Produkte 

Bringt dieser Mega-Akku den Durchbruch für das Elektroauto?

Lange Wartezeiten beim Aufladen des Akkus könnten sich mit der neuen Akkutechnik für Elektroautos in Zukunft erledigt haben (Symbolbild).
Lange Wartezeiten beim Aufladen des Akkus könnten sich mit der neuen Akkutechnik für Elektroautos in Zukunft erledigt haben (Symbolbild).
Foto: imago images / Jochen Tack
Elektroautos haben es schwer, sich zu etablieren. Das liegt unter anderem an der begrenzten Reichweite. Eine neue Technik könnte das Problem nun lösen.

Seit Jahren werden Fahrzeuge mit Elektroantrieb als Zukunft der Automobilindustrie gehyped. Wirklich durchsetzen konnten sich die E-Autos bis jetzt dennoch nicht. Das liegt zum einen an den hohen Preisen der Stromer – zum anderen aber auch daran, dass die Reichweite von E-Autos häufig noch der von Wagen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren unterlegen ist. Eine neue Akkutechnik könnte dieses Problem beheben und den Elektroautos vielleicht zum Durchbruch verhelfen.

Neue Akkutechnik kann Elektroautos attraktiver machen

Die geringe Reichweite bisheriger Elektroautos scheint viele Kunden noch von einem Kauf abzuhalten. Zwar schaffen einige Modelle, darunter etwa der Tesla Model S, Reichweiten um die 600 Kilometer – der Wagen ist mit einem Kaufpreis von mindestens 88.000 Euro in Deutschland aber auch kein Schnäppchen. Erschwinglichere Fahrzeuge, beispielsweise ein Kia e-Niro, bringen es auf maximal 455 Kilometer Reichweite. Da kann die Fahrt in den Urlaub schnell zu einer Mutprobe werden.

Das Start-up XNRGI aus den USA könnte nun möglicherweise die Lösung für das Reichweitenproblem gefunden haben.

Neue "Powerchip"-Technologie

Die neue Technologie hört auf den Namen "Powerchip" und ist eigentlich gar nicht so neu. Denn im Prinzip setzt sie auf ähnliche Bausteine, wie es aktuelle Lithium-Ionen-Batterien auch tun. Die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten unterscheidet sich jedoch stark vom aktuellen Stand der Technik.

Das Ergebnis: Die neue Batterie ist leichter und hat eine höhere Dichte. Im Einsatz soll sie außerdem schneller zu laden sein, als konventionelle Batterien, wie die Seite Digital Trends berichtet. Der Clou an der neuen, alten Technik: Alle Materialien, die für den Akku benötigt werden, finden bereits in der Halbleiter-Herstellung Verwendung. "Wir nutzen bewährte Schritte aus der Chipherstellung und wenden sie auf Batterien an", erklärt Chris D’Couto, Chef des Start-ups.

So funktioniert der neue Akku

Beim patentierten Verfahren des Start-ups werden sogenannte "Wafer" – rund 30 Zentimeter große Scheiben – mit bis zu 160 Millionen winzigen Löchern versehen. Eine Seite der Scheiben wird mit einer nichtleitenden Beschichtung versehen, während sich auf der anderen Seite eine Schicht mit einem leitenden Material befindet.

Durch diese poröse Oberfläche des "Wafers" vergrößert sich die Gesamtoberfläche der Batterie im Vergleich zu einer zweidimensionalen Oberfläche um das bis zu 70-fache. Jedes dieser winzigen Löcher ist dabei physisch von den anderen Löchern getrennt, wodurch interne Kurzschlüsse verhindert werden können und der Verschleiß im Laufe der Nutzung minimiert werden könne, wie die Seite weiter schreibt. So könne der neue Wunder-Akku drei- bis fünfmal länger genutzt werden, als bisherige Akkus.

Zukunft Elektroauto: Ist der Hype gerechtfertigt?
Zukunft Elektroauto: Ist der Hype gerechtfertigt?

Ein weiterer Vorteil: Jedes der kleinen Löcher fungiere als winzige Batterie. "Tritt in einer ein Fehler auf, breitet sich dieser nicht aus." Diese Bauweise würde die Powerchips sicherere machen und beispielsweise mögliche Explosionen verhindern, so D’Couto weiter.

Aus 400 werden 1.100 Kilometer

Für Elektroautos hätten die neuen Batterien gleich mehrere Vorteile. Nicht nur, dass sie deutlich schneller geladen werden könnten – D’Couto etwa gibt an, dass der Akku innerhalb von 15 Minuten auf bis zu 80 Prozent seiner Kapazität geladen werden könnte. Auch die Reichweite könnte drastisch steigen. Ein Elektroauto, das heute rund 400 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegt, könnte dann rund 1.100 Kilometer bewältigen, ohne Strom nachtanken zu müssen.

2022 oder 2023 könnten die ersten Fahrzeuge mit der neuen Technik verfügbar sein. Solange die neue Akkutechnik für zukünftige Elektroautos noch nicht einsatzfähig ist, kannst du die hier die sieben Elektroautos anschauen, die aktuell die beste Reichweite haben. Hier kannst du dir außerdem anschauen, wie gut andere E-Autos gegen Tesla abschneiden.

Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen