Ein Nachthimmel voller Sterne sieht schön aus. Aber durch die Atmosphäre sehen wir nicht viel mehr. Zumindest im Vergleich zu den fast majestätischen Weltraumbildern, die der Öffentlichkeit von Raumfahrt-Behörden wie der NASA und der ESA zur Verfügung gestellt werden. Meistens wirken diese Schnappschüsse mysteriös und nicht von dieser Welt. Gerade das macht sie so fesselnd.

Weltraumbild des Tages (24.01.2022): Sonnenaufgang über dem Südpazifik

Dieses Bild entstand knapp 424 Kilometer über der Erdoberfläche an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Das Licht der Sonne fällt auf den Südpazifik und breitet über diesen Teil der Erde langsam den Tag aus. Von der ISS aus betrachtet, werfen die Wolken lange Schatten über den Pazifik. Am unteren Rand des Bilds wird der Himmel dunkler. Dort herrscht noch Nacht.

Im Vordergrund hängen zwei Raumschiffe scheinbar vom oberen Bildrand herab. Bei dem linken Objekt handelt es sich um das russische Raumfahrtmodul Soyuz MS-17. Rechts oben dockte das Frachtschiff Progress 77 der ISS an.

Weil die Raumstation einen dauerhaften Außenposten im Orbit unseres Planeten darstellt, muss sie regelmäßig mit Ersatzteilen und anderen Vorräten versorgt werden. Derzeit beteiligen sich 16 Länder an diesem Projekt.

Weltraumbild des Tages (20.01.2022): Die Erde am Horizont

Erde und Mondoberfläche
20.01.2022: Bei der Umkreisung des Mondes knipste Astronaut William Anders dieses Bild vom Aufgang der Erde. Credit: flickr | NASA on The Commons

Das heutige Bild der NASA ist bekannt als AS8-14-2383HR und wurde mit dem Titel „Earthrise“, zu deutsch Erdaufgang, eines der berühmtesten Fotografien der Raumfahrtgeschichte. Der Astronaut William Anders knipste die aufgehende Erde im Zuge der Apollo 8-Mission, als die NASA das erste Mal Menschen um den Orbit des Mondes wieder zurück auf die Erde brachte.

Die Mission galt als eine vorbereitende Maßnahme zur späteren Mondlandung und das Bild „Earthrise“ ist sicherlich genauso berühmt wie das vom Astronauten Buzz Aldrin neben der US-amerikanischen Flagge auf der Mondoberfläche selbst.

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Der Erdaufgang veränderte die Wahrnehmung unserer Heimat grundlegend. Mit einem Mal war die Erde ein kleiner, blauer Ball inmitten des unendlichen Weltalls. Das Leben auf unserem Planeten wirkt in diesem Bild bedeutungslos und zerbrechlich.

Anders und seine Crew umkreisten den Mond am 24. Dezember 1968 in einer Höhe von 175 Kilometern. Die originale Aufnahme in senkrechter Ausrichtung wurde über die Jahre in eine waagerechte abgeändert. Vielleicht geschah das auch deshalb, weil eine solche Aufnahme dem Menschen nicht fremd vorkommt und die Bedeutung der Erde dadurch erst wirklich aufgeht.

Weltraumbild des Tages (19.01.2022): Die Kinderstube junger Sterne WFC3:

Nebula Sterne
19.01.2022: Der Carina Nebel, oder WFC3, ist eine Kinderstube für Sterne. Credit: NASA, ESA and the Hubble SM4 ERO Team

Das Hubble-Weltraumteleskop nahm diese Bild von WFC3, besser bekannt als Carina Nebel, zwischen dem 24. und 39. Juli 2009 auf. Die kosmische Wolke aus Gas und Staub liegt 7.500 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Carina.

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Die Säule von WFC3 ist hoch, sehr hoch sogar. Hubbles Aufnahme gibt uns lediglich einen ersten Eindruck davon, wie groß Carina eigentlich wirklich ist. Zu sehen ist die Spitze der drei Lichtjahre großen Struktur, in der durch Staub und Gas immer wieder neue Sterne entstehen.

Dabei wird die Wolke durch rot scheinende, massive Sterne in ihrer direkten Nachbarschaft geformt. Ströme von geladenen Teilchen und die radioaktive Strahlung kneten den Carina-Nebel und türmen die ikonischen Spitzen aus Gas- und Staub auf.

Weltraumbild des Tages (18.01.2022): Eisablagerungen an Marsdünen

Dünen Marsoberfläche
18.01.2022: Dieses Weltraumbild zeigt Dünen auf der nördlichen Halbkugel des roten Planeten. Credit: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona

Der Mars scheint uns einer der vertrautesten Planeten in unserem Sonnensystem zu sein, selbst wenn ihn kein Mensch bisher betreten hat. Diese Aufnahme könnte genauso gut einen Landschaft der Sahara zeigen, aber dieses Bild zeigt die Dünen eines Marskraters.

Die Aufnahme stammt von der nördlichen Hemisphäre des Mars. Deutlich zu erkennen sind die eisigen Ränder der Sanddünen. Dass es in den Polregionen des Planeten auch Eis gibt, ist bereits hinlänglich bekannt. Die eisigen Rinnen verweisen jedoch auch darauf, welche Wetterbedingungen an diesem entfernten Ort vorherrschen müssen.

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Auf der Windseite der Dünen heben sich schwarze Linien ab, die wie dunkle, auf den Boden gezeichnete Polygone aussehen. Astronom:innen gehen davon aus, dass diese sonderbaren Formen durch Frostprozesse entstehen.

Weltraumbild des Tages (17.01.2022): Jupiters nördliche Hemisphäre

Nördlicher Jupiter
17.01.2022: Auf ihrem 24. Vorbeiflug knipste NASA´s Raumsonde Juno dieses Bild der nördlichen Regionen des Jupiters. Credit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS

Der Gasplanet Jupiter ist bekannt für seine Wirbelstürme, die einen Großteil seiner Oberfläche ausmachen. Windgeschwindigkeiten von über 1.000 Kilometer pro Stunden sind keine Seltenheit. Dabei ziehen die Winde auch noch in unterschiedliche Richtungen über die nördliche und südliche Halbkugel.

Die Polregionen des Jupiters weisen die stärksten Stürme im Sonnensystem auf. Hier prallen verschiedene Jets aufeinander und erzeugen gigantische Wirbelstürme. Die Durchschnittsgeschwindigkeit dieser in sich verfangenen Jets liegen bei 600 Kilometer pro Stunde. Die stärksten je gemessenen Windgeschwindigkeiten

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Das Weltraumbild des Tages zeigt die nördliche Polregion des Gasriesen, die NASA´s Raumsonde Juno bei ihrem 24. Vorbeiflug aufnahm. Die Messungen und Bilder der Sonde geben uns ein größeres Verständnis darüber, wie groß, langanhaltend und stark solche Stürme werden können

So gehen Astronom:innen davon aus, dass die starken Winde in den Polregionen des Planeten auf einen Kometeneinschlag 1994 zurückzuführen ist. Damals schlug das Objekt Shoemaker-Levy 9 in den Jupiter und setzte Moleküle frei, die es in der Atmosphäre bis dahin nicht gegeben hatte.

Weltraumbild des Tages (14.01.2022): Das nahe Ende des Doppelsternsystems Eta Carinae

Ausstoß Stern
14.01.2022: Bereits seit 1843 ist Astronom:innen Eta Carinae bekannt. Credit: ESA/Hubble & NASA

Das Doppelsternsystem Eta Carinae ist für Astronom:innen von heute nur mit modernsten Teleskopen zu sehen. Vor fast zweihundert Jahren sah das noch anders aus. Denn in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts leuchtete Eta Carinae immer heller auf, bis das Doppelsternsystem um 1843 das zweithellste Gebilde am Nachthimmel war.

