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Aus diesem Grund sollte man einen Tesla-Akku nicht voll aufladen

Deshalb raten selbst Tesla-Fans vom Billig-Model 3 für 35.000 US-Dollar ab
Di, 05.03.2019, 14.45 Uhr

Deshalb raten selbst Tesla-Fans vom Billig-Model 3 für 35.000 US-Dollar ab

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Elon Musk hat einer Tesla-Fahrerin eine Frage beantwortet, die für die gesamte Branche wichtig ist: Wie voll sollte der Tesla-Akku sein, damit die Energie am besten genutzt wird? Branchenexperten aber haben andere Antworten.

Wer das Optimum aus seiner Tesla-Batterie herausholen will, soll diese besser nicht voll aufladen. Diese von Tesla kommunizierte Empfehlung verunsicherte eine Neubesitzerin eines Tesla Model 3. Die Frau ließ es sich nicht nehmen, Elon Musk persönlich auf Twitter deswegen anzuschreiben. Da sie täglich 130 Kilometer pro Strecke pendle, mache sie sich um die Reichweite sorgen, wenn der Akku nicht zu 100 Prozent geladen sei. Ihr Standard-Modell ist auf 380 Kilometer bei voller Ladung ausgelegt, bei 90 Prozent bleiben 350 Kilometer.

Elon Musks Antwort: So soll ein Tesla aufgeladen werden

Tatsächlich beantwortete Musk die Frage der Tesla-Inhaberin und empfahl, den Akku maximal auf 90 bis 95 Prozent aufzuladen. Musk unterstreicht, dass die Energierückgewinnung beim Bremsen nicht funktioniere, wenn der Akku 100 Prozent geladen ist. Dadurch werde das Auto weniger energieeffizient. Um wieviel Prozent die Reichweite durch die Umwandlung von Bremsenergie in Elektrizität und die Rückführung in den Akku gesteigert werden kann, hat Tesla noch nie offiziell kommuniziert.

Tesla-Experten sehen das anders

In der Branche geht man allerdings davon aus, dass aktuell zwischen 25 und 30 Prozent der aufgewendeten Energie während des Fahrens wiedergewonnen werden kann. Auch in der Formel E beschäftigt sich ein großer Teil der Forschung mit dem Thema, wie Formel E-Weltmeister Jean-Éric Vergne kürzlich in einem futurezone-Interview erklärte. Nicht zuletzt auch durch eine verbesserte Nutzung des Bremseffekts konnte die Akku-Reichweite in der Formel E in den vergangenen Jahren verdoppelt werden.

Den Akku eines Elektroautos nicht zu 100 Prozent aufzuladen, ist aber auch aus anderen Gründen klug. Akku-Experten zufolge geht das Ausreizen der Kapazität nämlich zu Lasten der Lebensdauer. Nach einer umfassenden Testreihe über einen längeren Zeitraum, suggerierte der Forscher Jeff Dahn gar, dass man seinen Tesla-Akku nur auf 70 Prozent laden solle, wenn man die Reichweite für seine täglichen Fahrten nicht benötige. Damit könne man die Lebensdauer der Batterie wesentlich verlängern. In Tesla-Fahrzeugen sind standardmäßig 90 Prozent voreingestellt.

Diese Woche ist der Tesla Model 3 aus dem Online-Store entfernt worden. Und Elon Musk löste noch ein weiteres Geheimnis des Model 3, das der Kamera.

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