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Paukenschlag bei Audi und Porsche: Zerlegtes Tesla Model 3 zeigt ihnen ihre Fehler

Sa, 04.05.2019, 15.43 Uhr

Bei Tesla ist immer etwas los

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Völlige Ernüchterung stellte sich ein, als Audi und Porsche das Tesla Model 3 zerlegten. Denn im Inneren zeigte sich, was die deutschen Autohersteller selbst falsch machen.

Als das Tesla Model 3 angekündigt wurde und auf den Markt kam, gab es zahlreiche Skeptiker: Ein Elektroauto zu diesem Preis müsse einen Haken haben und könne nicht reif für den Massenmarkt sein. Branchenexperten verglichen das Model 3 mit einem Kia aus den 1990er Jahren.

Mit dieser Annahme sind wohl auch die deutschen Autobauer Audi und Porsche an die Sache herangegangen und haben sich frühzeitig ein Model 3 organisiert – und zerlegt.

Voll normal: Tesla zerlegt

In der Automobilbranche ist es üblich, Wagen anderer Hersteller auseinanderzunehmen und untersuchen. Kürzlich haben Audi und Porsche deshalb das Tesla Model 3 zerlegt und den Aufbau sowie die einzelnen Komponenten genau unter die Lupe genommen.

Doch als sich die Audi-Konstrukteure das Model 3 genauer ansahen, waren sie schockiert, weil ihre Annahmen nicht zutrafen. Die Porsche- und Audi-Ingenieure mussten ihren Elektroauto-Baukasten PPE (Premium Platform Electric) ändern, da das Tesla Model 3 wesentlich besser war, als sie dachten. So heißt es in einem Bericht des deutschen Manager Magazins.


Diese Erkenntnis führte zu Ernüchterung bei den deutschen Premium-Herstellern, wie der neue Audi-Chef Bram Schot in dem Bericht erzählt. Und das hat noch weitreichendere Folgen. Denn die PPE ist nicht mehr im Zeitplan, wie kürzlich bekanntgeworden war. Damit wird der Start der Elektroautomodelle von Audi und Porsche wohl um ein halbes Jahr auf Frühjahr 2020 verschoben.

Audi e-tron doch keine Gefahr für Tesla

Audi selbst gesteht, beim ersten Ingolstädter Elektrowagen e-tron (dem angeblichen Angriff auf Tesla) zahlreiche Fehler gemacht zu haben, die zu stark gestiegenen Kosten und deutlichen Verzögerungen geführt haben. Das e-tron-Programm sei viel zu teuer geworden, heißt es.

Insgesamt sind Audi dadurch Kosten in der Höhe von zwei Milliarden Euro entstanden. Audi müsste nun ungefähr 600.000 e-tron-Modelle verkaufen, um den Break Even Point zu erreichen. Das wird in Ingolstadt mittlerweile als Illusion angesehen. Von den ursprünglich zwölf bis Ende 2019 angekündigten E-Modellen ist aktuell nur der Audi e-tron quattro vorbestellbar.

Tesla Model 3 häufiger zerlegt

Das Model 3 ist aber nicht nur für Porsche und Audi ein spannendes Elektroauto. Im Juni 2018 hatten deutsche Ingenieure es zerlegt und daraus Erkenntnisse für ihre Hersteller gezogen: zum Beispiel, dass die Materialien und Produktionskosten zusammen niedriger waren als angenommen. Für Tesla bleibt damit bei einem Verkaufspreis von 35.000 Dollar eine ordentlich Gewinnspanne übrig.

Es gibt jetzt übrigens ein Tesla Model 3 mit nur 93 Meilen Reichweite. Dahinter steckt ein Plan des Elektroautoherstellers. Auch hinter der Kamera des Model 3 verbirgt sich eine Strategie. Wundern solltest du dich auch nicht darüber, dass ein Tesla Model 3 in wenigen Minuten gehackt wurde.

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