Was die Menschen damals am Firmament sahen, war nichts geringeres als die Nahtoderfahrung des größeren, instabilen Sternes von Eta Carinae. In einem in der Astronomie bekannten Supernova-Imposter-Ereignis stieß der Stern eruptionsartig extreme Mengen an Materie aus. Es hätte nicht viel gefehlt und der Stern selbst wäre vermutlich seinen eigenen Kräften zum Opfer gefallen.

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Die Materieausstöße sind auch als Homunculus Nebula bekannt und konnten von unseren Vorfahren nur schwerlich selbst beobachtet werden. Doch seit 1990 ist das Doppelsternsystem immer wieder Ziel des Hubble-Weltraumteleskops und wird seither stetig beobachtet.

Die heutigen Messungen legen nahe, dass der impulsive Stern von Eta Carinae vermutlich nicht mehr lange leuchten wird. Den Schätzungen der Astronom:innen nach könnte er in den kommenden eine Million Jahren endgültig explodieren und somit auf immer erlöschen.

Weltraumbild des Tages (12.01.2022): Die bunten Schemen eines Monsters

Sterne, Staub und Nebel
12.01.2022: Der Godzilla-Nebel Credit: NASA/JPL-Caltech

Manche Namen verdienen ihren Namen zurecht, wie etwa der Godzilla-Nebel im Sternbild des Schützen. Die Formation aus Gas und Staub zeigen schemenhaft die Umrisse des beliebten japanischen Monsters. So sehr jedenfalls muss seinem Entdecker, dem Caltech-Forscher Robert Hurt, die Formen aufgefallen sein.

Wie genau das Gebilde ausschauen mag, ist nicht eindeutig erwiesen. Für die Astronom:innen ist es jedoch ein Fakt, dass die am oberen rechten Teil des Bildes gelegenen Sterne noch zu unserer Milchstraße gehören. Sie werden als die Augen des Untiers gedeutet.

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Ein Teil des Nebels jedoch, die hell leuchtende Region am linken unteren Bildrand, liegt ungefährt 7.800 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sie wird auch als W33 bezeichnet und ist die Geburtsstätte neuer Sterne.

Das Ungeheuer aus den Tiefen des Alls wäre mit bloßen Augen nicht zu erkennen. Im sichtbaren Licht würden Betrachtende lediglich einen von Staub umschlossenen Ort wahrnehmen. Kein Licht würde diese Hülle verlassen.

Mit der richtigen Technik kann jedoch jenes Licht für uns visualisiert werden, das diese Staubwolken durchbricht. Die Rede ist hier vom langwelligen Infrarotlicht. In dieser Aufnahme des Spitzer-Weltraumteleskops sind die blauen, türkisen und grünen Stellen lediglich verschieden Wellenlängen des Infrarotlichts.

Weltraumbild des Tages (11.01.2022): Curiosity wirft einen Blick zurück

Mars Rover Mars Krater
11.01.2022: Mars-Rover Curiosity wirft einen Blick zurück in den Gale-Krater. Credit: NASA/JPL-Caltech

Noch ist der Mars für das menschliche Auge unerreichbar, zumindest wenn er versuchen würde, den Mars zu betreten. Mars Rover wie NASAs Curiosity liefern uns derzeit jedoch genug Material, um ins Träumen zu geraten.

In diesem Bild blickt Curiosity zurück in den Gale-Krater. Am 16. November 2021 schoss der Rover dieses Motiv von den Hängen des Mount Sharp, der inmitten dieses Kraters liegt. Die Größenverhältnisse können dabei leicht aus dem Blick fallen. Seit 2014 durchstreift Curiosity auf seiner einsamen Erkundungstour die Hänge des Mount Sharp, der mit fünf Kilometern Höhe wie eine Spitze aus der Mitte des Kraters herausragt.

Deutlich zu erkennen ist der Kraterrand in einer Distanz von circa 30 bis 40 Kilometern Entfernung. Die Kraterwände türmen sich als eine Gebirgskette am Horizont auf und sind etwa 2,3 Kilometer hoch. Die weiteste Ausdehnung von Rand zu Rand beträgt dabei 154 Kilometer.

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Das besondere Merkmal dieses Fotos: es hat zwei Lichtquellen. Das vom Rover Curiosity veröffentlichte Material gleicht nicht seinem Ursprung. Die Ingenieure der Mission nahmen insgesamt zwei Bilder mit Hilfe der Schwarz-Weiß-Navigationskameras des Rovers auf.

Dabei haben die Kameras ein Bild am Morgen und ein Bild am Nachmittag aufgenommen. Diese Aufnahmen legten die Ingenieure übereinander, um die bestmögliche Kontrastschärfe der Landschaft herauszuarbeiten. Die Farben sind lediglich eine künstlerische Interpretation der eigentlichen Landschaft. 

Weltraumbild des Tages (10.01.2022): Landsat 8 späht in den Vesuv

Wolkendecke mit Vulkan
10.01.2022: Landsat 8 richtet den seinen Blick aus dem Orbit zurück auf die Erde. Dabei knipste der Satellit dieses Bild vom Vesuv.

Vulkane sind die Druckventile unseres Planeten. Während die meisten von ihnen leise vor sich hinschlummern, eruptiert aus anderen beständig Lava, sorgen Ausbrüche unter den Menschen für Sorgen und Nöte, wie etwa auf La Palma, Sizilien, oder an den Hängen des meist beobachteten Vulkans der Erde: dem Vesuv.

Der Operation Land Imager (OLI) des Satelliten Landsat 8 nahm dieses Bild des schlafenden Riesen am 02. Januar 2022 auf. Gut zu erkennen ist, wie der Kegel des Vesuv durch die Wolkendecke bricht. Der Grat um der eigentliche Spitze ist das Überbleibsel der eingestürzten Caldera eines weitaus älteren Vulkans, dem Berg Somma.

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Was uns das Bild des Landsat 8 verheimlicht, liegt unter der Wolkendecke begraben. Die 3 Millionen-Metropole Neapel liegt direkt an den Hängen des Vesuv. Direkt am Fuße des Vulkans leben und arbeiten 800.000 Menschen. Dabei könnte der Vulkan wie auch in der Vergangenheit jederzeit ausbrechen.

Auch deshalb wird der Vesuv weltweit am meisten überwacht. Hier gründeten im 19. Jahrhundert Wissenschaftler:innen auch das erste vulkanologische Institut der Welt. Denn bereits 79 nach Christus hatte der Vulkan zwei Städte, Pompei und Herculaneum, unter einer Decke aus extrem heißer Asche begraben.

Weltraumbild des Tages (06.01.2022): Auf Tuchfühlung mit einem Weltraumteleskop

Weltraumteleskop über Erde

06.01.2022: Die Aufnahme zeigt die Entlassung des Hubble-Weltraumteleskops von der Discovery-Fähre in die Schwerelosigkeit.

Wer hätte 1990 gedacht, dass das Hubble-Weltraumteleskop noch 32 Jahre später in Betrieb sein würde? Vermutlich waren sich die Astronom:innen und Wissenschaftler:innen einig, dass das Gerät bereits nicht nur in die Jahre gekommen ist, sondern bald ausgemustert werden könnte. Denn bereits 1990, als Hubble ins Weltall startete, lagen die Pläne für ein weitaus ambitionierteres Weltraumteleskop bereits im Schubfach.

Nicht weniger als fünf Service-Flüge unternahmen Spaceshuttles zwischen 1993 und 2009, um an dem busgroßen Teleskop Reparaturen vorzunehmen. Die heutige Aufnahme zeigt jenen Moment, an dem das Wartungsteam der Discovery-Raumfähre das Teleskop nach einem Service Check 1997 wieder ausklinkt.

