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Wearables mit Stauraum: Louis Vuitton zeigt Handtaschen mit Display

Mit Sicherheit ein Hingucker: Die neue Handtasche mit Display von Louis Vuitton.
Mit Sicherheit ein Hingucker: Die neue Handtasche mit Display von Louis Vuitton.
Foto: Getty Images/Thomas Concordia
Wie sich faltbare Displays und Mode vereinbaren lassen, zeigte Louis Vuitton kürzlich auf dem Laufsteg.

Mode-Hersteller Louis Vuitton hat im Zuge der Präsentation seiner Cruise-Kollektion auch zwei ungewöhnliche Handtaschen mit flexiblen Displays angekündigt. Dabei setzt das französische Modehaus offenbar auf die gleiche Bildschirmtechnologie wie in faltbaren Smartphones, beispielsweise dem Samsung Galaxy Fold und Huaweis Mate X.

Louis Vuitton überrascht mit Handtaschen mit flexiblen Bildschirmen

Im Rahmen der Modeschau zeigte man zwei verschiedene Modelle: Eine größere Handtasche mit zwei verschiedenen Bildschirmen sowie eine kleinere Variante mit lediglich einem Display.

Laut Engadget handelt es sich um flexible AMOLED-Panels, der Zulieferer ist nicht bekannt. Sie lösen mit 1920 mal 1440 Bildpunkten auf und haben während der Laufstegpräsentation neben Wallpapern auch Webbrowser angezeigt.

Viele offene Fragen: Die Modeschöpfer halten sich bedeckt

Die Handtaschen seien „die Grundlage, um die Leinwand der Zukunft neu zu entdecken“ und man sei „ständig auf der Suche nach der Kombination aus Routine und Innovation“, so das Modehaus. Etwas mehr Information als die Ankündigung liefert die Aussage eines Sprechers gegenüber Engadget: „Die Idee ist es, die Handtasche als Erweiterung zum Smartphone zu sehen.“ Ob die Anzeige über das Smartphone gesteuert werden könne, verrät das Modeunternehmen jedoch nicht.

Damit ist die Idee hinter der ausgefallenen Handtasche erst einmal nichts neues: Auch andere Wearables, wie zum Beispiel die Apple Watch, wurden entwickelt, um einzelne Funktionen von Smartphones auf andere Geräte zu übertragen.

Die Projektionsfläche, für die Louis Vuitton sich in logischer Konsequenz in Handtaschen integrierte Displays ausgesucht hat, dürfte es so jedoch noch nicht gegeben haben.

Guter Geschmack allein reicht nicht: Technische Expertise notwendig

Ob Louis Vuitton mit den Wearbles tatsächlich in Serie gehen will, oder es sich nur um eine Spielerei gehandelt hat, ist derzeit noch unklar. Fragwürdig ist auch, inwiefern die integrierten Displays im Alltag Gebrauch finden würden.

Außerdem wird sich die technische Umsetzung vermutlich schwierig gestalten: Samsung musste nach einer Display-Katastrophe den Release des Galaxy Fold verschieben. Bei einigen Smartphones kam es zu Brüchen im angeblich faltbaren Display. Auf Louis Vuitton kommt also in Sachen Widerstandsfähigkeit der innovativen Handtaschen einiges zu.

Das wäre jedoch nicht das erste Mal, dass Louis Vuitton in die Technikwelt eintaucht: Erst vor kurzem hat das Modehaus Kopfhörer herausgebracht, die so viel kosten wie ein Kleinwagen.

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