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Google-Event: Pixel 3 konzentriert sich auf KI und Kamerafunktionen

Google-Event: Pixel 3 konzentriert sich auf KI und Kamerafunktionen

Die neuen Smartphones aus dem Hause Google müssen sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Vor allem künstliche Intelligenz soll dabei helfen, die Geräte besser zu machen. Im Rahmen eines Produkt-Events hat Google die dritte Generation seiner Pixel
Mi, 10.10.2018, 12.01 Uhr

Google-Event: Pixel 3 konzentriert sich auf KI und Kamerafunktionen

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Die neuen Smartphones aus dem Hause Google müssen sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Vor allem künstliche Intelligenz soll dabei helfen, die Geräte besser zu machen.

Im Rahmen eines Produkt-Events hat Google die dritte Generation seiner Pixel-Smartphone "Made by Google" vorgestellt. Bei kaum einem anderen Smartphone in der jüngeren Geschichte gab es derartig viele Leaks wie bei dem Pixel 3 und dem Pixel 3 XL. Und die meisten der vorab durchgesickerten Infos haben sich auch bewahrheitet.

Künstliche Intelligenz

Wie bei der Präsentation mehrfach betont, setzt Google bei seinen neuen Pixel-Phone auch auf Künstliche Intelligenz, welche den Nutzern hauptsächlich bei den Kamerafunktionen und bei der Ausdauer des Akkus begegnen wird. Grundsätzlich verfügen sowohl das Pixel 3 als auch das Pixel 3 XL über dieselben Funktionen und unterscheiden sich hauptsächlich in der Displaygröße.

Optisch keine großen Änderungen

Während das Google 3 XL einen Notch hat, kommt das kleinere Pixel 3 ohne Display-Einkerbung aus. Vom Design her sind die beiden Geräte wohl nicht so "rahmenlos" wie die Smartphones der Konkurrenz.

Wie üblich bleibt der Fingerabdrucksensor bei beiden Pixel-Phones auf der Rückseite des Gerätes. Alternativ können die Google-Handys auch mit einem Gesichtsscan entsperrt werden. Allerdings greift Google hier nicht auf eine Tiefenkamera zurück, wie dies bei Face ID der iPhones von Apple der Fall ist.

Smarte Kamera

Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern verweigert sich Google der Dual-Kamera und bleibt bei seinen Pixel-Phones bei einem Single-Kamera-Setup. Dafür stattet der Technologiekonzern seine Smartphones mit jeder Menge KI-Funktionen aus. Die Hauptkamera löst mit 12,2 Megapixeln auf und setzt auf die Dual-Pixel-Technologie.

Außerdem ist bei den Pixel-Smartphones Googles smartes Bilderkennungs-Tool Google Lens direkt in die Kamera-App integriert. Wird Google Lens durch langes halten des Kamera-Screens aktiviert, erkennt das Smartphone automatisch die Objekte vor der Linse und kann weiterführende Infos dazu anzeigen. So lassen sich etwa Texte scannen und übersetzen, ähnliche Kleidungsstücke finden oder unbekannte Pflanzen und Tiere identifizieren, wie Google erklärt.

Kamera sucht selbst nach dem besten Bild

Darüber hinaus verfügt die Kamera-App der Pixel-Phones nun über die so genannte "Top-Foto"-Funktion, bei der eine künstliche Intelligenz dabei helfen soll, das perfekte Bild einzufangen. Wird ein Foto aufgenommen, werden auch die Bilder kurz vor und kurz nach Drücken des Auslösers analysiert, um dasjenige zu finden, auf dem alle Personen lächeln beziehungsweise die Augen offen haben und in die Kamera schauen. Der User soll dabei selbst das perfekte Foto aus den verschiedenen Aufnahmen auswählen können.

Den Digitalzoom versucht Google mit "Super-Resolution-Zoom" aufzuwerten und zu verbessern. Dabei greift der Technologiekonzern auf eine Bildgebungstechnik zurück, die in der Astronomie zum Einsatz kommt und beim Zoomen eine scharfe Detailwiedergabe ermöglichen soll.

Zwei Selfiekameras

Im Frontbereich hingegen setzt Google auf zwei Kameras mit einer Auflösung von jeweils 8,1 Megapixeln. Eine der Frontkameras ist im Superweitwinkelbereich angesiedelt, was das Aufnehmen von Gruppenselfie erleichtern soll.

Ebenso betont hat Google den Bokeh-Effekt im Portrait-Modus. Dieser erkennt selbständig Motive im Vordergrund und stellt den Hintergrund passend unscharf dar. Die (Un)-Schärfeeinstellungen können dabei von Nutzern selbst gewählt und festgelegt werden.

Auch bei der Selfie-Funktion gibt es eine Funktion, bei der eine KI die Bilder analysiert, die kurz vor und kurz nach sowie während des Drückens des Auslösers aufgenommen werden. Die besten Fotos, etwa wenn alle Lächeln oder in die Kamera schauen, stehen dem User dann zur Auswahl.