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Auf einer Höhe von 550 Kilometern schwebt Hubble seither in der näheren Erdumlaufbahn. Außerhalb der Atmosphäre stört weder der Einfall gebrochenen Lichtes noch Gase den Blick ins Universum. Von hieraus begann das Weltraumteleskope seine Entdeckung des Weltalls.

Die Entdeckungen, die es der Astronomie dabei lieferte, haben unser Verständnis vom Universum maßgeblich beeinflusst. So konnte etwa die These des Namensgebers Edwin Hubble bestätigt werden, dass das Universum seit seiner Entstehung expandiert. Außerdem wissen wir jetzt, wie alt das Universum ist – nämlich 13,5 Milliarden Jahre.

Doch Hubble ist ins Alter gekommen und weitere Updates am bisher größten Weltraumteleskop sind nicht mehr vorgesehen. Sein Nachfolger, das James Webb Space Telescope (JWST), soll an seiner Stelle die Astronomie zu ungeahnten Erkenntnissen führen.

Es ist weitaus größer als sein Vorgänger und wird in Zukunft in einem Abstand von 1,5 Millionen Kilometer zur Erde ins All spähen. Im Gegensatz zum Hubble-Weltraumteleskop wird das JWST aufgrund der Distanz nicht gewartet werden können. Daher sorgte vor allem der Start des Mega-Projekts für einiges Kopfzerbrechen.

Weltraumbild des Tages (05.01.2022): Das Herbig-Haro-Objekt eines jungen Sterns (HH 24)

zwei Lichtstrahlen, Wolken

05.01.2022: Das ausgestoßene Gas eines noch jungen Sterns triff hier auf die Staubwolken in seiner direkten Umgebung.

Die Geburt von Sternen läuft äußerst dramatisch ab. Haben sich in einer kosmischen Staubwolke durch die Gravitation genug Staub und Gas angesammelt, kann der Druck im Inneren so gewaltig werden, dass eine Kernfusion stattfindet. Durch den Schleier umherwirbelnder Teilchen leuchtet das erste Mal ein neu geborener Stern.

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Auf dem Weltraumbild des Tages versteckt sich der Stern hinter den dichten Wolken, aus denen er hervorgegangen ist. Und doch sehen wir ihn. Zwei Lichtstrahlen bahnen sich einen Weg durch die dicken Staub- und Gaswolken.

Sie sind der Pulsschlag des jungen Sterns, aufgeladene Strahlen aus Gas, die aus den Polregionen abgestoßen werden. Solche Eruptionen bewegen sich teils unregelmäßig in Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Kilometer pro Sekunde.

Solche energiegeladenen Strahlen schneiden sich durch die Hülle aus Gas und Staub, die den Stern bisher noch verdeckt. Trifft das geladene Gas dabei auf die Materie, erzeugt das große Stoßwellen, die die Wolke auseinandertreibt.

Astronom:innen sprechen hierbei von sogenannten Herbig-Haro-Objekten. Diese Wolkenstrukturen gibt es oft im Universum. Sie orientieren sich an der Rotationsachse des Sterns, genau dort, wo die hochenergetischen Strahlen entlanglaufen.

Weltraumbild des Tages (04.01.2022): Mond Rhea

Mond unter Ringen

04.01.2022: Die Raumsonde Cassini schoss dieses Bild vom Saturnmond Rhea.

Rhea ist ein zwergenhafter Mond am Rand der Saturnringe. Sein mittlerer Durchmesser beträgt 1.528 Kilometer. Damit ist der Trabant ungefähr zweidrittel kleiner als unser Erdenmond. Er besteht zu großen Teilen aus Wassereis, wodurch seine Oberfläche eine hohe Albedo besitzt. Nahezu 70 Prozent des einfallenden Lichts wird die raue Kraterlandschaft zurück ins All.

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Vielleicht konnte die Raumsonde Cassini 2010 auch deshalb diese bemerkenswerte Aufnahme von Saturns Begleiter machen. In einem niedrigen Winkel zu den Saturnringen gelang der Sonde diese Aufnahme des Mondes zu machen. Hell leuchtet er unter dem grauen Band aus Eis und Staub auf.

Die Ringe des Gasriesen scheinen über seinen Trabanten zu schweben. Deutlich erkennbar ist der schmale F-Ring ganz am Rande, sowie die zwei breiten A- und B-Ringe. Ihre Zusammensetzung weist große Mengen an Eis auf. Dadurch wird viel Sonnenlicht reflektiert, weshalb die Saturnringe die einzigen Ringe eines Gasriesen in unserem Sonnensystem sind, die wir mit bloßem Augen erkennen.

Und weiter weg, über den Ringen, schwebt der viel kleine Saturnmond Janus. Er besitzt einen Durchmesser von gerade einmal 180 Kilometer.

Weltraumbild des Tages (03.01.2022): Die Schleier von NGC 346

Stern, Staub- und Gaswolken

03.01.2022: NGC 346 liegt in der kleinen Magellanschen Wolke. Die Region ist bekannt für ihre hohe Aktivität an der Entstehung von Sternen.

Die kleine Magellansche Wolke liegt circa 210.000 Lichtjahre von uns entfernt. Sie ist eine lose Region an Sternen inmitten des Kosmos. Als sogenannte irreguläre Galaxie gehört sie der lokalen Gruppe an und ist von unser Milchstraße nicht sehr weit entfernt.

Inmitten dieser Galaxie befindet sich eine der aktivsten Regionen für Sternengeburten, die bisher entdeckt wurden. Die Aufnahme von Hubbles Kamera zeigt den Sternhaufen NGC 346, den ein rosa Schleier von aufgewirbelten Staub und Gas umgibt.

Die Strahlung der jungen Sterne reicht bis weit in die Magellansche Wolke hinein. In diesen weitaus dichteren Gas- und Staubschichten entstehen jene Wolkenkämme, die sich als Bogen um den Sternhaufen spannen.

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Weil energetischen Ausstöße der Sterne die äußeren Schichten des Nebels erodieren, entstehen an den Rändern des Sternhaufens immer neue Regionen, in denen sich Staub und Gas zu neuen Wirbeln bilden und somit Geburtsstätten für wieder neue Sterne formen.

Weltraumbild des Tages (31.12.2021): Die Protosterne von IC 2631

Sterne, blauer Nebel

Hubble beobachtete einen kleinen Teil von IC2631 im Rahmen einer Durchmusterung, bei der die Scheiben von neu entstandenen Sternen untersucht wurden.

Bei IC 2631 handelt es sich um einen sogenannten Reflexionsnebel, weil er von nahen Sternen in seiner direkten Nachbarschaft angestrahlt wird. Inmitten dieses hellblauen Schleiers zieht ein Protostern immer mehr Gas und Staub an.

Solche frühen Sterne haben sich noch nicht selbst entzündet und sind daher eigentlich keine richtigen Sterne. In IC 2631 zieht ein solcher Protostern immer mehr Gas und Staub an sich. Dabei verdichtet sich der Kern immer weiter und heizt sich auf.

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Hat ein solches Objekt nun genug Materie angesammelt, entzündet es sich in einer Kernfusion selbst und wird zu einem Stern.

Weltraumbild des Tages (30.12.2021): Blasennebel NGC 7635

Sternnebel Weltall Stern

30.12.2021: Der Blasennebel NGC 7635 entsteht durch Sternwind.

NGC 7635 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia, der knapp 7.100 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Seine runde, blasenhafte Erscheinung ist einzigartig, weil sich die Blase durch einen besonderen Umstand bildet: durch Sternwind.

Ein Stern nahe des offenen Sternhaufens Messier 52 stößt große Mengen an Gasen aus. Das Gas stößt bei seiner Ausdehnung auf eine in der Region befindliche Molekülwolke und wird ausgebremst.

