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Überraschung: Elon Musk gratuliert Ford – zum größten Tesla-Rivalen seit langem

Zukunft Elektroauto: Ist der Hype gerechtfertigt?
Di, 06.08.2019, 17.32 Uhr

Zukunft Elektroauto: Ist der Hype gerechtfertigt?

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Der heißersehnte Mustang Mach-E wurde vorgestellt. Es könnte gleich mehrfach die bisher größte Gefahr für Tesla werden. Tesla-Chef Elon Musk gratuliert derweil höflich.

Am Sonntag war es soweit: Ford-Chef Bill Ford und CEO Jin Hackett enthüllten das heißersehnte E-Auto Mustang Mach-E. Damit wissen wir endlich mehr über die angeblich beste Tesla-Alternative seit langem. Immerhin enthält das Mustang-Auto eine ganze Reihe verblüffender Details, die überraschen. Selbst Tesla-Chef Elon Musk lässt es sich nicht nehmen, Ford dazu zu beglückwünschen.

Neues Mustang-Auto Mach-E: Selbst Musk gratuliert

Seit einiger Zeit macht Ford Experten und Kunden heiß auf sein neues Elektroauto, das dem Ford Mustang ähneln wird. Nun wurde der Mustang Mach-E offiziell vorgestellt. Sogar Tesla-Chef Elon Musk, für den die Neuheit eine ordentliche neue Konkurrenz darstellen dürfte, ließ es sich nicht nehmen zu reagieren.

Wie üblich über Twitter meldete sich Musk zur Präsentation des E-Mustangs.

"Herzlichen Glückwunsch zum Mach E! Nachhaltige/Elektroautos sind die Zukunft! Ich freue mich, diese Ankündigung von Ford zu sehen, da sie andere Automobilhersteller ermutigen wird, auch elektrisch zu fahren", so Musk. Eine höfliche und professionelle Reaktion des CEOs, dessen neues Model Y am stärksten vom neuen Mustang bedroht sein wird.

Ford killte Teslas SEX

Mehr noch: Der Mach E killte Teslas SEX-Thematik. 2014 wollte Tesla, damals noch ein kleiner Player auf dem Automobilmarkt, seine Modellreihen Model S und Model X durch ein Model E ergänzen. So hätten sie einprägsam das Wort SEX ergeben. Doch Ford hatte bereits die Rechte am Markennamen Model E – mit dem Mach E.

E-Mustang: Das steckt im Tesla-Konkurrenten

Mit entscheidenden Details in Design und Technik könnte das Mustang-Auto Tesla den Rang ablaufen. Wir zeigen sie dir.

Das Design

Vorder- und Rückseite des Mach-E sehen Mustang-typisch aus. So fehlt ebenso wenig die auffällige Blende wie das Pferdelogo auf dem Grill. Auch die gestreiften Rückleuchten sind im vollelektrischen Ford Mustang erhalten geblieben.

2018 zeigte schon die erste Skizze des Fahrzeugs, um was für einen Crossover-SUV es sich handeln wird. "Die Leute wollen ein Auto, mit dem man aufregend fahren kann, das wunderschön aussieht und sich leicht an ihren Lebensstil anpassen lässt — und der Mustang Mach-E liefert all das im unvergleichlichen Stil", sagte Fords Produktchef Hau Thain-Tang nun bei der Präsentation.

Ein besonderes Detail ist dabei der sogenannte Frunk, ein Kofferraum im vorderen Teil des Mustang-Autos. "Mit einem Stauraum von 4,8 Kubikfuß ist der vordere Kofferraum groß genug, um bequem eine handgepäckgroße Tasche zu verstauen. Kunden können ihn sogar problemlos mit Eis füllen und ihre Lieblingsgetränke kalt halten", so Ford.

Außerdem macht der weggefallene Benzinmotor Platz für eine geräumige, offene Sitzkabine.

Die Technik

In puncto Technik will Ford zeigen können, dass er ein echter Tesla-Konkurrent sein kann. Das wird das elektrische Mustang-Auto mitbringen:

  • eine "Standard-Batterie" mit 75,7 kWh
  • eine "erweiterte Batterie" mit 98,8 kWh
  • eine Reichweite von etwa 480 Kilometern
  • einen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent in knapp 38 Minuten an einer DC-Schnellladestation
  • einen 15,5-Zoll-Touchscreen im Cockpit
  • ein Sync-Infotainment "mit Touch- und Wischgesten wie bei einem Smartphone"

"Die Batterien sind in einem wasserdichten Batteriefach gesichert, das von einem Unfallschutz umgeben ist", so Ford. "Sie sind flüssiggekühlt, um die Leistung bei extremen Wetterbedingungen zu optimieren und die Ladezeiten zu verbessern."

Zudem soll der Mustang Mach-E wie auch das Tesla Model 3 ohne Autoschlüssel funktionieren. Das Öffnen und Starten sei Ford zufolge ganz einfach mit dem Smartphone machbar. "Per Bluetooth erkennt das Fahrzeug das Smartphone des Fahrers, während er sich ihm nähert."

Nicht unumstrittenes Elektroauto

Dennoch handelt es sich bei dem Mustang-Auto um ein umstrittenes Produkt. Wie Business Insider berichtet, wehrten sich Liebhaber des Kultautos, das im Frühjahr 1964 zum ersten Mal auf den Markt kam, gegen die Verwandlung zum Elektroauto. Auch von der Idee der Crossover-SUV-Variante zeigten sich einige nicht gerade begeistert. Ob sie die offizielle Enthüllung des Mustang-Autos mit E-Antrieb nun überzeugen kann, bleibt abzuwarten.

Ford Mustang Mach-E ab 2020

Ab Ende 2020 wird der Ford Mustang Mach-E verfügbar sein. Preislich wird er bei 59.900 Dollar liegen. Mit und nach der sogenannten First Edition werden weitere Versionen auf den Markt kommen, bei denen die Spezial-Ausstattungen dann die Preise nach oben treiben werden:

  • die Select Edition Anfang 2021 für 43.895 Dollar
  • die Premium Edition 2020 für 50.600 Dollar
  • die California Rt. 1 Edition ab 2021 für 52.400 Dollar
  • die GT-Leistungsmodelle ab 2021 für 60.500 Dollar

Bereits 2018 waren Informationen zur überraschenden Reichweite von Fords Elektro-Mustang bekanntgeworden. Seitdem sind Experten und potenzielle Käufer äußerst gespannt auf die mögliche Tesla-Alternative gewesen. Der Wagen ist nur einer von 16 reinen Elektro- und 24 Hybrid-Fahrzeugen, mit denen Ford Elektroauto-Marktführer werden will.

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