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Fingerabdrucksensor des Galaxy S10 erschreckend leicht geknackt: Nur dieses Tool war nötig

Der Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy S10 (Symbolbild) sollte eigentlich für mehr Sicherheit sorgen.
Der Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy S10 (Symbolbild) sollte eigentlich für mehr Sicherheit sorgen.
Foto: Gregor Gruber
Einem Reddit-User ist es gelungen, Finger das Sicherheitsfeature hochgelobten Samsungs S10 auzutricksen. Und zwar auf erschreckend einfachem Weg.

Samsung hat sein neues Top-Modell zwar mit einem Ultraschall-Fingeradrucksensor unter dem Display ausgestattet, besonders sicher dürfte die Zugangssperre aber nicht sein, berichtet Business Insider. Ein Reddit-Nutzer mit dem Namen „u/darkshark9“ veröffentlichte auf Imgur ein Video, in dem zu sehen ist, wie er mit Hilfe eines 3D-Druckers den Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy S10 austrickste.

Samsung Galaxy S10 scheitert an simplem 3D-Modell

Schon vor dem Start des S10 und S10+ war der neue In-Display-Fingerabdrucksensor ein groß angekündigtes Features. Dabei sollte der Vorteil nicht nur darin liegen, dass er direkt in den Bildschirm integriert ist. Zusätzlich zur Gesichtserkennung sollte der Ultraschallsensor für mehr Sicherheit sorgen.

„u/darkshark9“ machte diesem Vorhaben nun einen Strich durch die Rechnung. Zunächst machte der Reddit-User ein Foto seines Fingerabdrucks, den er auf einem Weinglas hinterließ. Danach bearbeitete er das Foto im Photoshop um den Kontrast zu erhöhen, und übertrug es anschließend in die 3D-Software 3ds Max um ein 3D-Modell zu bekommen.

Ultraschallsensor beim dritten Versuch erfolgreich gehackt

Zwar musste er das Modell mehrmals ausdrucken. Der dritte Versuch klappte aber schließlich. Weil der Ultraschallsensor anders als optische Sensoren kapazitiven Input braucht, musste er das Plastikmodell mit der Fingerspitze auf den Sensor des Samsung S10 pressen. Um den Sensor zu überlisten, habe er weniger als 15 Minuten gebraucht, gab der Reddit-Nutzer an.

Fingerabdrucksensoren seien generell nicht sicher

Dasselbe könne er neben Samsungs Galaxy S10 auch mit jedem anderen Handy machen, meinte er weiter, auch wenn sie gestohlen seien. Fingerabdrucke von den Besitzern würden sich wohl auf jedem Smartphone befinden und könnten fotografiert und 3D-modelliert werden. Mit seinem Experiment habe er darauf aufmerksam machen wollen, dass auch elaborierte Fingerabdrucksensoren wie der des Galaxy S10 keine sichere Methode seien, um sein Handy zu sperren.

Sein Video zum Samsung Galaxy S10-Hack findest du übrigens hier.

Dass auch die andere Sperrmethodik, über die das Flaggschiff-Modell verfügt, nicht unbedingt sicher ist, wurde ebenfalls bereits gezeigt. Die Gesichtserkennung des Galaxy S10 ließ sich mit einem Video überlisten. Dennoch konnte Samsungs S10 im futurezone-Test solide überzeugen.

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