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Weil die Molekülwolke gegen das ausgestoßene Gas des Sternes drückt, entsteht eine Stoßwelle, die als Rand der schimmernden Blase zu sehen ist.

Weltraumbild des Tages (29.12.2021): Die grünen Wolken der Galaxie UGC 7342

Grüne Wolkenbänder, Galaxie

29.12.2021: Grün leuchtende Wolken zeichnen das Aussehen der Galaxie UGC 7342 aus. Radioaktive Strahlung ist dafür verantwortlich.

Auf dem heutigen Weltraumbild des Tages zeigen sich die grünen Schleier der Galaxie UGC 7342. Die Farbe entsteht die Strahlungsexplosion eines Quasars im Zentrum der Galaxie, indem die ausgestoßenen Energiemengen Sauerstoff ionisieren.

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Quasare sind supermassereiche Schwarze Löcher im Zentrum von Galaxien. Auch unsere Milchstraße dreht sich um einen solchen Quasar. Im Gegensatz zu kleineren Schwarzen Löchern strahlen sie enorme Energiemengen ins All.

Weltraumbild des Tages (28.12.2021): Der nahezu perfekte Kreis von Messier 104

Galaxie und Sterne

28.12.2021: Das markanteste Merkmal der Galaxie Messier 104 ist seine flache, fast kreisrunde Form.

Die Galaxie Messier 104 (M104) gilt als besonders fotogen. Die von Hubbles Kamera gemachte Aufnahme zeigt eine nahezu perfekte runde Scheibe. Den Namen Sombrero-Galaxie gaben ihr die Astronom:innen aufgrund des dicken Randes aus Staubschichten, der den hellen Kern von M104 umschließt. Sie erinnerten die Wissenschaftler:innen an die breite Krempe des mexikanisches Hutes.

Messier 104 ist gerade hell genug, dass sie mit kleineren Teleskopen bereits von der Erde aus beobachtet werden kann. Von der Erde aus zeigt sich M104 dabei mit einem Neigungswinkel von gerade einmal 6 Grad als ein fast genauer Querschnitt der Galaxie.

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Die Galaxie befindet sich etwa 30 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und hat einen Durchmesser von 50.000 Lichtjahren. Schätzungsweise beherbergt Messier 104 800 Milliarden Sonnen und ist somit das massereichste Objekt im Virgo-Galaxienhaufen.

Weltraumbild des Tages (27.12.2021): Die Gaswolken aus der Galaxie Messier 82

Galaxie mit roten Wolken

27.12.2021: Die Galaxie Messier 82 mit ihren Gaswolken.

Das heutige Weltraumbild zeigt die Galaxie Messier 82 (M82). Das markanteste Merkmal von M82 sind die großen Wolkenkonstellationen aus Wasserstoff, die aus dem Zentrum der Galaxie in den Weltraum reichen.

Aufgrund der hohen Dichte an Gas- und Staubwolken ist Messier 82 ein idealer Ort für Sternentstehungen. In den zentralen Regionen dieser Galaxie entstehen Sterne zehnmal schneller als in der Milchstraße. M82 liegt 13 Millionen Lichtjahre von unserer Galaxie entfernt.

Weltraumbild des Tages (24.12.2021): Das James-Webb-Weltraumteleskop

Mann vor großem Satelliten-Spiegel

24.12.2021: Das James-Webb-Weltraumteleskop bietet die einzigartige Möglichkeit weiter ins Universum zu spähen, als es mit Hubble jemals möglich gewesen wäre.

Zugegeben, ein Weltraumteleskop ist das Werkzeug, mit dem ein Weltraumbild entsteht. Trotzdem verdient es einen Platz in unserer Galerie. Eigentlich hätte der Nachfolger vom Hubble-Weltraumteleskop am heutigen Tag ins All fliegen sollen. Wie der SPIEGEL schreibt, musste der Start wegen schlechten Wetters jedoch um einen Tag verschoben werden. Die NASA bestätigte bereits den Launch am 25. Dezember.

Morgen also soll das größte je in Betrieb genommene Weltraumteleskop mit einer Ariane 5-Rakete ins All fliegen. Der Hauptspiegel allein hat einen Durchmesser von 6,5 Metern und besteht aus 18 goldbeschichteten Beryllium-Metall-Segmenten.

Die Entdeckung, die das James Webb Space Telescope (JWST) machen wird, können wir nur erahnen. Astronom:innen erwarten nichts Geringeres als neue Erkenntnisse aus der Frühzeit unseres Universums.

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Denn während das Hubble-Weltraumteleskop im sichtbaren, nahen ultravioletten und nahen infraroten Lichtspektrum beobachtet, arbeitet sein Nachfolger im Infrarotbereich. Das JWST wird somit auch in der Lage sein durch dichte Nebel zu spähen. Es wird noch tiefer und genauer ins All blicken können.

Läuft alles nach Plan, wird das JWST in einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometer auf einem sogenannten Lagrange-Punkt um die Erde kreisen. An einem solchen Gleichgewichtspunkt zwischen zwei Himmelskörpern kann das Teleskop antriebslos um die Sonne kreisen.

Weltraumbild des Tages (23.12.2021): Kollision des Galaxienpaars NGC 4676

Zwei Galaxien

23.12.2021: Dem Hubble Weltraumteleskop gelang diese spektakuläre Aufnahme zweier aufeinanderprallender Galaxien.

In unserem Universum wimmelt es von kosmischen Großereignissen, wie Supernovae oder Sternenkollisionen. Die meisten davon bekommen wir auf unserer kleinen Erde kaum mit. Würden wir eine umfassende Karte unserer Galaxie haben, könnten wir es vermutlich überall kurz aufleuchten sehen.

Ein Schauspiel ganz anderer Größenordnung beschreibt der Zusammenstoß zweier Galaxien. Solche kosmischen Kollisionen sind keine Seltenheit im Universum, einfach weil es so viele davon gibt. Bisher vermuten Astronom:innen circa eine Billionen davon im Weltall.

Das Weltraumbild des Tages zeigt eine solche Kollision, die sich circa 300 Millionen Lichtjahre von der Erde abspielt. Kommen sich zwei Galaxien nahe, wirbeln sie sich gegenseitig auf. Wie in einem Tanz verfangen, kreisen sie umeinander, bis sie verschmelzen. Am Ende wird NGC 4676 eine neue, viel größere Galaxie bilden.

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Auch unsere Milchstraße wird einem solchen Schicksal nicht entkommen. Die Andromeda-Galaxie bewegt sich derzeit auf uns zu. Schauen wir mit bloßem Auge in den Nachthimmel, ist sie ganz schwach zu sehen. Über Jahrmillionen wird sie am Firmament wachsen, immer größer werden, bis sie in etwa 4 Milliarden Jahren auf unsere Galaxie trifft.

Weltraumbild des Tages (22.12.2021): Mond Io zieht an Jupiter vorbei

Io und Jupiter

22.12.2021: Auf dieser Aufnahme zieht der Vulkanmond Io seine Runden um den Jupiter. Io ist mit 3.643 Kilometern ungefähr so groß wie unser Mond.

Das heutige Weltraumbild zeigt den Transit des Vulkanmondes Io um Jupiter. Io ist in etwa genauso groß wie unser Trabant. Auch wenn es auf diesem Bild so ausschauen mag, als rolle der Mond direkt auf den Wolken des Jupiter, ist er doch 500.000 Kilometer von ihm entfernt.

Der schwarze Punkt auf Jupiters Oberfläche ist sein Schatten mit einem Durchmesser von etwa 3.600 Kilometern. Durch diese Aufnahme des Vulkanmondes zeigt sich ganz besonders, wie groß der Jupiter eigentlich wirklich ist.

