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Nach Chaos-Update: Microsoft schafft neues System für Windows-Insider

Der Rollout wurde pausiert.
Der Rollout wurde pausiert.
Foto: imago/Levine-Roberts
Microsoft will sein Insider-Programm anpassen, damit Tester besser gehört werden. Mittels der Modifikation sollen die Teilnehmer künftig entdeckte Fehler klassifizieren können.

Mit dem ersten Rollout des neuen Windows-Updates der Version 1809 kamen auch die Probleme. Nutzer klagten über teils völlig leergefegte Ordner. Microsoft stoppte die Veröffentlichung und nachdem öffentlich wurde, dass die Insider – also Teilnehmer des Testlaufs – bereits den Fehler meldeten, will der Konzern nun grundliegende Änderungen vornehmen.

Mehr Aufmerksamkeit für Windows-Insider

Bereits vor der Veröffentlichung der Version 1809 hätten die Microsoft-Entwickler allerdings von den Fehlern wissen müssen. So gaben einige Teilnehmer des vorangegangenen Insider-Programms an, der Inhalt des "Dokumente"-Ordners hätte das Update nicht überstanden. Es stellt sich also die Frage, warum das Update dennoch ausgespielt wurde.

Eines der Hauptprobleme sieht der Soft- und Hardwarehersteller offenbar darin, dass die Entwickler des Updates nicht sämtliche Anmerkungen der Tester überblicken konnten. Mittels eines neuen Systems für Windows-Insider soll diese Problematik behoben werden. So sollen sie künftig ihre Anfragen und gefundenen Fehler in ihrem Schweregrad bewerten. Auf diese Weise hofft Microsoft "damit die effektivsten Probleme besser überwachen" zu können.

Auch die Ursache des Fehlers will der Konzern mittlerweile ermittelt haben. Im Rahmen eines Blogbeitrags erläuterte Microsoft die dem Oktober-Update verbundene Problematik und arbeitet derzeit im rahmen einer neuen Testreihe an der Lösung.

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Altes Problem unter neuem Namen

Bereits im Rahmen früherer Aktualisierungen hatte es bereits ähnliche Felle gegeben. Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass Microsoft neue Windows-10-Features nicht als "Update" ausspielt. Stattdessen setze man dort auf die Einstufung "Upgrade", wodurch die alten, überschriebenen Daten (in der Regel scheinbar veraltete Einstellungen) in einen Ordner namens "Windows.old" verschoben werden.

Dabei betraf der derzeitige Fehler jedoch vorrangig jene Nutzer, die das tatsächlich Verzeichnis für Ordner wie "Desktop", "Dokumente" oder "Bilder" mittels der KFR-Funktion (Known Folder Redirection) abgeändert hatten. So konnten sich die Daten beispielsweise auf einer anderen Partition oder einem anderen Laufwerk befinden. Da die Umleitung dennoch über das C-Laufwerk verläuft, sieht das System derartige Verweise als Dopplung an, die im Rahmen des Updates gelöscht wurden.

Dadurch beschränkten sich die Datenverluste nicht ausschließlich auf die Partition des Betriebssystems, sondern traf auch andere – scheinbar unabhängige Partitionen.

Rollout des Oktober-Updates pausiert

Glücklicherweise wurde das Update noch nicht automatisch verteilt, sondern konnte nur manuell heruntergeladen werden. Auf der Download-Seite, die User nutzen konnten um das Update bereits herunterzuladen, ist das Oktober-Update 2018 mit der Version 1809 jetzt verschwunden. Auf der Support-Website zu dem Update ist zu lesen: „Wir haben den Rollout des Oktober-Updates (Version 1809) für alle User pausiert. Wir untersuchen vereinzelte Berichte von Usern, laut denen einige Dateien nach dem Update fehlen.“

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