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In VWs E-Autos steckt vier Mal mehr dieses umstrittenen Rohstoffs als in einem Tesla

VW hat sich für das E-Auto entschieden. Auf dem Bild ist der VW I.D. zu sehen. Aktuell steckt in den Batterien des Konzerns noch viel mehr Kobalt als in Modellen von Tesla.
VW hat sich für das E-Auto entschieden. Auf dem Bild ist der VW I.D. zu sehen. Aktuell steckt in den Batterien des Konzerns noch viel mehr Kobalt als in Modellen von Tesla.
Foto: Robert Hradil/Getty Images
Artikel von: Christopher Knoop
VW hat große Ziele. Weg von den Verbrennungsmotoren, hin zu 100 Prozent elektrischen Antrieben. Doch die dafür benötigten Rohstoffe werden zum Teil unter fragwürdigen Bedingungen gewonnen.

Die Pläne von VW sind ehrgeizig. Während der Konzern noch vor wenigen Jahren den Trend zum Elektroauto zu verschlafen schien, setzt das Unternehmen nun mit aller Macht auf den alternativen Antrieb.

VW will bis 2050 klimaneutral sein

Ab 2040 will VW keine Wagen mehr mit Verbrennungsmotoren verkaufen, bis 2050 will Deutschlands größter Autobauer klimaneutral sein. In sieben Jahren bereits schließt VW sogar die Entwicklungsabteilung für herkömmliche Motoren. Die Marschrichtung ist also klar, die Zukunft sieht der Konzern selbst in der E-Mobilität.

Doch es gibt einen Haken. Denn die riesige Anzahl an Batterien, die ein Weltkonzern wie Volkswagen braucht, um die Wagen auszustatten, benötigen einen Rohstoff: Kobalt. Wiederaufladbare Akkus kommen nicht ohne das Metall aus. Egal ob in unseren Smartphones, unseren Laptops oder eben in den Batterien von Eletroautos – das Metall ist überall.

VW-Batterien mit vier Mal so viel Kobalt wie Tesla-Batterien

Und während andere Unternehmen es geschafft haben, den Kobaltanteil in ihren Batterien zu senken, benötigen die Stromspeicher von Volkswagen noch große Mengen des Metalls, das in Afrika unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird.

So bestehen etwa die Batterien in VWs neuem Elektro-Modell I.D. 3 zu 12 bis 14 Prozent aus dem Metall, wie Frank Blome, Leiter des Center of Excellence für Batteriezellen bei VW gegenüber der Wirtschaftswoche erklärte. Teslas Model 3 hingegen kommt nur noch auf einen Kobaltgehalt von 2,8 Prozent, wie Business Insider schreibt.

VW will Kobaltanteil in Batterien senken

Wie die Seite weiter berichtet, habe BMW erst kürzlich angekündigt, gänzlich auf den Import von Kobalt aus dem Kongo verzichten zu wollen. Und auch Volkswagen wolle dem Bericht zufolge in Zukunft mehr darauf achten, woher die Rohstoffe kommen und habe daher unter anderem die Richtlinien für Zulieferer verschärft.

Auch sei es das erklärte Ziel des Automobilherstellers, den Kobaltanteil in den Batterien zu senken. Neue Zellen seien da schon viel weiter. „Der Prototyp hat einen geringeren Kobaltanteil. Unsere bisherigen Tests zeigen, dass unsere Qualitätsansprüche dennoch erfüllt werden.", zitiert die Seite Blome.

Video: Tesla-Konkurrent Porsche Taycan im Härtetest

In Sachen Elektroauto kommt VW noch nicht gegen Tesla an. Auch in diesem Test verliert die VW-Tochter Audi gegen Tesla. Wenn auch du Interesse an einem E-Auto hast, schau dir unsere Übersicht der Elektroautos 2019 an.

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