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Io ist nicht Jupiters einziger Mond. Insgesamt umkreisen 79 Himmelskörper den Gasriesen im äußeren Ring unseres Sonnensystems. Der vulkanisch aktive Io gehört jedoch mit seinen Brüdern und Schwestern Europa, Ganymed und Kallisto zu den vier Haupt- oder Galiläischen Monden, benannt nach ihrem Entdecker Galileo Galilei.

Weltraumbild des Tages (21.12.2021): Die Aurora des Uranus

Aufnahme Uranus

21.12.2021: Auf dem heutigen Weltraumbild des Tages ist die Aurora des Uranus als Lichtstreifen deutlich zu sehen.

Als die Voyager 2 Raumsonde in den 80iger Jahren am Uranus vorbeiflog, zeigte sie uns spektakuläre Bilder des blauen Gasriesen. Seither zeigte sich der Planet in immer besseren Aufnahmen. 2011 überraschte Uranus die Weltraumbehörden NASA und ESA erneut. Es gelang die Aurora des Planeten festzuhalten.

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Ein solches leuchtendes Schauspiel wird durch geladene Teilchen verursacht. Diese können von Sonnenwinden herrühren, aber auch durch Mondvulkanismus entstehen.

Im Falle des Uranus konnten Astronom:innen interplanetare Erschütterungen feststellen, die auf zwei starke Sonnenwinde zurückzuführen sind. Mit dem Hubble-Weltraumteleskop visierten die Wissenschaftler:innen die Polarkappen des Planeten und wurden Zeugen der stärksten je beobachteten Polarlichter.

Weltraumbild des Tages (20.12.2021): Galaxienhaufen Abell 2218

Galaxienhaufen

20.12.2021: Galaxienhaufen wie Abell 2218 sind nur mit einer sogenannten Gravitationslinse sichtbar. Sie sind so weit entfernt, dass wir sie niemals erreichen könnten.

Wochenlang schaute der Astronom Edward Hubble durch sein Teleskop auf dem Mount Wilson in den Nachthimmel und beobachtete die entferntesten Winkel unseres Universums. Die lagen bekanntlich am Rande unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Und eben dort am Rande unserer Heimatgalaxie befindet sich der Spiralnebel M31, auch „Andromeda“ genannt.

Von 1923 bis 1924 zeigten sich für Hubble immer eindeutigere Indizien dafür, dass es sich bei M31 um keinen Spiralnebel handeln konnte. Und so entdeckte der Astronom die erste Galaxie außerhalb unser eigenen.

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Hubbles Entdeckung hat für die Astronomie etwa denselben Stellenwert wie die Erkenntnis, dass die Erde um die Sonne kreist. Er lieferte den Beweise für die sogenannte Welteninsel-Theorie. Knapp hundert Jahre später geht die Wissenschaft von mehr als einer Billion Galaxien in unserem Universum aus.

Das heutige Weltraumbild zeigt einen sogenannten Galaxienhaufen, Abell 2218, der mit Hilfe einer Gravitationslinse aufgenommen wurde. Auch unsere Milchstraße gehört zusammen mit der Andromeda-Galaxie einem Cluster an, der sogenannten lokalen Gruppe.

Weltraumbild des Tages (17.12.2021): Jupiters roter Fleck

Nahaufname Jupiter

17.12.2021: Dieses Bild des Gasplaneten Jupiter schoss die Raumsonde Juno der NASA.

Wir kennen den Jupiter als den größten Planeten unseres Sonnensystems. Der Gasriese ist nicht unbedeutend für unsere blaue Erde. Seine enorme Gravitation lenkt größere Asteroiden ab, die etwa aus dem Kuipergürtel in das innere Planetensystem gelangen.

Und noch etwas verblüfft an dem Riesen: Seit mehr als vierhundert Jahren ist das augenscheinlichste Merkmal des Jupiter sein großer roter Fleck. Bereits 1664 und 1665 hatten ihn die Forschenden Robert Hooke und Giovanni Domenico Cassini beschrieben.

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Doch erst um 1830 wurde er das nächste Mal erwähnt. Forschende gehen sogar davon aus, dass Jupiters markantestes Merkmal bereits viel länger als 400 Jahre existiert. Mit dem roten Fleck stellt der Gasriese gleich zwei Rekorde auf: der am längsten existierende und größte Sturm im Sonnensystem.

Wobei: Der rote Fleck ist nicht der einzige Sturm auf dem Jupiter; seine komplette Oberfläche gleicht eher einem wüsten Tornado. Teils herrschen auf dem Planeten Windgeschwindigkeiten von über 1.400 Kilometern pro Stunde. Und noch ein interessanter Fakt: Die Erde würde genau einmal in diesen roten Fleck, dem auffälligsten seiner Stürme, hineinpassen.

Weltraum-Bild des Tages (16.12.2021): Kraterduo auf dem Mars

16.12.2021: Ein Doppelkrater auf dem Mars, aufgenommen von der ESA 2021.

Das heutige Weltraumbild wurde von dem ESA-Roscosmos ExoMars Trace Gas Orbiter aufgenommen. Ein solcher Doppelkrater ist selten, da diese nur entstehen, wenn zwei Meteoriten gleichzeitig und nah beieinander aufprallen. Das lässt darauf schließen, dass beide Krater durch den selben Himmelskörper entstanden. Dieser hat sich beim Eintritt in die Atmosphäre des Mars in zwei geteilt, wodurch zwei gleich große Krater nebeneinander entstanden.

Die Hügel rechts des Bildes hingegen sind höchstwahrscheinlich schon vor dem Aufprall dagewesen. Durch den Meteor ist allerdings eine „schmetterlingsförmige Auswurfdecke“ entstanden, wie die ESA die Streifen entlang des Kraterduos beschreibt.

Weltraumbild des Tages (15.12.2021): Sonnenfinsternis in der Arktis

Planet Erde

15.12.2021: Wie ein ungebetener Gast schiebt sich in diesem Weltraumbild eine Sonnenfinsternis über die Südhalbkugel.

Das heutige Weltraumbild des Tages zeigt unseren Heimatplaneten Erde mal aus einem etwas anderen Blickwinkel. Anstatt die Erde, wie häufig dargestellt, mit Blick auf dem Äquator oder die nördliche Hemisphäre zu sehen, ist hier die Südhalbkugel zu erkennen.

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Mehr noch als das: Ein kleine, dunkler Fleck scheint sich vom Südpol aus ganz langsam in Richtung Norden zu bewegen. Das Bild zeigt eine Sonnenfinsternis auf unserem achten Kontinent, der Arktis.

Aufgenommen hat dieses Bild die Earth Polychromatic Imaging-Kamera (EPIC) der Deep Space Climate Observatory-Sonde (DSCOVR) der NASA aus einer Entfernung von 1,5 Millionen Kilometer.

Weltraumbild des Tages (14.12.2021): Halskettennebel PN G054.203.4

Sterne und Nebel

14.12.2021: Durch die dichte Umlaufbahn mehrerer Sterne entsteht der leuchtende Ring des Halskettennebels.

Der Halskettennebel liegt 15.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild des Pfeil. Durch das Teleskop ist der helle Ring aus Gasen deutlich zu erkennen. Wie Diamanten funkeln die helleren Ausläufer dieses Nebels und wie ein Schmuckstück hebt er sich vom Schwarz des leeren Raumes ab. Die Entstehung dieses Gebildes ist spektakulär.

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Zwei Sonnen-ähnliche Sterne umkreisten sich in einer extrem nahen Umlaufbahn. Solche Doppelsternsysteme gibt es viele im Universum und nicht selten sind ihre Enden festgeschrieben. So jedoch nicht bei PN G054.203.4.

