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"Es fehlt die Information": Werden Elektroautos bevorteilt?

Elektroautos zu tanken ist in der Regel günstiger, dauert aber länger.
Elektroautos zu tanken ist in der Regel günstiger, dauert aber länger.
Foto: Getty Images/Maskot
Artikel von: Philipp Rall
Elektroautos gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Der Mineralölverband sieht jedoch einen klaren Missstand.

Seit mehr als 100 Jahren schon forschen Unternehmen aus aller Welt an Elektroautos. Setzte sich einst der Verbrenner durch, sind die batteriebetriebenen Fahrzeuge nun wieder im Trend. Sie sollen die Mobilitätswende vorantreiben und unter Verwendung erneuerbarer Energien auch dem Klimaschutz zugute kommen. Um das zu erreichen, wird jedoch an der einen oder anderen Stelle getrickst.

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Elektroautos: Ungenauer Preisvergleich an Tankstellen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Rechnung aufgestellt, die Autofahrer:innen künftig einen besseren Überblick geben soll. Sie ist dazu gedacht, ihnen an Tankstellen zu zeigen, wie viel sie eine Fahrt auf 100 Kilometern mit verschiedenen Antrieben im Schnitt kostet. Glaubt man dem Mineralölverband, ist der Energiekostenvergleich aber verzerrend und bevorteilt Elektroautos gegenüber Verbrennern.

"Der Preisvergleich ist richtig, aber es fehlt die Information, dass bei E-Fahrzeugen der durchschnittliche Haushaltsstrompreis zugrunde gelegt ist", zitiert ecomento.de Christian Küchen, den Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV). Gegenüber der Welt am Sonntag habe er gesagt, dass öffentliches, vor allem schnelles Laden in der Regel teurer sei. Das reduziere den Preisunterschied zum gängigen Benziner erheblich. Vorhanden ist dieser aber nichtsdestotrotz.

Der Gedanke hinter dem Energiekostenvergleich

Der Energiekostenvergleich muss ab dem 1. Oktober 2021 "gemäß dem Formblatt sichtbar an mindestens der Hälfte der Zapfsäulen oder an einer gut sichtbaren Stelle im Bereich des Zahlungsortes in Form eines Posters oder einer digitalen Anzeige angebracht oder angezeigt werden", heiße es seitens des Ministeriums. "Die Verbraucherumfragen des Pilotprojektes zeigen deutlich, dass große Informationsdefizite bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu alternativen Antrieben und Kraftstoffen bestehen."

Ziel der Tabelle sei es, "eine leicht verständliche Gegenüberstellung der durchschnittlichen Kraftstoff- und Energieverbräuche je 100 km transparent aufzubereiten", zitiert ecomento.de weiter. Die verwendeten Daten würden sich an Auswertungen der drei meistverkauften Modelle im jeweiligen Segment orientieren. Neben ihrem Strompreis haben Elektroautos aber noch einige weitere Vor- und Nachteile.

Quelle: ecomento.de

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