

Mit dem E-Up hat Volkswagen bereits ein günstiges Elektroauto: Inklusive Umweltprämie ist es bereits für 19.000 Euro zu haben. Allerdings hakt es noch an der Reichweite, denn der E-Up schafft mit einer Akkuladung nur 160 Kilometer. Die Akkuladung der zur ID-Serie gehörenden Modelle, darunter auch der Neo, der Entry und der Shuttle-Bus für Apple, sollen 400 bis 600 Kilometer schaffen. Das wäre tatsächlich eine ordentliche Konkurrenz für Tesla.

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