Astronom:innen gehen davon aus, dass ein Stern schneller gewachsen sei als sein Nachbar. Dieser Stern habe sich soweit ausgedehnt, dass der kleine Stern in ihn hineingewachsen sei. Damit nicht genug drehte sich der kleine Stern im größeren weiterhin.

Der expandierte Stern habe sich dadurch so schnell gedreht, dass seine äußeren Schichten einfach ins Weltall geschleudert wurden. Der Ring des Halskettennebel besteht aus dem abgestoßenen Material dieses Ereignisses.

Durch das abgestoßene Material besteht das Zentrum des Halskettennebels wieder aus zwei Sternen. Sie erscheinen jedoch als ein kleiner, gleißender Punkt, weil sie nur wenige Millionen Kilometer voneinander trennen.

Weltraumbild des Tages (13.12.2021): NGCs 2024 azurblaue Lichter

NGC 2024

13.12.2021: Der Flammennebel ist Teil des Orion-Nebelkomplexes und Geburtsstätte von Sternen.

1.400 Lichtjahre entfernt befindet sich der Flammennebel NGC 2024 im Sternbild des Orion. Der Nebel ist Teil eines viel größeren, kosmischen Gebildes, das unter anderem den berühmte Pferdekopfnebel beherbergt.

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Das Weltraumbild des Tages zeigt das Zentrum des Flammennebels, genauer gesagt das dunkle Herz des Flammennebels. Hier entstehen Sterne, doch der extrem dichte Gas- und Staubanteil lässt kein Licht hindurch.

In diesem Nebel versteckt sich der Stern Alnitak, der östlichste Stern im Oriongürtel. Die radioaktive Strahlung dieses Sternes ionisiert das im Nebel enthaltende Wasserstoffgas.

Kühlt dieses Gas von seinem energiereichen Zustand in ein energieärmeres Level ab, stößt es Energie in Form von Licht ab. Dadurch schimmert der Nebel hinter den dunklen, aufgewirbelten Staubwolken azurblau auf.

Weltraumbild des Tages (10.12.2021): Portrait des Saturns

Saturn

10.12.2021: Der Saturn mit seinen Ringen kann nur selten in voller Pracht wie hier auf dem Bild abgelichtet werden.

Den Römern galt er als heilig, aber sie wussten nicht viel mehr, als dass es ihn da draußen gibt. Der Saturn, benannt dem römischen Gott des Ackerbaus, ist als langsam dahinziehender Lichtpunkt bereits den antiken Menschen bekannt gewesen.

Seine volle Schönheit konnten sie nicht erahnen. Erst Galileo Galilei erkannte durch das sein Teleskop, dass der Saturn Ringe haben müsse. Der Gasplanet ist der zweitgrößte im Sonnensystem und etwa neun Erddurchmesser größer als unser Heimatplanet.

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Das Weltraumbild des Tages machte die Hubble Space Wide Field Camera 3, als sich Saturn am 20 Juni 2019 der Erde am nächsten genähert hatte. Zum Zeitpunkt der Aufnahme betrugt der Abstand beider Planeten zueinander gerade einmal 1,36 Milliarden Kilometer.

Deutlich zu erkennen sind die Ringe und verschiedenen Luftströme auf der Oberfläche des Saturns. Wie auch auf dem Jupiter herrschen auf dem Saturn Stürme, die teils Ausmaße von mehreren Tausend Kilometern haben.

Weltraumbild des Tages (08.12.2021): Partielle Sonnenfinsternis mit Blick auf die ISS

08.12.2021: Während einer partiellen Sonnenfinsternis hebt sich die Silhouette der ISS zwischen Mond und Sonne ab.

Es muss schon viel passieren, damit ein Schnapsschuss wie der heute vorgestellte funktionieren kann. Die internationale Raumstation (ISS) bewegt sich mit knapp acht Kilometer pro Sekunde um die Erde. Sie zu fotografieren ist aufgrund von Distanz und Geschwindigkeit kaum möglich.

Es sei denn, der Mond schiebt sich als Assistent vor unseren Heimatstern wie hier geschehen am 21. August 2017. Aufgrund der partiellen Sonnenfinsternis hebt sich die Silhouette der ISS deutlich ab und schwebt zwischen Mond und Sonne.

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Die ISS ist die ständige Vertretung der Menschheit im Weltall und wird seit 1998 durch 16 Staaten und fünf Raumfahrtorganisationen betrieben. Das Ende der Raumstation sollte bereits 2020 erfolgen, dennoch könnte sie laut neusten Planungen bis zum Beginn der 30iger Jahre in Betrieb bleiben.

Weltraumbild des Tages (07.12.2021): Saturnmond Enceladus

Enceladus

07.12.2021: Auf diesem Weltraumbild ist deutlich die kilometerdicke Eisdecke des Saturnmondes Enceladus zu sehen.

Von den 82 uns bekannten Monden des Saturn ist Enceladus vermutlich der schillerndste Himmelskörper, der um den Gasriesen kreist. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn Enceladus Oberfläche besteht komplett aus Eis und Schnee, sodass 99 Prozent des Sonnenlichtes von ihr reflektiert werden.

Der kleine Mond mit einer Fläche, die vergleichbar mit der Pakistans ist, besitzt eine kilometerdicke Eisdecke, unter der Astronom:innen einen gigantischen Ozean vermuten. Dieses Weltraumbild der NASA zeigt nichts Geringeres als den größten uns bekannten Eisklumpen im Sonnensystem.

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Der Kern des Mondes soll jedoch warm sein. Durch die geringe Entfernung zum Saturn von gerade einmal 177.680 Kilometer knetet dessen Gravitation Enceladus gut durch. Daher finden sich auf der Oberfläche des Mondes gewaltige Risse. Saturn staucht und dehnt den Mond bei jeder Umdrehung.

Weltall-Bild des Tages (06.12.2021): Einschlagkrater auf dem Mars

Einschlag

06.12.2021: Das Weltraumbild des Tages zeigt einen noch frischen Einschlagkrater auf dem Mars.

Mars und Erde befinden sich auf relativ sicheren Bahnen, die vergleichsweise selten von kosmischen Gesteinsbrocken gekreuzt werden. Die meisten Meteoriten, die in unsere Atmosphäre eindringen verglühen und leuchten für uns auf der Erde als gleißender Schweif auf.

Ganz anders sieht es auf unserem Nachbarplaneten aus. Weil der Mars etwa nur ein Hundertstel der atmosphärischen Dichte unserer Erde besitzt, schlagen auch kleinere Meteoriten weitaus häufiger ein.

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Das Weltraumbild knipste eine Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter, der den Planeten seit 2006 umkreist. Deutlich zu erkennen ist der Einschlagskrater auf der sandigen Oberfläche.

Aufgrund der geringen atmosphärischen Dichte hat sich das Geröll beim Einschlag über eine weite Fläche verteilt. Die längsten dunklen Spitzen, die vom Krater aus in die orangene Ebene verlaufen, sind über einen Kilometer lang.

Weltraumbild des Tages (01.12.2021): Merkurtransit um die Sonne

Sonne Merkur

01.12.2021: Auf diesem Weltraumbild ist die Silhouette des Merkur nur schwer auszumachen. Der Planet wirkt vor der Sonne nahezu winzig.

Auf dem heutigen Weltraumbild des Tages ist der eigentliche Protagonist kaum zu erkennen. Die Silhouette des Merkur schwebt unscheinbar am unteren Rand unserer Sonne. Das Bild gibt uns zumindest den Hauch einer Ahnung, wie groß unser Heimatstern wirklich ist. Merkur ist mit einem Durchmesser von 4.800 Kilometern nur etwas größer als unser Mond.

Er ist der innerste Planet unseres Sonnensystems und nur 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Auf Grund dieser Nähe zu unserem Zentralgestirn dreht sich Merkur nicht um seine eigene Achse. Eine Seite ist immer der Sonne zugewandt.

