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Happy Birthday Macintosh – Wie Apple vor 35 Jahren gegen IBM in den Kampf zog

Foto: Apple
Der erste Macintosh im Jahr 1984 galt als direkter Angriff auf IBM. Der hohe Preis und die zunehmende Konkurrenz durch Windows machten es Apple schwer.

Das Jahr 1984 sollte nicht wie das Buch „1984“ werden. So lautete das Versprechen im Werbespot, den Star-Regisseur Ridley Scott zur Bewerbung des ersten Macintosh drehte und der nur einmal – während des Super Bowl XVIII – im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Der Mac selbst ist im Spot nicht zu sehen, er wurde am 24. Januar 1984, erst zwei Tage nach Ausstrahlung des Spots, von Apple-Mitgründer Steve Jobs persönlich vorgestellt. „Hello, I’m Macinstosh“ verkündete damals eine Roboterstimme unter tosendem Applaus.

Apple Mac 1984

Revolutionärer "Papierkorb"

Der erste Mac war der Nachfolger des technisch ähnlichen, 10.000 Dollar teuren Apple Lisa. Für einen Preis von 2.495 Dollar erhielt man mit dem ersten Mac einen Computer, der mit Motorolas 68000-CPU und mit satten 128 Kilobyte Arbeitsspeicher ausgestattet war.

So wie der Vorgänger Lisa, hatte er eine grafische Benutzeroberfläche und eine Maus, die von der Firma Xerox lizenziert wurden. Als revolutionär galt damals die Einführung eines „Papierkorbs“, mit dem das Löschen von Dateien rückgängig gemacht wurde, sowie der Desktop mit Icons und die Möglichkeit zum Verschieben von Elementen via Drag&Drop.

Schleppender Verkauf

Trotz der neuen Features verkaufte sich der erste Macintosh nicht allzu gut, was unter anderem am hohen Verkaufspreis lag – inflationsbereinigt wären die 2.495 Dollar heutzutage 5.500 Euro. Außerdem gab es noch weniger Anwendungen als für IBM-Rechner, und der 128 KB große Speicher war zu klein. Apple rechnete damit, 47.000 Stück pro Monat zu verkaufen. Nach dem Kaufrausch der ersten Fans sackte der Absatz aber auf rund 5.000 Geräte pro Monat ab.


Im Jahr 1987 folgten der Macintosh II und der Macintosh SE, im Jahr 1990 kam der Macintosh IIfx in die Läden – für bescheidene 9.870 Dollar. Der Schritt in die mobile Welt wurde ein Jahr vorher, 1989, mit dem Macintosh Portable gesetzt: Ein Laptop, der stolze 7,2 Kilogramm wog, aber immerhin schon eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden bot.

Windows erobert in den 1990er Jahren den Markt

In den 1990er-Jahren verlor der Mac immer mehr Käufer, während PCs mit Microsofts Windows den Markt eroberten. Nach seiner Rückkehr ins Unternehmen belebte Steve Jobs das Geschäft jedoch wieder, indem er am 6. Mai 1998 den ersten iMac präsentierte: Das halbdurchsichtige Gehäuse war damals ein Alleinstellungsmerkmal. In den ersten sechs Wochen wurden 278.000 Geräte verkauft.


Mit dem Mac Pro, dem Mac Mini und den verschiedenen MacBooks folgten weitere Produkte aus der Mac-Familie. Zwar sind die iPhones derzeit der größte Umsatzbringer des Konzerns – echte Fans wollen auf ihren Mac aber natürlich keinen einzigen Tag verzichten.

Und was treibt Apple heute so? Neben den iPhones sind auch Produkte wie die kabellosen AirPods erfolgreich. Die nächste Generation der AirPods soll sogar Gesundheits-Update erhalten.

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