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Buddy-System: Volvos warnen sich in Zukunft gegenseitig vorm Rutschen

Der Autohersteller Volvo will mithilfe eines System-Updates die Sicherheit in europäischen Fahrzeugen erhöhen.
Der Autohersteller Volvo will mithilfe eines System-Updates die Sicherheit in europäischen Fahrzeugen erhöhen.
Foto: Pixabay
Europäische Modelle des Fahrzeugherstellers Volvo sollen zukünftig ein System nutzen, das andere Autos vor eventuellen Gefahren im Straßenverkehr warnt.

Fahrzeuge des schwedischen Herstellers Volvo sollen ab dem Modelljahr 2020 serienmäßig ein System-Update erhalten, mit dem sich Autos gegenseitig vor rutschigen Straßen und anderen Gefahren warnen sollen. In Schweden und Norwegen ist die Technik bereits seit 2016 in Volvos 90-er Modellen verbaut. Für Fahrzeuge ab Modelljahr 2016 soll die Technik bald als Nachrüstung verfügbar werden.

Mit Volvos System-Update warnen sich Autos gegenseitig

Um die Sicherheit auf europäischen Straßen zu erhöhen, werden in neue Volvo-Fahrzeuge künftig die Systeme "Hazard Light Alert" und "Slippery Road Alert" eingebaut werden.

Laut des Herstellers sendet der Hazard Light Alert über Mobilfunk und die Cloud ein Signal an alle umstehenden Volvos, wenn in einem der ausgestatteten Fahrzeuge das Warnblinklicht leuchtet. Das sei besonders nützlich vor unübersichtlichen Kurven und vor Kuppen, sagt Volvo.

Der Slippery Road Alert hingegen soll die Aufmerksamkeit des Fahrers für die aktuellen und kommenden Fahrbedingungen erhöhen. Das System sammelt dafür mit Hilfe der Lenk-, Brems- und Beschleunigungssensoren der verbundenen Fahrzeuge Daten über den Reibwert des Straßenbelags und übermittelt die Informationen an alle Volvo-Modelle in der Nähe – und zwar anonym. Der Fahrer werde über eine optische und akustische Warnung vor rutschigen Abschnitten gewarnt und könne seine Fahrweise entsprechend anpassen.

Video: Volvos Hazard Light Alert System

Volvo setzt auf Sicherheit

Volvo setzt neben dem System-Update jedoch noch auf weitere Sicherheitsmaßnahmen in seinen Fahrzeugen: Erst im vergangenen Monat hatte der Autohersteller angekündigt, in allen neuen Volvo-Fahrzeugen ab 2020 die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h zu begrenzen.

Auch will der Autobauer seine Fahrzeuge zukünftig mit Innenkameras und anderen Sensoren ausstatten, um abgelenkte oder berauschte Fahrer aufzuspüren. Falls diese nicht auf Warnsignale reagieren oder ein Unfall droht, könne das System beispielsweise die Geschwindigkeit reduzieren oder die Volvo-Einsatzzentrale benachrichtigen. Damit schließt sich der schwedische Hersteller einer ganzen Reihe von Big Brothers an.

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