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Diese Schnappschuss von 2019 ist aber noch auf eine ganz andere Art einzigartig. Merkur braucht für seine Umlaufbahn um die Sonne zwar nur 88 Tage, aber dass wir diesen Transit von der Erde aus beobachten können, kommt weitaus seltener vor. Das nächste Mal könnten wir den kleinen Punkt erst wieder 2032 zu Gesicht bekommen.

Weltallbild des Tages (30.11.2021): Vorbeiflug am Eismond Ganymed

Planet

30.11.2021: NASA´s Raumsonde Juno machte diese spektakuläre Infrarot-Aufnahme von Jupiters Eismond Ganymed.

Er ist etwas größer als unser eigener Mond: Die Rede ist vom Jupitermond Ganymed. Am 20. Juli 2021 flog die NASA-Raumsonde Juno zum dritten Mal an ihm vorbei und machte Infrarot-Aufnahmen von seiner Oberfläche.

Bisher sind den Astronomen 79 Monde bekannt, die um den größten Planeten unseres Sonnensystems kreisen. Besonders die vier Hauptmonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto wecken das Interesse der Wissenschaft. Sie sind eigene Welten für sich.

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Für dieses Weltraumbild des Eismondes nutze die Sonde drei Vorbeiflüge. Dabei sammelte sie alle notwendigen Daten, um eine Infrarot-Aufnahme der Oberfläche mit dem Instrument JIRAM (Jovian Infrared Auroral Mapper) zu machen. Das Foto zeigt den Eispanzer sowie die darunterliegende Schicht aus flüssigem Wasser, die dem menschlichen Auge sonst verwehrt bliebe.

JIRAM wurde entwickelt, um das Infrarotlicht einzufangen, das aus dem Inneren des Jupiters austritt und die Wetterschichten 50 bis 70 Kilometer unter den Wolkenspitzen untersucht. Das Instrument kann auch benutzt werden, um die Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto (die Gallileäischen Monde genannt) zu studieren.

Yvette Smith via NASA

Weltraumbild des Tages (29.11.2021): Der Stern-Cluster NGC 330

29.11.2021: In diesem vom Hubble Space Telescope geschossenen Weltraumbild, steckt der Sternen-Cluster NGC 330.

In der Kleinen Magellanschen Wolke funkelt ein kosmischer Kronleuchter. Die Rede ist vom Stern-Cluster NGC 330. Ansammlungen von meist Tausenden Sternen inmitten von Staub und Nebel sind keine Seltenheit im Universum. Die kosmischen Wolken gelten als die Geburtsstätten von Sternen.

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Der Sternhaufen NGC 330 ist 180.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Weil sich die Sterne alle aus derselben Gaswolke bildeten, haben sie auch alle fast dasselbe Alter. Solche stellaren Haufen wecken bei Astronomen immer wieder das Interesse. Sie können anhand der mitgelieferten Daten Entstehung und Entwicklung von Sternen rekonstruieren.

Für die Astronomie stellt sich weiterhin die Frage, warum sich Sterne in sogenannten Sternhaufen anders entwickeln als einzelne Sterne irgendwo sonst im Weltraum. Die Beobachtung von Stern-Clustern wie NGC 330 liefert hierbei wichtige Erkenntnisse.

Weltallbild des Tages (23.11.2021): Betrachtung der Erde von der Raumstation aus

Die Erde aus Sicht der ISS

23.11.2021: Die Erde aus Sicht der ISS.

Immer wieder lassen wir unseren Blick immer wieder über die Sterne schweifen. Dabei halten wir nach stetig neuen Weltallbildern Ausschau. Doch vergessen wir häufig die Faszination, die direkt vor unserer Nase liegt. Denn der Blaue Planet, unsere Erde, hält unfassbare Anblicke für uns bereit.

„Während die Internationale Raumstation die Erde umkreist, macht die Besatzung Beobachtungen des Universums und unseres Heimatplaneten. Dieses von der Raumstation aus aufgenommene Bild zeigt die blau-grünen Gewässer um die Bahamas, wie in den Highlights der Raumstation für die Woche vom 8. November 2021 zu sehen.“

Yvette Smith (via NASA)

Weltallbild des Tages (22.11.2021): Supernova-Überreste N 63A

Supernova-Überreste.

22.11.2021: „Wie Monster im Himmel“ sind die Supernova-Überreste in unserem Weltraumbild des Tages.

„Wie Monster im Himmel“ bezeichnet die NASA das Weltallbild, das von dem Hubble-Weltraumteleskop aufgenommen wurde. Zu sehen ist eine chaotisch aussehende Masse aus Gas und Staub. Es handelt sich um Supernova-Überreste.

„Das mit N 63A bezeichnete Objekt sind die Überreste eines massereichen Sterns, der explodierte und seine Gasschichten in eine bereits turbulente Region ausspeiste.“

NASA

Der Supernova-Überrest ist Teil einer Sternentstehungsregion in der Großen Magellanschen Wolke (LMC). Das ist eine unregelmäßige Galaxie, die 160.000 Lichtjahre von unserer Milchstraße entfernt ist.

Lange Zeit wurde angenommen, dass Supernova-Überreste Episoden der Sternenentstehung auslösen, wenn ihre expandierende Erschütterung auf umgebende Gaswolken trifft. Laut der NASA ist N 63A ist noch jung. Anstatt die umgebenden Gaswolken zum Kollaps zu bringen oder zur Sternenbildung zu zwingen, zerstört er sie.

Weltallbild des Tages (19.11.2021): Stein auf dem Mars, der durch Erosion geformt wurde

Steine auf dem Mars

19.11.2021: Das Weltall-Bild des Tages zeigt einen merkwürdig geformten Stein auf dem Mars.

Immer wieder sorgen Bilder der NASA vom Mars für Staunen. In manchen Fälle führen sie aber auch zu Verschwörungsmythen. Ein solches Exemplar geistert regelmäßig durch das Internet und führt immer wieder zu einer Theorie: Auf dem Mars liegt ein menschlicher Oberschenkelknochen.

Die Aufnahme wurde bereits am 14. August 2014 von NASAs Curiosity Rover gemacht. Seitdem sorgt der seltsame Stein auf der Mars-Oberfläche für wilde Theorien. Die NASA hat dafür aber eine einfache Erklärung:

„(…) dieser Mars-Stein mag wie ein Oberschenkelknochen aussehen. Mitglieder der Mission glauben, dass seine Form sehr wahrscheinlich durch Erosion durch entweder Wasser oder Wind zustande gekommen ist.“

NASA

Weltallbild des Tages (18.11.2021): Der Delfinkopfnebel „Sharpless 2-308“

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Delfinkopfnebel (Sharpless 2-308)

Das Weltallbild des Tages zeigt ein besonderes Phänomen riesigen Ausmaßes. Bei dem sogenannten Delfinkopfnebel handelt es sich um eine Art Blase, die einen Durchmesser von beeindruckenden 60 Lichtjahren aufweist. Sie entstand durch die von einem heißen, massiven Stern im Inneren ausgesendeten schnellen Winde.

Der eigentliche Name des Delfinkopfnebels lautet „Sharpless 2-308“, und er befindet sich in einer ungefähren Entfernung von 5,200 Lichtjahren zur Erde. Der Stern, der den Nebel kreiiert hat, ein Wolf-Rayet-Stern, ist der helle in der Nähe des Nebelzentrums. Bei diesen Objekte wird davon ausgegangen, dass sie sich in einer kurzen, Vor-Supernova-Phase befinden, wie die NASA berichtet.

Der Delfinkopfnebel selbst hat ein geschätztes Alter von etwa 70.000 Jahren.

