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Benutze dein iPhone lieber nicht zu oft, meint Apple-Chef Tim Cook

Tim Cook meint: Zu viel iPhone ist schlecht für dich.
Tim Cook meint: Zu viel iPhone ist schlecht für dich.
Foto: Justin Sullivan/Getty Images
Apple macht viel Geld mit seinen iPhones. Allerdings warnt CEO Tim Cook jetzt davor, das Smartphone allzu häufig in die Hand zu nehmen – aus diesem wichtigen Grund.

Obwohl der iPhone-Umsatz im ersten Quartal 2019 nicht den Erwartungen entsprach, macht Apple immer noch sehr viel Geld mit den hauseigenen Smartphones. Da liegt es nahe, dass dem Unternehmen auch einiges an einer hohen Nutzungsdauer von den Geräten liegt. CEO Tim Cook stiftet aber nun mit einer Aussage Verwirrung, die zunächst einmal gut klingt: Er möchte nicht, dass iPhone-Besitzer das Produkt zu viel benutzen.

Deshalb will Tim Cook, dass du dein iPhone seltener benutzt

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC sprach der Apple-Chef unter anderem über die iPhone-Nutzungsdauer – genauer gesagt über ihre Grenzen. "Wir verdienen viel Geld, wenn wir Sie überzeugen können, ein iPhone zu kaufen ...", stellte er fest. "Aber ich möchte nicht, dass Sie das Produkt viel benutzen." Er bevorzuge es sogar, wenn das iPhone Leben bereichere, wenn Nutzern damit also Möglichkeiten eröffnet würden, die sie früher nicht hatten.

Die Aussage verwirrt, sollte man doch davon ausgehen, dass ein Konzern wie Apple die Nutzungsdauer eines seiner Produkte eher noch erhöhen will. Allerdings stand er in letzter Zeit ziemlich in der Kritik. So soll Apple hauseigene Apps im App Store bevorteilt und Drittanbieter-Apps zur Kontrolle der Nutzungsdauer dort entfernt haben. Wohl unter anderem aus diesem Grund rechtfertigte sich Cook nun in dem Interview.

Dazu gibt er noch eine Prise Emotionen. Denn er selbst habe die seit iOS 12 in iPhones und iPads enthaltene Funktion zur Überwachung der eigenen Bildschirmzeit genutzt. Das Ergebnis habe ihn überrascht. "Ungefähr 200 Mal" am Tag nehme er sein iPhone in die Hand, was doppelt so häufig sei, wie er erwartet hatte. Er rät dir demnach, dein iPhone nur für die Tätigkeit zu verwenden, für die du es auch wirklich brauchst.

Apple: Besser als Google und Facebook?

Nun rät er also auch allen anderen Nutzern, ihre Bildschirmzeit zu verkürzen. Und es kommt noch persönlicher: Als Kind habe Cook Angst gehabt, dass Fremde von draußen durch sein Fenster schauen könten. Deshalb sei ihm Datenschutz gerade in digitalen Zeiten so wichtig, in denen Unternehmen viel mehr über Personen erführen als es die Fremden hinter dem Fenster konnten.

Das Produkt sei nicht das Unternehmen, deshalb stehe Apple hinter seinen Nutzern – ein frecher Seitenhieb auf Facebook und Google, die mit personalisierten Werbeanzeigen den Großteil ihres Umsatzes generieren. Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt sich Apple tatsächlich vorsichtiger im Umgang mit Nutzerdaten, das soll auch bei der kommenden Apple Card so sein.

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