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Rauchmelder anbringen: So montierst du den Lebensretter richtig

Schütze dich und dein zu Hause: Wir zeigen wie du einen Rauchmelder anbringen kannst.
Schütze dich und dein zu Hause: Wir zeigen wie du einen Rauchmelder anbringen kannst.
Foto: imago/STPP
Ein richtig installierter Rauchmelder warnt dich und deine Liebsten vor Brandgefahr. Wir zeigen dir, wie du ihn korrekt anbringst und worauf du dabei achten musst.

In den meisten Bundesländern Deutschlands besteht die Verpflichtung, Rauchmelder in Wohnungen und Häusern zu installieren. Das hat auch einen guten Grund: Rauchmelder können Leben retten. Nicht nur während des Schlafs, sondern auch tagsüber könnte ein Feuer unbemerkt ausbrechen. Wie du einen Rauchmelder richtig anbringst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Wer muss in Deutschland Rauchmelder anbringen?

In Deutschland bestimmen die Bauordnungen der Bundesländer, ob bei Neubauten oder Umbauten ein Rauchmelder angebracht werden muss und bis wann die bestehenden Wohnungen nachgerüstet werden müssen. Zum Kauf und dem fachgerechten Einbau verpflichtet ist immer der Eigentümer der Wohnung (außer in Mecklenburg-Vorpommern).

Auf der Seite rauchmelderpflicht.eu kannst du im Detail nachlesen, wer verpflichtet ist, einen Rauchmelder anzubringen und wo das passieren sollte.

Bist du Eigentümer eines selbst genutzten Wohnraums, kannst du den Rauchmelder selbst installieren. Aber auch bei vermieteten Wohnungen darf der Eigentümer den Rauchmelder einbauen. Es gibt zwar keine Gesetze, die den Einbau regeln, jedoch musst du beim Anbringen des Rauchmelders ein paar Dinge beachten.

Wo sollte ein Rauchmelder angebracht werden?

In der Regel reicht ein Rauchmelder nur für einen 60 Quadratmeter großen Raum. Dabei sollte er immer mittig an der Zimmerdecke montiert werden. Pass auch auf, dass du ihn nicht in der Nähe eines Luftschachts anbringst, sonst kann das Gerät nicht rechtzeitig Alarm auslösen.

Folgendes musst du bei größeren oder baulich besonderen Räumen beachten:

  • L-förmige Räume: Sollte dieser größer als 60 Quadratmeter sein, müssen zwei Rauchmelder angebracht werden, nämlich einer auf jeder Seite.
  • Große Räume: Ist ein Raum durch Stellwände, Teilwände oder große Möbel getrennt, sollte pro Teilbereich ein Rauchmelder installiert werden.
  • Offene Verbindungen: Räume, die sich über mehrere Etagen erstrecken, sollten mindestens auf der oberen Ebene einen Rauchmelder haben.

Rauchmelder in Pflichträumen anbringen

Auf jeden Fall sind Rauchmelder in jedem Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur (als Fluchtweg aus einem Aufenthaltsraum) Pflicht. Dies gilt für alle Bundesländer, wobei es einige Ausnahmen gibt:

  • Berlin und Brandenburg: Dort muss in jedem Zimmer, außer in Küche und Bad, ein Rauchmelder angebracht sein. Also kommen neben den oben genannten Räumen, zum Beispiel auch Arbeits- und Wohnzimmer hinzu.
  • Baden-Württemberg: Dort muss ein Rauchmelder überall dort montiert sein, wo Menschen "bestimmungsgemäß" schlafen.

Besonderer Schutz in Ausnahme-Räumen

Ausnahme-Räume sind beispielsweise die Küche, das Bad, die Garage oder der Keller, also Räume, in denen viel Wasserdampf, Staub oder Abgase entstehen können. Für diese Zimmer kann man spezielle Geräte installieren, wie zum Beispiel Hitzemelder oder küchentaugliche Rauchmelder.

Wie montiert man Rauchmelder an Dachschrägen?

Auch bei Dachschrägen sollte ein Rauchmelder in waagerechter Position angebracht werden. Das musst du dabei beachten:

  • Neigungen bis zu 20 Grad: Dort funktioniert die Rauchmelder-Anbringung wie bei einer waagerechten Zimmerdecke.
  • Neigungen über 20 Grad: Dort sollte das Gerät mit einem Abstand von 0,5 bis 1 Meter von der Spitze der Zimmerdecke montiert werden.
  • Bei Dachschrägen mit einem waagerechten Mittelteil von mindestens 1 Meter kannst du den Rauchmelder genau dort platzieren.

So bringst du einen Rauchmelder richtig an

Bei der Montage eines Rauchmelders gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Bohr-/Schraubmontage oder die Klebemontage. Die Bohrmontage ist wohl die gängigste Art einen Rauchmelder anzubringen. Dafür hast du einen Sockel, mit dem du Bohrlöcher markieren kannst. Nachdem die Löcher gebohrt und die Dübel eingesetzt wurden, können der Sockel und dann der Rauchmelder selbst angebracht werden.

Bei der Klebemontage arbeitest du mit Magnethaltern. Du hast dabei zwei Platten mit Klebeflächen. Eine wird an die Decke geklebt, die andere an den Sockel des Geräts. Schließlich sorgen die Magneten dafür, dass der Rauchmelder an der Decke hängen bleibt. Auch wenn du hierbei nicht so einen großen Aufwand wie beim Bohren hast, ist die Klebemontage nicht für jede Oberfläche geeignet.

Fazit: Das sollte man beim Anbringen des Rauchmelders immer beachten

Achtest du auf unsere oben aufgeführten Anweisungen, kann eigentlich kaum etwas schiefgehen. Abschließend haben wir hier noch ein paar Punkte, die du beim Anbringen eines Rauchmelders beachten solltest:

  • Achte immer auf die Bedienungsanleitung.
  • Montier den Rauchmelder stets an der Zimmerdecke, denn Brandrauch steigt immer nach oben.
  • Bring den Rauchmelder am besten mittig an. Optimalerweise mindestens 50 Zentimeter von Wänden, Lampen oder Balken entfernt.
  • Installier ihn nie in der Dachspitze oder in der Nähe von Luftschächten, beziehungsweise dort, wo Zugluft herrscht.
  • Der Rauchmelder sollte nicht durch Schränke verdeckt werden.

Wer für Sicherheit sorgen möchte, sollte also nicht auf einen Rauchmelder verzichten. Es gibt sogar Geräte, die mit einem Smart Home-System gesteuert werden können. Welche Vor- und Nachteile die Haussteuerung per App hat, zeigen wir hier.

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