Pixel-Nutzer können Google Photos als Speicherplatz für ihre Fotos verwenden und zwar unbegrenzt und in Originalqualität.

Technische Ausstattung

Beide Geräte werden von einem Qualcomm Snapdragon 845 angetrieben, verfügen über eine Adreno 630 GPU, 4 GB RAM und sind in mit zwei Speichervarianten – 64 GB und 128 GB – verfügbar. Als Betriebssystem dient die neuste Android-Version Android 9 Pie.

Ähnlich wie HTCs U12+ sind auch die Pixel-Phones wieder mit einer Quetschfunktion ausgestattet: Drückt man den Rahmen des Gerätes, können Apps oder andere Funktionen ausgeführt werden.

Sicherheitschip Titan M

Die Pixel-Phones sind staub- und wasserabweisend nach IP68. Das bedeutet, dass die Geräte für bis zu 30 Minuten in maximal ein bis zwei Metern Wassertiefe verweilen können, ohne Schäden davonzutragen.

Sicherheitstechnisch sind die Pixel-Phones mit dem selbst entwickelten Sicherheitschip Titan M ausgestattet. Dieser Chip soll die mobile Sicherheit im Hintergrund verbessern, indem er die Anmeldedaten zum Entsperren, die Speicherverschlüsselung, App-Daten und die Integrität des Betriebssystem-Codes schützt, erklärt Google.

Display

Der größte Unterschied zu den Vorgängern ist das neue Format des Displays. Waren die früheren Pixel-Phones noch im 16:9-Format, zieht Google mit anderen Herstellern mit und stattet die Pixel-Phones nun mit einem Bildschirmformat von 18:9-Format aus. Das Display des Pixel 3 misst 5,5 Zoll, welches damit etwas kleiner ist, als jenes des iPhone Xs (5,8 Zoll) sowie des Samsung Galaxy S9 (5,8 Zoll).

Der Screen des Pixel 3 XL misst 6,3 Zoll und ist damit in etwa so groß wie das Samsung Note9 (6,4 Zoll), das Galaxy S9+ (6,2 Zoll) und das iPhone Xs Max (6,5 Zoll). Bei der Bildschirmtechnologie setzt Google abermals auf OLED.

Akku

Ähnlich wie Apple bei iOS 12 sind auch die Pixel-Geräte mit einer Funktion ausgestattet, die den Nutzern per eigenem Dashboard vor Augen führt, wie lange sie Smartphone-Screen hängen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, bei bestimmten Apps Zeitlimits zu setzen.

Die Pixel-Geräte werden mithilfe eines 18-Watt-Schnellladegerät geladen. Google verspricht, dass mit einer Ladezeit von 15 Minuten bis zu sieben Stunden Akkulaufzeit drin sind. Mit der KI-basierten Funktion "Intelligenter Akku" werden die wichtigsten Apps bevorzugt mit Energie versorgt, sodass die Geräte einen ganzen Tag lang genutzt werden können, wie Google behauptet. Die Kapazität des Akkus gibt Google bei den Pixel-Phones mit 2915 mAh an.

Preise, Lieferumfang und Verfügbarkeit

Als Farben stehen Just Black, Clearly White und Not Pink zur Auswahl. Im Lieferumfang sind USB-C-Kopfhörer sowie ein Kopfhöreradapter USB-C auf 3,5-mm-Klinke enthalten. In Deutschland wird das Google Pixel 3 mit 64 GB Speicherplatz 849 Euro kosten, die Version mit 128 GB internen Speicher 949 Euro.

Das Pixel 3 XL kostet in der 64-GB-Version 949 Euro, die Version mit 128 GB kostet 1049 Euro. Die ersten Geräte sollen in drei bis vier Wochen erhältlich sein.

Pixel Stand

Um die neuen Pixel-Phones artgerecht kabellos laden zu können, hat Google mit dem Pixel Stand auch gleich eine kabellose, Qi-kompatible Ladestation präsentiert. Im Stile einer klassischen Handy-Halterung werden die Pixel-Phones im Portrait-Modus darauf platziert.

Sobald sie sich mit der Ladestation verbunden haben, gehen die Smartphones in einen speziellen Modus über, wodurch sie zu einer Art Smart Display werden. Dabei werden die Pixel-Phones zu einem von Google Assistant unterstützten intelligenten Lautsprecher und Display, einem digitalen Bilderrahmen oder einer Steuereinheit für das smarte Zuhause.

Smartphone als Tageslichtwecker

Außerdem sollen die Pixel-Geräte mit dem Pixel Stand zu einer Art Tageslichtwecker werden. Dabei wird das Display über 15 Minuten hinweg langsam heller. Auf diese Weise soll ein Sonnenaufgang simuliert werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.at.

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