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Aufgepasst: Mit diesen Spionage-Geräten machst du dich strafbar

Spionage-Gadgets können dich Kopf und Kragen kosten.
Spionage-Gadgets können dich Kopf und Kragen kosten.
Foto: Wolfgang Zwanzger www.20er.net / imago/Wolfgang Zwanzger
Nicht alles ist das, wonach es aussieht. Im Fall von Spionage-Gadgets kann dich ebendiese Tatsache einen hohen Preis kosten.

Spionage leicht gemacht: Auf eBay und anderen Plattformen findet sich ein Sammelsurium zwielichtiger Spionage-Gadgets. Für unter 10 Euro gibt es USB-Kabel mit Wanzen und für ein paar Euro mehr auch WLAN-Kameras, die in Weckern versteckt sind. Doch Helikoptereltern und Voyeuristen freuen sich zu früh – solche Geräte verstoßen sehr wahrscheinlich gegen das Gesetz.

Spionage-Gadgets: Das Gesetz setzt klare Grenzen

Denn nach §90 Telekommunikationsgesetz sind Sende- oder sonstige Telekommunikationsanlagen verboten, die "ihrer Form nach einen anderen Gegenstand vortäuschen" und das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen unbemerkt abhören oder ein Bild unbemerkt aufnehmen. Dazu zählt das Gesetz auch explizit versteckte Kameras und Mikrofone, wie sie in Uhren, Weckern oder Ladekabeln zu finden sind.

Den Verkauf von über 10 Millionen Produkten hat die Bundesnetzagentur vergangenes Jahr deshalb gestoppt – dazu zählten auch Geräte, die verdeckte Überwachung ermöglichten. Bekommt die Bundesnetzagentur Wind davon, dass du ein solches Produkt besitzt, kann die Behörde von dir verlangen, dass du es vernichtest. Wenn du dich auch noch weigerst, kann das c't zufolge ein saftiges Zwangsgeld bis zu 25.000 Euro bedeuten.

Nur gucken, nicht anfassen!

Ein besonders aufsehenerregender Fall war die Spielzeugpuppe "Cayla", die Sprachaufzeichnungen tätigte und ins Netz stellte. Da die Puppe selbst eine Tarnung für die Aufnahmen darstellte, entschied sich die Bundesnetzagentur, das Spielzeug als "verboten" einzustufen. Spycams sind aber nur dann strafbar, wenn sie Aufnahmen tätigen oder mit dem Netz verbunden sind.

Selbst wenn dir die Geräte nicht gehören, sondern du sie dir nur geliehen hast (warum auch immer), machst du dich strafbar. Wenn du auf Angebote für die Geräte im Netz stößt, heißt es also: Nur gucken, nicht anfassen! Am Besten meldest du eine dubiose Anzeige gegenüber der Bundesnetzagentur per Mail über spionagegeraete@bnetza.de.

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