Weltallbild des Tages (17.11.2021): Erde und Venus

Blauer Bogen weißer Punkt

17.11.2021: Interstellarer Sonnenaufgang: Für Venus und Erde beginnt ein neuer Tag.

Dieses Bild verdanken wir der Astronautin Christina Koch, die von 2019 bis 2020 auf der Internationalen Raumstation ISS lebte. Sie verbrachte 328 Tage im Weltall und stellte damit den Rekord als die am längsten im Weltraum lebende Astronautin auf.

Was ist oben, was ist unten? Das Bild erweckt einen eher verwirrenden Eindruck. Was der Astronautin Koch hier gelang, ist der Schnappschuss eines interplanetaren Sonnenaufgangs.

Die helle blaue Linie ist die Atmosphäre unserer Erde, die bereits von der Sonne angeschienen wird. Spannender hingegen ist der kleine weiße Punkt am unteren mittleren Bildrand: Die Venus.

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Der Planet ist unser nächster innerer Nachbar zu Sonne und gerade einmal 40 Millionen Kilometer entfernt. Aus der Erdumlaufbahn ist er bei Sonnenaufgang daher gut zu erkennen.

Weltraumbild des Tages (16.11.2021): Die zwei Heimatsterne von TOI 1338 b

Planet umkreist zwei Sonnen

16.11.2021: Ein Schnappschuss wie er nur selten gelingt: Auf diesem Weltraumbild umkreist ein Planet gleich zwei Heimatsterne.

Die ersten Exoplaneten detektierten Astronomen in den 1990er Jahren. 2005 wurde der erste Exoplanet entdeckt, der in einem Doppelsternsystem beheimatet ist. Im Januar 2020 konnte zum ersten Mal ein solcher um zwei Sonnen kreisender Planet abgebildet werden.

Die Daten des Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) der NASA liefern ein sehr genaues Bild, wie das 1.300 Lichtjahre entfernte Sonnensystem aussehen muss. Auf TOI 1338 b gehen gleich zwei Sonnen auf oder die Sonne nie unter. Der Planet der 6,9-fachen Masse unserer Erde umkreist einen Sonnen-ähnlichen Stern und einen brauen Zwerg.

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Die Transite von TOI 1338 b sind dank der Umlaufbewegungen seiner zwei Heimatsonnen verschieden. Sie variieren zwischen 93 und 95 Tagen und unterscheiden sich in Höhen oder Tiefen der Umläufe. TESS kann den fernen Planeten nur dann erkennen, wenn er an der größeren Sonne vorbeizieht.

Weltraumbild des Tages (15.11.2021): Gravitationslinseneffekt an Galaxie beobachtet

Galaxien im Weltraum

15.11.2021: Das Weltraum-Bild des Tages zeigt eine weitentfernte Galaxie.

Im Dezember 2020 beobachtete das Hubble-Weltraumteleskop eine weit entfernte Galaxie, die anscheinend einem Ring ähnelt und verzerrt ist. Diese Galaxie ist 9,4 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt.

Eine so ferne Galaxie bedeutet für die Astronomie auch immer eine Zeitreise. Das Licht braucht 9,4 Milliarden Jahre, um von diesem Punkt des Universums zur Erde zu gelangen.

In der kosmischen Evolutionsgeschichte befindet sich die beobachtete Galaxie in jener Epoche, in der die ersten Sterne des Universums entstanden sind.

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Die beobachtete Galaxie sieht jedoch keinesfalls aus wie ein Ring oder ist so verzerrt. Was Astronomen hierhin sehen, ist eine optische Verzerrung des Weltraums, bedingt durch die Gravitation.

Dieses Phänomen ist als Gravitationslinseneffekt bekannt. Es beschreibt, wie massereiche Objekte im Universum durch ihre Gravitation den Raum verzerren und das Licht eines Objektes oder einer ganzen Galaxie ablenken.

Weltraumbild des Tages (10.11.2021): Schmetterlingsnebel NGC 6302

Kosmischer Nebel Weltall

10.11.2021: NGC 6302, auch Schmetterlingsnebel genannt, offenbart den Wissenschaftler:innen Erkenntnisse über den Tod von Sternen.

Nebulae, kosmische Wolken aus Staub und Gasen, sind die Geburtsstätten von Sternen. NGC 6302 gehört vermutlich zu den spannendsten Wolken in unserer Milchstraße, denn der Nebel kündet vom nahen Ende eines oder mehrerer Sterne, wie dieses Weltraumbild zeigt.

Das Hubble-Weltraumteleskop konnte die blauvioletten Flügel im Herzen unserer Milchstraße nur durch einen Nahinfrarot-Filter aufnehmen. Er besteht aus ionisierten Eisenatomen.

Solche Ausstöße an Eisenemissionen sind ein Indiz energetischer Sternen-Winde. Das Besondere: Normalerweise werden Wolken dieser Art nur bei Überresten von Supernovae oder bei neugeborenen Sternen beobachtet, selten jedoch in planetarischen Nebeln.

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Astronomen vermuten anhand dieses Weltraumbildes, dass einer oder mehrere Sterne am Scheitelpunkt des Nebels in ihrem Todeskampf Gasschichten abstoßen. Ein solches Phänomen kann Jahrtausende andauern.

Die ausgestoßenen Gase werden bis zu 20.000 Grad Celsius heißt und fliehen mit knapp 1 Millionen Kilometer pro Stunde in das All hinaus. Auch sonst ist NGC 6302 ein Gigant. Allein der Radius der beiden Flügel beträgt 1,5 Lichtjahre. Der Nebel ist knapp 3,4 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Weltraum-Bild des Tages (09. 11. 2021): Schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie IC 5063

Galaxie im Weltraum

09.11.2021: Das Hubble-Weltraumteleskop nahm dieses Bild der 156 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie IC 5063 auf. Credit: NASA, ESA, STScI and W.P. Maksym (CfA)

Das von NASA und ESA veröffentlichte Weltraumbild des Hubble-Weltraumteleskop liefert uns einen Einblick in eine weit entfernte Galaxie. Viele dieser fremden Welten versetzen uns meistens in ein ratloses Staunen. Gigantische, leuchtende Wolken aus Gas und Staub sind da keine Ausnahme.

So observierte Hubble am 07. März und 25. November 2019 die Galaxie IC 5063, die Astronomen anhand des Farbspiels nun gedeutet haben. Die Aufnahme jenes Teils des Weltalls zeigt das Zentrum einer Galaxie, die 156 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt liegt.

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In dem vorgeschlagenen Szenario von NASA und ESA bricht sich das Licht eines supermassereichen Schwarzen Lochs im umherkreisenden kosmischen Staub. Das Licht bahnt sich einen Weg durch die Wolkenscheibe und wirft einen Schatten in den Weltraum. Mit irdischen Maßstäben hat das jedoch nichts zu tun, denn die Strahlen und Schatten reichen 36.000 Lichtjahre ins Universum hinein.

Wie auf dem Weltraumbild deutlich zu erkennen ist, fallen die Lichtkegel in den Kosmos. So entfernt uns diese Aufnahme erscheinen mag, wirken die Lichtstrahlen doch allzu irdisch. Bricht das Licht unserer Sonne durch eine Wolkendecke, entstehen dieselben kegelförmigen Strahlen.

Bilder aus dem Weltraum: Täglich neue Fragen (und Antworten)

Das Universum ist schön. Diese Weltraumbilder geben einen Einblick in den wundersamen Kosmos weit entfernter Orte.

Je tiefer wir in das Weltall spähen, desto mehr lernen wir auch über uns selbst. Durch den Blick in ferne Welten können Astronomen inzwischen auch unsere irdische Existenz dank Hubble-Teleskop in dem Spiralarm einer von Milliarden Galaxien ergründen.

Quellen: NASA, Hubblesite, Spacetelescope.org, IRSA

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